OneDrive-Modifikation in Windows 10 löst Welle der Kritik aus
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Mit dem zweiten Update der Windows 10 Technical Preview hat Microsoft ein grundlegendes Feature der OneDrive-Synchronisation geändert. Während zahlreiche weitere Veränderungen sowie neue Touch-Gesten zur vereinfachten Bedienung überwiegend gut aufgenommen wurden, verärgerte dieses Feature einige Nutzer.

Mit Windows 8.1 hat Microsoft Platzhalter für Cloud-Dateien eingeführt. Die Platzhalter-Dateien werden dazu genutzt, verfügbare Dateien und Dokumente anzuzeigen. Alle vom Nutzer geöffneten Dokumente werden dann automatisch synchronisiert.

Die aktuelle Implementierung ist insbesondere für Windows-Maschinen mit kleinen Disketten geeignet und fand ihren Weg auch in die Vorschauversion von Windows 10, bis sie mit dem jüngsten Update entschwand. Grund hierfür war die Irritation, die die Änderung bei vielen Nutzern auslöste.

We were not happy with how we built placeholders, and we got clear feedback that some customers were confused,

kommentierte OneDrives Program Manager Jason Moore. Hinzu kam außerdem, dass einige Anwendungen nicht mit den Platzhaltern kompatibel waren.

Die Änderungen brachte Microsoft einige Kritik von Seiten der Windows-10-Nutzer ein. Eine Testerin unterbreitete einen Feature-Vorschlag, der auf die Rücknahme der ungeliebten Änderung zielte. Schon in wenigen Tagen fand sie dafür die Unterstützung von über 3700 Nutzern der Testversion – die Zahl erhöht sich noch immer rapide. Wenigstens eine Option für Power-User solle zudem bestehen, um erneut alle OneDrive-Dateien im Datei-Explorer angezeigt zu bekommen, ob sie synchronisiert sind oder nicht.

Erneute Änderungen noch nicht fix

Mit dem vor wenigen Tagen veröffentlichten Build 9879 erfolgt die Synchronisation innerhalb der OneDrive Sync App, die im Hintergrund läuft und über ein Symbol im Infobereich erreichbar ist. Eine automatische Synchronisation aller Dateien erfolgt jedoch nur unter dafür idealen Bedingungen – wenn lokal sehr viel Speicherplatz bereitsteht und auf OneDrive weniger als 500 MByte belegt sind.

In der Regel muss der Nutzer daher zu synchronisierende Ordner auswählen, indem er sie in einer Baumstruktur markiert. Da es keine Platzhalter mehr für nur online verfügbare Dateien im Explorer gibt, sind diese dann nur über den Zugriff auf OneDrive mit einem Webbrowser in Erfahrung zu bringen.

Jason Moore zu den Änderungen:

The experience you get in Windows 10 build 9879 is just the beginning. Microsoft is planning to bring back the key features of placeholders „longer term“, but it’s not clear if that will ship with the final version of Windows 10 or not.

Aufmacherbild: Ocean Storm von Shutterstock / Urheberrecht: Nejron Photo

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