Neue Sprach-Features in Visual Basic 14
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Microsofts Programm-Manager Lucian Wischick hat kürzlich bekanntgegeben, welche neuen Sprach-Features in die nächste Version von Visual Basic (VB) einfließen werden. Die Programmiersprache wird Teil der bereits als Preview erschienenen Entwicklungsumgebung Visual Studio 2015 sein und unter anderem in Sachen Open Source ausgebessert werden.

Um mit Visual Studio synchron zu bleiben, überspringt der Softwarekonzern Version 13 und überführt VB direkt von Version 12 auf 14. Schauen wir uns an, mit welchen Neuerungen zu rechnen ist.

Visual Basic switcht von Version 12 auf 14

In der .NET-Welt ist C# mittlerweile die Programmiersprache Nummer eins, doch in den 90-ern genoss Visual Basic seine Blütezeit als Microsofts einzige Alternative zu C/C++ für die Windows-Entwicklung.

Dennoch – seit Erscheinen des .NET Frameworks im Jahr 2002 hat VB gegenüber anderen Hochsprachen an Bedeutung verloren. Aufgrund der eingeschränkten Funktionalität und Erweiterbarkeit konnte VB auf professioneller Eben nicht mithalten und viele Entwickler wechselten zu C#. Hinzu kam, dass einigen Entwicklern der damalige Wechsel von VB 6.0 zu VB .Net zu aufwändig erschien, zumal die neue Version mit vielen bestehenden Projekten inkompatibel war.

In Sachen Language-Features und Performance kann VB in der aktuellen Version 12 jedoch mit C# mithalten. So erstellen beide Sprachen ähnliche Intermediate-Language-Binaries. Vorteil von VB war und ist zudem vor allem die einfache Erlernbarkeit der Sprache. Sie ist bewusst an die englische Sprache angelehnt und benutzt Alltagswörter anstelle von Symbolen.

Microsofts Programm-Manager Lucian Wischick hat nun Details zu den Sprach-Features bekanntgegeben, die in die neue Version Visual Basic 14 eingeführt werden. Erwähnenswert ist, dass VB zunehmend Teil von Microsofts Open-Source-Bewegung sein soll. Aus diesem Grund wird der Sprachcompiler von VB als Teil der .NET-Compiler-Plattform Roslyn quelloffen sein.

Die Neuerungen in VB 14 im Überblick

Eine der größten Verbesserungen könnte sein, dass es Entwicklern mit der neuen Version erlaubt sein wird, mehrzeilige String-Literale zu erstellen. Somit wird unnötiger Boilerplate-Code vermieden.

Darüber hinaus wird „NameOf“ als neues reserviertes Schlüsselwort in VB fungieren. Mit dem NameOf-Operator lassen sich String-Literale in den Quellcode einbetten, wenn diese sich auf programmatische Elemente beziehen. Zurückgegeben wird der Identifier-Name, der einer Funktion übergeben wurde. Vorteil ist, dass NameOf den vollen Intellisense-Support genießt und mit IDE-Features wie „Rename“ und „Find All References“ funktioniert.

Auch wird es einen neuen ?.Operator geben, mit dem sogenannte Null-Checks künftig effizienter vorgenommen werden können.

Zudem wird mit der String-Interpolation ein syntaktisches Kürzel für String.Format eingeführt. Entwickler müssen mit diesem künftig keine PLatzhalter mehr nutzen, sondern können Visual-Basic-Expressions mit einem vorangestellten $ in Strings einbetten.

Unter folgendem Link finden Sie eine ausführliche Liste aller neuen Visual-Basic14-Sprachfeatures.

Aufmacherbild: Four smiley fingers on a blackboard saying hello von Shutterstock / Urheberecht: Lemon Tree Images

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