Neue Windows-10-Desktop-Preview für Tester freigegeben
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Die finale Ausgabe von Windows 10 nähert sich und Microsofts Entwicklerteam arbeitet auf Hochtouren am Feinschliff des neuen Betriebssystems. Seit gestern steht Fast-Ring-Testern nun das neue Windows-10-Preview-Build 10158 für Desktops zur Verfügung, das vor allem mit kleineren Veränderungen aufwartet.

Erst letzten Freitag hatte Microsoft Windows-Insidern die Smartphone-Preview des neuen OS bereitgestellt, jetzt folgt eine weitere Desktop-Version von Windows 10. Große Neuerungen sind in dieser nicht zu erwarten, Windows-Insider-Chef Gabe Aul zufolge gibt es vor allem kleinere Verbesserungen in Sachen Qualität und Stabilität. Darüber hinaus habe man die Benutzeroberfläche weiter aufgemotzt. Aul kündigte via Blogpost außerdem einige neue Features für Microsoft Edge – ehemals bekannt als Projekt Spartan – an.

Microsoft Edge – neue Features und dunkles Theme

Wie auch schon in der jüngst veröffentlichten Windows-10-Mobile-Preview ist der neue Windows-Browser jetzt mit seinem richtigen Namen – Microsoft Edge – eingebunden. Auch im Desktop-Build hat die Edge-App im Zuge des Brandings eine neue ID verpasst bekommen. Deshalb Tester müssen damit rechnen, dass Favoriten, Cookies, Verlaufsdaten und Leselisteneinträge, die in früheren Test-Builds (noch) in Spartan gespeichert wurden, jetzt aus dem Browser verschwinden. Microsoft empfiehlt Testern daher, vor dem Upgrade auf Build 10158 ihre Favoriten zu sichern. Dazu müssen die Daten aus diesem Ordner kopiert werden:
%localappdata%/Packages/Microsoft.Windows.Spartan_cw5n1h2txyewy/AC/Spartan/User/Default/Favorites. Anschließend müssen sie im Ordner %userprofile%/Favorites abgelegt werden. Nach dem Upgrade auf die neue Vorabversion könne dann in den Einstellungen die Funktion zum Import von Favoriten über einen anderen Browser genutzt werden. Hier muss der Internet Explorer als Quelle gewählt werden, um die Favoriten in Microsoft Edge zu importieren.

Edge bringt zudem einige neue Features mit: Auf Wunsch zahlreicher Tester hat Microsoft nun einen „Home“-Button integriert, der optional über die Einstellungen aktiviert werden kann. Zusätzlich wurde die „Neuer-Tab“-Seite aktualisiert. Tester können jetzt selbst wählen, ob in dieser die am häufigsten genutzten Websites und vorgeschlagene Inhalte oder nur die am häufigsten besuchten Seiten anzeigt.

Darüber hinaus können Passwörter und Formulareinträge ab sofort automatisch eingesetzt werden. Audioquellen aus Microsoft Edge werden außerdem auch dann noch abgespielt, wenn die App minimiert ist oder im Hintergrund läuft. Ebenfalls neu ist, dass Tabs nun via Drag-n-Drop in neue Fenster gezogen werden können. Die optisch signifikanteste Neuerung dürfte jedoch sein, dass Microsoft ein dunkles Theme integriert hat.

Verbesserte Optik

Natürlich ist im neuen Test-Build von Windows 10 auch die Oberfläche nicht zu kurz gekommen. Continuum, die Funktion zum Wechsel zwischen Desktop- und Tablet-Modus, hat zahlreiche Bugfixes erfahren. Beispielsweise wurden die Animationen im Tablet-Modus ausgebessert, der jetzt auch Windows 8/8.1-Apps und klassische Win32-Apps unterstützt. Via Wischgeste nach oben bekommt man im Startmenü bei Geräten mit Touchscreen Zugriff auf den „Alle-Apps“-Bereich.
Mit einem Klick auf einen Buchstaben in der All-Apps-Liste können Nutzer jetzt zudem schneller zu allen Apps mit diesem Anfangsbuchstaben springen – vorteilhaft für alle, die viele Anwendungen installiert haben. Auf der Taskleiste blinken Apps, die Aufmerksamkeit verlangen fortan Orange auf (beispielsweise wenn eine neue Nachricht eingetroffen ist).

Cortana-Neuerungen

Um Konsistenz zu wahren, hat auch Cortana ein dunkles Theme verpasst bekommen. Darüber hinaus fährt der digitale Sprachassistent jetzt mit einer kombinierten Übersicht für Nutzerprofile und Einstellungen auf. Weiter wurde die Tracking-Funktion für Flüge aktiviert: Wer nun eine E-Mail mit Fluginformationen erhält, kann diese auch in Cortana einsehen und per Sprachbefehl aufrufbar machen. Auf dem Weg nach Hause oder zur Arbeit informiert Cortana jetzt außerdem mit entsprechenden Benachrichtigungen. Und auch das Versenden von E-Mails mit Cortana ist nun möglich – auch an mehrere Empfänger. Letzteres Feature ist allerding nur in der US-amerikanischen und englischen Sprachversion verfügbar.

Keine „Known-Issues“

Auffällig ist, dass es mit der neuen Windows-10-Preview keine „Knows Issues“ gibt. In vorangegangenen Builds hatte Microsoft Informationen zu bekannten, schwerwiegenden Fehlern regelmäßig mitgeliefert. Das könnte bedeuten, dass Microsoft den angekündigten Release-Termin von Windows 10 (29.7.15) nach letzten Tests tatsächlich einhalten kann.

Alle weiteren Infos zur Vorabversion finden sich wie immer im Windows-Blog.

Aufmacherbild: Binocular next to the waterside promenade von Shutterstock / Urheberrecht: Jeff Whyte

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