Visualisierung von Big Data

The Internet Map: Unendliche Weiten des WWW
Kommentare

The Map of the Internet wirft einen Blick in die weltweiten Zusammenhänge und die Verbreitung von kommerziellen Internetseiten im Netz. Ein bunter Sternenhimmel mit unzähligen kleinen Trabanten und einigen wenigen Riesen im Mittelpunkt des Universums. Google, Facebook, Amazon und Tausende mehr.

Ein Blick in die Sterne sagt machmal mehr über das Internet, als man glaubt – all die Informationen und Zusammenhänge, unter denen man sich aufgrund der Ausmaße kaum noch jemand etwas konkretes vorstellen kann. So, wie die schier unendlichen Weiten des Alls, ist auch das Web ein Universum für sich – nur eben im Mikrokosmos. The Internet Map zeigt einige der Zusammenhänge des World Wide Web wie eine Sternenkarte. Ein russischer Mathematiker hat sich die Mühe gemacht, anhand der Verlinkungen zwischen Internet-Seitenbetreibern eine bi-dimensionale Karte zu erzeugen, an der sich die Verbreitung und der Traffic der jeweiligen Unternehmen visuell nachvollziehen lässt.

Die Sternenkarte des Internets

Jeder Stern ist eine kommerzielle Seite, der je nach Webseiten-Traffic größer oder kleiner ist. Ein Blick auf die Internet-Map genügt, um schnell herauszufinden, wer am meisten Masse im Internet-Universum einnimmt: Google. Der große türkisfarbene Kreis in der Mitte ist das Unternehmen mit den meisten Verlinkungen und dem höchsten Traffic. Die Logik der Map basiert ironischer Weise auch auf der Google Maps Engine. Die Farben geben darüber Auskunft, in welchem Land die Internetseiten gemeldet sind. Auch hier zeigt die USA ihre Vormachtstellung gegenüber China (gelb), Russland (rot) oder Deutschland (blau).

Big Data wächst und wächst

Genauere mathematische Zusammenhänge sowie eine Legende sind ebenfalls auf der Seite zu finden. Wer sich allerdings wundert, weshalb beispielsweise Unternehmen wie Twitter oder Reddit noch kleinere Sterne am Himmel sind, sollte sich vergegenwärtigen, dass die Map auf dem Stand von 2011 ist. Eine interaktive Map mit den aktuellen Entwicklungen des Netzes würde wohl die Rechenleistung von Mensch und Maschine übersteigen. Ein IDC-Studie aus dem Jahre 2011 besagte schon damals, dass das Datenvolumen sich im Netz alle zwei Jahre verdoppeln würde. Das Wachstum verläuft allerdings bereits bedeutend schneller. Wollte man aber für das Internet-Universum die gleichen physikalischen Grundregeln annehmen wie für den Sternenhimmel über uns, so sollte uns die Massenverteilung von einigen Himmelskörpern bereits zu denken geben – denn das lässt sich noch mit unseren Sinnen erfassen.

Ruslan Enikeev hat kürzlich erst eine ähnliche Karte für die Verbreitung Disease-Map von Krankheiten in der Welt veröffentlicht.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -