Office & Visual Studio 2010 (Teil 3)
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Das Office Fluent User Interface, aka Ribbon UI
VSTO 2010 unterstützt nun auch das Ribbon User Interface von Microsoft Project, InfoPath und den Explorer von Outlook (bisher nur für Inspector Windows).

Das Office Fluent User Interface, aka Ribbon UI

VSTO 2010 unterstützt nun auch das Ribbon User Interface von Microsoft Project, InfoPath und den Explorer von Outlook (bisher nur für Inspector Windows). Wirklich neu ist aber nur die Möglichkeit, Kontextmenüs per XML Markup zu deklarieren (Listing 4). Genauso wie es mit Ribbon Tabs auch funktioniert.


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Die Möglichkeit, die Icons in den Ribbon-Gruppen zu skalieren, wenn das Fenster kleiner bzw. größer gezogen wird und damit an die Platzverhältnisse anzupassen, war bisher nur Office selbst vorbehalten. Mit dieser Version nun das auch für eigene Gruppen möglich. Mit der Property AutoScale kann das erreicht werden. Den Rest erledigt Office. Einfacher geht’s nicht (Abb. 2):

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Abb. 2: AutoScale in eigenem Tab
Abb. 2: AutoScale in eigenem Tab
Vor, auf und hinter der Bühne – die Backstage

Früher (Office 2007) hieß es Office-Menü und war was der Name schon sagt: ein Menü. In Office 2010 haben sich die Office-Designer und -Programmmanager weitere Gedanken dazu gemacht. Es sieht aus wie ein fast normaler Reiter im Ribbon UI und ist es doch nicht. Auf Mausklick öffnet sich nämlich eine Seite, die das gesamte Fenster umspannt. Hier präsentieren sich Operationen wie DRUCKEN, DATEIINFO (Abb. 3) oder SPEICHERN und Senden, etwas, was mit dem gesamten Dokument oder dessen Metadaten getan werden kann.

Abb. 3: Die Backstage von Office 2010
Abb. 3: Die Backstage von Office 2010

An dieser Stelle eröffnet sich dem Entwickler auch der größte Teil der Neuerungen. Erweiterungen aller Art können in die Backstage integriert werden. Vorstellbar wären Status und Eingriffsmöglichkeiten von Workflows, in denen sich das aktuelle Dokument gerade befindet, Speichern auf und Verwalten von Sharepoint Workspaces oder auch die Steuerung eines kleinen Redaktionssystems auf Word-Basis und Zusammenführung und Versionsverwaltung mit SharePoint.

Backstage-Programmierung

Was auf der linken Seite der Backstage wie ein Menü aussieht, ist in Wirklichkeit ein vertikales Tab-System, das programmtechnisch den gleichen Regeln folgt wie die (horizontalen) Ribbon Tabs. Die einzelnen programmierbaren Elemente sind Abbildung 4 zu entnehmen.

Abb. 4: Bestandteile der Backstage
Abb. 4: Bestandteile der Backstage

Das Primary Item in einem Backstage Tab ist die Hauptaktion der jeweiligen Gruppe. Top und Bottom Items bieten optionale Einstellungen oder Informationen zur Hauptaktion an. Es können bis zu zwei Spalten angelegt werden, die im Normalfall in Verhältnis 50:50 aufgeteilt sind. Die Eigenschaft columnWidthPercent gibt an, welchen prozentualen Anteil an der Gesamtbreite die erste Spalte einnimmt.


  
    

      
        
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