New York wechselt zum Cloud-basierten Office 365
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Microsoft hat erneut einen dicken Fisch an Land gezogen: Wie jetzt bekannt wurde, wird der Staat New York seine 120.000 Mitarbeiter bis zum Ende des Jahres mit dem Cloud-basierten Office 365 ausstatten.

Microsoft hat erneut einen dicken Fisch an Land gezogen: Wie jetzt bekannt wurde, wird der Staat New York seine 120.000 Mitarbeiter bis zum Ende des Jahres mit dem Cloud-basierten Office 365 ausstatten. Damit schließt sich der Staat New York den Regierungen von Kalifornien, Texas oder Washington und den Beamten der Städte San Francisco, Chicago oder Seattle an.

Nach ausgiebigen Analysen zur Effizienzsteigerung im Auftrag des Gouverneurs Andrew Cuomo seit April 2011 kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass vor allem bei den unterschiedlichen Programmen zur Datenverarbeitung und zum E-Mail-Versand durch einen Wechsel zu einem einheitlichen Anbieter Kosten für Hardware, Lizenzen, Pflege und Strom eingespart werden könnten, die sich auf bis zu drei Millionen Dollar im Jahr belaufen.

Durch die Cloud-Dienste würden viele der administrativen Aufgaben an Microsoft übertragen, sodass die eingesparten Steuergelder unterfinanzierten Projekten zufließen könnten. So ist der Wechsel in den Augen des IT-Direktors des Staates New York, Brian Digman, nicht zuletzt ein wichtiges Signal für andere Behörden. 

Neben den direkten Kosteneinsparungen kommt den Behörden auch eine erhebliche Effizienzsteigerung zugute, was sich vor allem durch den Zugang zu E-Mails, Dokumenten und Kalendern von nahezu allen mobilen Geräten äußert. Gegenüber der InformationWeek stellte Digman dabei auch den Nutzen des Wechsels in Notfallsituationen heraus. So käme die Mobilität und Agilität dem Staat in Krisenzeiten zugute, wenn die Ressourcen der Behörden erheblich strapaziert würden und die Kommunikation aufgrund von Überschneidungen der Systeme unter Umständen nicht mehr reibungslos funktionierten. Da mit Jahresende alle wichtigen Systeme über Microsofts Datencenter koordiniert werden und nicht mehr über die internen Server, sinkt die Belastung der Behörden und ermöglicht auch in Extremfällen eine schnelles Handeln. Dies lässt sich alleine dadurch veranschaulichen, dass zur Zeit über 27 verschiedene E-Mail-Dienste und Daten- und Dokumentenbearbeitungsprogramme genutzt werden, deren Funktionen in Zukunft alle zentralisiert und unter Office 365 zusammengefasst werden.

Der Staat New York wäre nicht in der Lage gewesen, ein vergleichbares Datencenter wie Microsoft zu Sicherung der eigenen Daten zu betreiben und obwohl viele Firmen und Behörden der Cloud noch kritisch gegenüber stehen und besonders sensible Daten vornehmlich auf lokalen Servern speichern, sieht Digman kein erhöhtes Sicherheitsrisiko.

Microsoft Office wird damit immer mehr zur Erfolgsstory, doch gilt dies vor allem für Unternehmen. Private Nutzer generieren den neuesten Quartalszahlen zufolge lediglich einen Umsatz von rund 100 Millionen Dollar bei einem Gesamtumsatz durch Office-365-Abonnements von 1,5 Milliarden.

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