Secret App komplett überarbeitet

Secret App für iOS und Android: neues Design und Features
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Secret, die beliebte Messaging-App, die sich mit der angeblich anonymen Kommunikation zwischen den Usern schmückt und so die Geheimnisse tief aus den Seelen der Sercet-Nutzer lockt, erhält umfassendes Redesign und neue Funktionen.

Über die Secret App und die Grenzen der Anonymität im Netz hatten wir schon ausführlich berichtet. Denn das, was als eine Möglichkeit, sich die dunkelsten Geheimnisse von der Seele zu schreiben, angefangen hatte, mutierte ab einem gewissen Bekanntheitsgrad zu einem Tool, um besonders Gerüchte aus der Tech-Branche in die Welt zu tragen. So erfuhr die Welt über die Secret-App, dass Google Plus Chef Vic Gundotra seine Stelle räumt, lange bevor Google eine offizielle Meldung dazu veröffentlichte. Andere Gerüchte, wie beispielsweise neuartige Apple-Kopfhörer, welche Puls und Blutdruck messen sollen, haben sich als reine Hoaxes entpuppt.

 Secret App: neues Design und Features

Secret hat besonders in den USA eine steile Karriere hingelegt und in den ersten Monaten nach Erscheinen der App tausende User für sich begeistern können. Heute ist es, so scheint es, etwas ruhiger um die kontrovers diskutierte Anwendung geworden. Und siehe da: Am vergangenen Donnerstag präsentierte sich die Anwendung in einem vollkommen überarbeiteten Design und mit neuen integrierten Features.

Das neue Design hat kaum noch was mit dem vorherigen gemeinsam. Das Logo ist neu, das Farbschema und das Layout haben sich verändern. Das Einzige, was von der alten Secret App noch übrig bleibt, scheint die anonyme Kommunikation zu sein.

Per Secret App private Gruppennachrichten verschicken

Dank neuer Features können die Secret User nun private Nachrichten an drei verschiedene Nutzergruppen verschicken: an Freunde (und Freunde von Freunden), an Arbeitskollegen oder Secret-Nutzer in der Nähe. Schickt man beispielsweise eine Nachricht an die „Berlin“-Gruppe, wird diese auch nur den Mitgliedern angezeigt und nicht etwa anderen Kontakten, die nicht zu der Gruppe gehören. Um einer Kollegen-Gruppe beizutreten, bedarf es einer Verifikation per geschäftliche E-Mail-Adresse. An dem bereits existierenden „Secret for Work“-Feature haben die Macher der App schon monatelang gearbeitet. Mittlerweile würden schon dutzende Unternehmen, darunter auch tausende Facebook- und Google-Mitarbeiter das Feature nutzen, so Chrys Bader, der Mitgründer von Secret, gegenüber Re/code.

Secret will den Dialog zwischen den Usern fördern

Neu ist auch die Möglichkeit, private Nachrichten an einzelne Secret-Nutzer zu verschicken. So können nach dem neusten Update nicht nur lose Posts über die App verschickt werden. Nun werden auch private Diskussionen ermöglicht. Die Chats verschwinden nach 24 Stunden. Dabei bleiben die User, die miteinander in Aktion treten, weiterhin anonym.

Das Layout der App hat sich auch grundlegend verändert. Statt nur einen Post einzublenden, werden nun fünf Posts gleichzeitig eingeblendet. Das neue Erscheinungsbild der App erinnert etwas an Twitter – man scrollt sich durch einen Stream an Nachrichten.

Vom Guten nur das Beste

Die neuen Features, die Secret nun integriert, sind keineswegs innovativ. Vielmehr haben die Macher beliebte Funktionen anderer Messaging-Anwendungen gebündelt in ihre App integriert. Location-based Nachrichten stammen aus der Yik Yak App; Chats, die nach 24 Stunden verschwinden, sind das Erfolgsgeheimnis von Snapchat.

Das neue Redesign soll der Stagnation der Nutzerzahlen entgegenwirken, die unter anderem wegen dem Verbot der App in Brasilien zustande kommt. Dort ist die beliebte Anwendung wegen wiederholtem Cyber Mobbing nicht mehr verfügbar.

Ob nun das umfassende Redesign und die neuen Features der App zu mehr Erfolg verhelfen werden, wird sich noch zeigen. Das Update ist bereits für die iOS sowie Android User verfügbar.

secret app ios

Screenshot: https://itunes.apple.com/de/app/secret-speak-freely/id775307543?mt=8

 

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