Office & Visual Studio 2010 (Teil 4)
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Schnelle Befehle
Eine besondere Bedeutung kommt dem Fast Command zu. Ein solcher kann anstelle eines Backstage Tabs den direkten Zugriff auf eine Aktion zulassen. Es ist wohl müßig zu erwähnen, dass

Schnelle Befehle

Eine besondere Bedeutung kommt dem Fast Command zu. Ein solcher kann anstelle eines Backstage Tabs den direkten Zugriff auf eine Aktion zulassen. Es ist wohl müßig zu erwähnen, dass damit sparsam umgegangen werden sollte:

In bestehende Tabs integrieren

Es gibt immer wieder Situationen, in denen es erforderlich wird, sich in bestehende Tabs zu integrieren. Während eine Ergänzung bestehender Funktionalität möglich ist, kann nichts Vorhandenes verändert oder entfernt werden. Für eine Erweiterung des Drucken-Tabs muss lediglich die richtige ID des eingebauten und zu erweiternden Tabs angegeben werden. Das geschieht mit Hilfe der Property idMso des Tabs:

...

Alles andere erfolgt nach demselben Prinzip wie oben beschrieben.

Bei all dem Ribbon XML sei noch anzumerken, dass es auf die Reihenfolge ankommt: Commands, Ribbon, Backstage, ContextMenu. So gebietet es das Schema.

TaskPane, FormRegion & Co.

Natürlich können auch für Office 2010 dokument- und applikationszentrische TaskPanes, SmartTags und Form Regions entwickelt werden. Die zugrundeliegenden Prinzipien wurden nicht angetastet, weshalb hier auch nicht näher darauf eingegangen werden soll.

Projektübernahme aus Vorgängerversionen

In Visual Studio 2010 geöffnete Projekte aus Version 2008 (VSTO 3.0) können automatisch konvertiert werden. Wird das Zielframework nachträglich umgestellt, so erfordert das einen Neustart der Entwicklungsumgebung.

Unterstützte Versionen für ein Upgrade der Projekte sind VSTO 2005, VSTO 2005SE und VSTO 3.0. Dabei werden die Einstellungen für die VSTO Runtime, die Version des .NET Frameworks (falls Abb. 5).

Document-Level Customizations für Office 2003 können nur aktualisiert werden, wenn auch Office 2007 oder 2010 installiert ist. In diesem Fall sollte auch das Dateiformat von binär auf Open XML geändert werden (wird ebenfalls durch die Einstellung in Abb. 5 gesteuert). Für den Fall, dass Windows Forms Controls enthalten sind, muss VSTO 2005SE während des Upgrades installiert sein. Die Komponenten werden zwar auf den neuesten Stand gehoben, zum Konvertieren wird aber noch einmal die alte Runtime benötigt. Sind alle Projekte konvertiert, kann die VSTO 2005SE Runtime deinstalliert werden.

Windows Installer Setup-Projekte werden zwar konvertiert, die Inhalte, wie z.B. Registry-Einträge oder Pre-Requisites bleiben aber unangetastet und müssen manuell angepasst werden.

Abb. 5: Upgrade-Verhalten steuern
Abb. 5: Upgrade-Verhalten steuern
Fazit

Die Neuigkeiten sind stark von Office 2010 geprägt. Die Backstage wird von Beginn an sehr gut unterstützt. Aber auch die Möglichkeit, neben den beiden letzten Office-Versionen auch die beiden letzten .NET Frameworks zu unterstützen, erleichtert das Entwickeln von Office Erweiterungen. Es gibt nun sogar ein Szenario, bei dem außer dem Add-In nichts weiter verteilt werden muss: Ein Add-In für Office 2010 mit Windows 7 als Zielsystem, entwickelt gegen das .NET Framework 3.5. Warum? Windows 7 bringt das .NET Framework 3.5 mit, Office 2010 die VSTO 2010 Runtime und die Interop Types kann man einbetten. Wenn das mal nichts ist.

Jens Häupel ist seit der ersten Beta von .NET ein Verfechter von managed Code. Er beschäftigt sich mit der Anwendungsintegration in Microsoft Office und betreut Microsoft Partner bei der Software-Entwicklung. Er ist regelmäßig als Sprecher auf Entwicklerkonferenzen wie BASTA! oder Microsoft Technical Summit unterwegs. Sie können ihn über seinen Blog erreichen.

In der dot-NET Magazin-Ausgabe 9.2010 finden Sie einen Themenschwerpunkt zu Office 2010. Das Heft liegt ab dem 4. August 2010 an den Kiosken aus und kann ab diesem Zeitpunkt auch über die Magazinseite bestellt werden.
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