Online-Shops auf dem Prüfstand – 6 A/B-Tests zur Shop-Optimierung
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Online-Shops stehen bei vielen Forschern im Fokus, und das ist kaum verwunderlich – immerhin bieten E-Commerce-Seiten vielfältige Möglichkeiten für Analyseansätze, gerade, was die Effektivität der Website und ihre Wirkung auf den Nutzer angeht.

Dementsprechend dürfte den Online-Shop-Betreibern daran gelegen sein, ihre Seite kontinuierlich zu verbessern und mithilfe von A/B-Tests verschiedene Design-Elemente zu erproben.

Was ist aber überhaupt ein guter Anfangspunkt für A/B-Tests? Julie Liu geht dieser Frage nach und erklärt, welche sechs Tests besonders geeignet sind, E-Commerce-Seiten zu optimieren.

Homepage, Call to Action und Checkout-Prozess testen

A/B-Tests sind ein gebräuchliches Mittel, um die Effektivität eines Website-Designs zu überprüfen, indem dem Besucher eine von zwei Seitenvariationen gezeigt und anschließend ausgewertet wird, welche Version mehr Conversion bietet. Dafür braucht man natürlich Vergleichswerte zur aktuellen Performance des Online-Shops, die evaluiert werden sollten, bevor man sich in die Design-Element-Tests stürzt.

Als erstes bietet sich an, das gesamte Homepage-Design zu testen und dabei zum Beispiel mit dem Aussehen der Titel und Überschriften zu experimentieren. Auch Slider oder Karussells sind ein wichtiges Testobjekt, immerhin können sie direkten Einfluss auf die Conversion nehmen.

Genauso sind auch die sogenannten Call-to-Action-Elemente ein wichtiger Faktor für die Effektivität des Shop-Designs. Dabei spielen vor allem die Farbe, Größe und Schriftart eine große Rolle und müssen zum Gesamtbild des Shops passen, um möglichst viel Conversion zu generieren.

Ein weiteres Element, das für A/B-Tests bei einem Online-Shop auf der Testobjekt-Liste stehen sollte, ist der Checkout-Prozess. Dabei gibt es sowohl die Möglichkeit, einen fünf-seitigen Checkout zu nutzen, als auch die Option, den gesamten Prozess auf einer Seite abzuwickeln. Beide Formen haben Vor- und Nachteile; dementsprechend helfen A/B-Tests, die richtige Form für den eigenen Online-Shop zu finden.

A/B-Tests für Produktbilder, Soziale Vernetzung und Bepreisung

Was die Darstellung von Bildern im Internet angeht, scheiden sich die Geister. Für Produktseiten bietet es sich natürlich an, möglichst hochauflösende Bilder zu verwenden, die den Fokus auf das Produkt setzen. Allerdings sind sie nicht zwingend die effektivsten Produktbilder. Stattdessen können Änderungen der Hintergrundfarbe oder des Betrachtungswinkels sowie die Präsentation des Produkts durch ein Model in A/B-Tests auf ihre Effektivität überprüft werden.

Immer mehr Websites tendieren dazu, ihre Social-Media-Kanäle samt Follower-Anzahl zur Schau zu stellen. Allerdings profitieren nicht alle Shops davon; darum ist es ratsam, vertrauensbildende Elemente wie Bezahl-Logos oder Sicherheitszertifikate auf ihre Wirksamkeit zu testen.

Eine besonders heikle Angelegenheit kann das Testen der Bepreisung und Werbung sein. Während der A/B-Testphase könnten Kunden annehmen, dass die Produkte unfair bepreist werden und so für einen Rückgang der Conversion und Verärgerung bei den Kunden gesorgt werden. Um das so gering wie möglich zu halten, sollten diese Testphasen möglichst kurz und in Zusammenarbeit mit einem Profi auf dem Gebiet durchgeführt werden.

Natürlich gibt es für die erfolgreiche Durchführung von A/B-Tests noch einiges mehr zu beachten, wie etwa diese 8 Regeln für erfolgreiche A/B-Tests zeigen. Besonders wichtig ist es vor allem, nur ein Element pro Testphase zu prüfen; bei mehreren modifizierten Elementen gleichzeitig werden die gewonnen Daten nur unnötig schwierig zu interpretieren. Dann dürfte dem erfolgreichen A/B-Tests aber nichts mehr im Weg stehen.

Aufmacherbild: Fixation of tissue samples for microscopy in laboratory von Shutterstock / Urheberrecht: anyaivanova

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