"open source needs to be fun": Lukas Smith zieht sich aus dem PHP-Core-Team zurück
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Es gibt nichts Schlimmeres, als sich für eine Sache aufzureiben, von der man das Gefühl hat, dass sie eigentlich Spaß machen müsste. Wenn das geschieht, positives Feedback ausbleibt und jede Aktion

Es gibt nichts Schlimmeres, als sich für eine Sache aufzureiben, von der man das Gefühl hat, dass sie eigentlich Spaß machen müsste. Wenn das geschieht, positives Feedback ausbleibt und jede Aktion in einem Kampf ausartet, dann ist es an der Zeit, sich Gedanken über Änderungen zu machen. So geschehen bei Lukas Kahwe Smith, der jetzt in seinem Blog seinen Ausstieg aus dem PHP-Core-Team begründet hat.

At this point I just feel that if I continue to fight for the kinds of changes I want, then I feel that the harm from fighting is too great relative to the potential gains of these changes. But at the same time the status quo is no fun for me.Lukas Kahwe Smith, 2010

Vor einigen Tagen bereits hatte Lukas via Twitter und in der internen Mailing-List seinen Rückzug bekannt gegeben. Er unterstützte Johannes Schlüter bei dessen Aufgaben als Release Manager für PHP 5.3 und machte sich dafür stark, die Vorgänge des Teams für Aussenstehende transparenter zu machen.

In letzter Zeit hatte er verstärkt das Gefühl, dass jede Aktion in einen kleinen Kampf ausartete. Was einige in seinen Augen vielleicht genossen, konnte er jedoch nicht mehr als Spaß bezeichnen. Zu viel Zeit sei in diesen Grabenkämpfen verloren gegangen.

Enttäuscht zeigt er sich auch von der Tatsache, das er in seinen Kämpfen keinerlei Rückendeckung erhält. Er habe zwar oft das Gefühl, für eine breitere Masse an Menschen zu sprechen, aber merkt auch an: why aren’t these silent masses not speaking up .. maybe because they do not exist?

So sei er schließlich zu der Entscheidung gekommen, dass er keine Lust mehr habe, seine Freizeit für etwas zu Opfern, dass ihm keinen Spaß mehr bereitet. In Zukunft möchte er sich verstärkt um die Dinge kümmern, die ihm sonst noch am Herzen liegen: das Symfony-Framework, Doctrine und un-informed.org. Außerdem möchte er mehr über Datenbank-Technologien lernen.

Wir wünschen Lukas viel alles Gute und sind uns sicher, bald wieder von ihm zu hören.

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