Kolumne: Karrieretipps

Neu im Job So machen Sie alles richtig!
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Die ersten sechs Monate im neuen Job können darüber entscheiden, wie es mit Ihrer Karriere im Unternehmen weitergeht. Damit ist nicht das Überleben der Probezeit gemeint, sondern vielmehr ob Sie es schaffen, sich in dieser Zeit einen Namen zu machen und ein brauchbares Netzwerk aufzubauen. Wer nach mehr als einem halben Jahr von Entscheidungsträgern oder wichtigen Fachkollegen immer noch gefragt wird: „Und wer sind Sie?“, hat etwas falsch gemacht. Es kommt darauf an, seine Kompetenz von Anfang an zu beweisen und im gesamten Zusammenspiel der technischen Entwicklung in Erscheinung zu treten.

Als Entwickler sind Sie heute kein kleines Rädchen im großen Mahlwerk, sondern Schnittstelle zwischen unternehmensentscheidenden Prozessen sowie internen und externen IT-Diensten. Sie haben Kontakt sowohl zu technischen als auch fachlichen Experten, zu Projektleitern sowie zu ausgelagerten IT-Abteilungen oder Dienstleistern. Wer am Anfang seiner Karriere steht oder gerade den Job gewechselt hat, sollte dabei folgende Punkte berücksichtigen, um sich als „Neuling“ schnell ins Team zu integrieren und profilieren zu können:

  • Bauen Sie sich ein Netzwerk auf: Um sich einen Überblick über die Zusammenhänge im Unternehmen zu verschaffen, sollten Sie sich in der Anfangsphase einen Mentor im Kollegenkreis suchen, der schon länger dabei ist und Sie mit anderen wichtigen Entscheidungsträgern im Betrieb und außerhalb bekannt machen kann. Der Aufbau von Kontakten ist also eine zentrale Aufgabe, um die Sie sich vom ersten Tag an neben der Einarbeitung in Ihre fachliche Rolle kümmern sollten.
  • Werden Sie Teil des Teams: Unter passionierten ITlern ist das Eis schnell gebrochen und beim Fachsimpeln und Austausch über neue Entwicklungstools und technische Lösungswege lernt man die technischen Kollegen eigentlich ganz von allein kennen. Dabei entscheidet aber oft auch pure Sympathie darüber, ob man mit dem einen oder anderen Kollegen gut auskommt. Als Neuer wird man häufig zuerst einmal von den anderen Kollegen genauer unter die Lupe genommen: Wie verhält sich der Neue in Diskussionen? Wie interessiert ist er an den betrieblichen Abläufen und Problemen? In welchem Fachgebiet hat er sich spezialisiert? Wie engagiert und hilfsbereit ist der neue Kollege? Wo kommt er her? Was hat er vorher gemacht? Alle diese Fragen und noch vieles mehr wollen die Kollegen beantwortet wissen, um sich ein Bild zu machen. Aber wie viel soll man von sich preisgeben? Müssen die Kollegen gleich alles wissen, um Vertrauen aufzubauen? Welche Dinge sind für die Zusammenarbeit relevant und was gehört zur Privatsphäre? Pauschal lassen sich diese Aspekte nicht beantworten, aber letztlich sollte man als neuer Kollege im Team den Aufbau von Vertrauen und eines guten Teamworks mit Sensibilität und Respekt angehen. Der Rest ergibt sich (fast) von allein.
  • Akzeptieren Sie Überstunden: In der täglichen Zusammenarbeit geht es zunächst darum, sein Fachwissen effektiv zum Einsatz zu bringen, Engagement und Teamgeist zu zeigen und gerade in der Anfangszeit nicht auf die Uhr zu schauen. Überstunden sind zu Beginn ganz normal. Schließlich fehlt Ihnen die Routine in der neuen Rolle und Sie müssen auch Zeit investieren, sich in die Systeme, Tools und Prozesse einzuarbeiten und – wie erwähnt – Ihr Netzwerk strukturiert aufzubauen.
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