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„A Year of Books“ – Zuckerbergs Lesezirkel
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Zuckerberg gründet den „biggest book club ever“ und schlägt den Mitgliedern alle zwei Wochen ein Buch vor. Ein einfacher Neujahrsvorsatz oder steckt noch mehr dahinter?

Lesen im Kollektiv – die Facebook Buchseite

Mark Zuckerberg ist unter die Bücherwürmer gegangen. Der Facebook-Chef hatte gestern 30 Millionen User eingeladen, seine Seite „A Year of Books“ zu liken. Hier soll das ganze Jahr über alle zwei Wochen ein Buch vorgestellt werden. Mittlerweile hat der Zuckerberg Buchclub fast 140.000 Mitglieder

Alle zwei Wochen neues Lesestoff

We will read a new book every two weeks and discuss it here. Our books will emphasize learning about new cultures, beliefs, histories and technologies.

So lautet der erste Post der Seite. Dieser wurde auch schon fleißig kommentiert und tatsächlich diskutieren Leser hier und teilen mit teilweise ausführlichen Kommentaren ihre Meinung zum Text. Manche bezeichnen die Community sogar als „biggest book club ever“ oder „the largest collective reading of a single book to ever take place. Pretty powerful.“

Erster Lesetipp schon ausverkauft

Beim ersten Buch, das dem virtuellen Lesezirkel gestern vorgeschlagen wurde, handelt es sich um Moisés Naíms „The End of Power“. Dieses Politbuch mit dem Untertitel „from Boardrooms to Battlefields and Churches to States, Why Being In Charge Isn’t What It Used to Be“ will zur Diskussion über die Verteilung von Macht anregen und ist keineswegs ein belletristisches Leichtgewicht. Das Interesse der Facebook-User scheint trotzdem geweckt, die Taschenbuchausgabe des Buchs ist bei Amazon momentan ausverkauft.

Wozu das Ganze?

Wir fragen uns natürlich, wie Zuckerberg auf die Idee mit dem Buchclub kommt und was dahinter steckt. Handelt es sich hier lediglich um einen guten Neujahrsvorsatz? Die Empfehlung an die riesige Lesegruppe hat auf jeden Fall Auswirkungen auf die Absatzzahlen und so wird auch von den Usern spekuliert: „This publisher will be part of Zuckerbergs billionaires club after we all buy a copy“. Es stellt sich also die Frage, nach welchen Kriterien die Bücher ausgewählt werden. Oder spielt der Facekbook-Chef sogar mit dem Gedanken, ins Literaturgeschäft einzusteigen und eine Buch-Plattform zu eröffnen?

 

Aufmacherbild: DEAUVILLE, FRANCE – MAY 26, 2011 : Facebook CEO Mark Zuckerberg Press conference at the summit G8/G20 about new technologies – Deauville, France on May 26 2011 via Shutterstock / Urheberrecht: Frederic Legrand – COMEO

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