Office for iPad vorgestellt – Produktivität für die mobile Welt
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Endlich ist die Katze aus dem Sack: Seit mittlerweile drei Jahren sind Gerüchte über eine Office-Version für das iPad im Umlauf, doch ein fertiges Produkt haben wir bislang noch nicht gesehen und auch

Endlich ist die Katze aus dem Sack: Seit mittlerweile drei Jahren sind Gerüchte über eine Office-Version für das iPad im Umlauf, doch ein fertiges Produkt haben wir bislang noch nicht gesehen und auch mit Informationen zu einem möglichen Veröffentlichungsdatum hielt sich Microsoft zurück. So hieß es gar, zuerst seien die Touch-optimierten Office-Versionen für Windows an der Reihe, erst danach wolle man sich der iPad-Version widmen.

Umso überraschender kam die Ankündigung des neuen Microsoft-CEO Satya Nadella auf seinem ersten Presseevent gestern in San Francisco. Dort stellte er das lang erwartet Office für das iPad vor, genauer gesagt Word, PowerPoint und Excel. Die Produkte sind keine reinen Portierungen, sondern wurden von Grund auf neu geschrieben und für das Apple-Tablet optimiert. So kann beispielsweise die iPad-Spracherkennung zum Erstellen von Dokumenten genutzt werden und mit Hilfe des AirPlay-Protokolls kann man Inhalte von seinem iPad auf Fernsehbildschirme projizieren. Der Look and Feel von Microsoft Office bleibt jedoch auch auf dem Tablet erhalten – die neuen Produkte sind eben „Unmistakably Office“, wie es im ankündigenden Blogpost so schön heißt.

Folgendes Video gibt einen ersten Blick auf die neuen Apps:

Office für das iPad funktioniert nach einem sogenannten Freemium-Modell, bei dem das Produkt selbst kostenlos ist, man für bestimmte Features allerdings zahlen muss. Die Apps selbst können kostenlos über den App Store bezogen werden und auf allen mit iOS 7 kompatiblen iPads (also auf allen Apple-Tablets außer auf denen der ersten Generation) installiert werden. Anschließend kann man Dokumente öffnen und ansehen. Um diese zu bearbeiten oder um neue Dokumente zu erstellen, ist dann aber ein kostenpflichtiges Office-365-Abonnement vonnöten, das in seiner günstigsten Version mit 99 Euro jährlich zu Buche schlägt. Wer sich nicht sicher ist, ob sich Office 365 Home Premium für ihn eignet, kann das anhand einer 30-tägigen Probeversion herausfinden.

Die jüngste Ankündigung steht im Zusammenhang mit dem von Satya Nadella eifrig propagierten Motto „Mobile first, Cloud first“. Und dazu gehört eben auch die Idee, die Produktivitätsfunktionen der Office-Produktreihe auf zahlreichen mobilen Geräten nutzbar zu machen.

Dazu passt außerdem eine weitere Ankündigung des gestrigen Tages: Die Office Mobile Apps für iPhone und Android können ab sofort ebenfalls kostenlos installiert werden, genauso wie die Version für Windows Phone schon seit längerem. Mit diesen Apps kann man Dokumente sogar bearbeiten. In eine ähnliche Kerbe schlägt die gestern vorgestellte Enterprise Mobility Suite (EMS), die Azure Rights Management Services, Azure Active Directory sowie Windows Intune enthält und BYOD-Szenarien in Unternehmen mit einer heterogenen Gerätelandschaft vereinfachen soll.

Wer nun übrigens davon ausgeht, dass Satya Nadella allein all diese Entwicklungen und die Veröffentlichung der neuen Produkte angestoßen hat, muss eines Besseren belehrt werden. Eine von Mary Jo Foleys Quellen hat ihr nämlich verraten, dass die Entscheidung für eine frühzeitige Veröffentlichung von Office für das iPad schon gefallen sein soll, als Ballmer noch die Zügel in der Hand hatte.

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