Technical Summit 2014: "Das dürfen wir noch nicht verraten"

Open Source! .NET 5 wird über NuGet ausgeliefert
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Während der ersten beiden Tage des Microsoft Technical Summit 2014 in Berlin bauten die Speaker ein kleines Mysterium auf. Parallel fand nämlich die Connect Conference in New York statt, auf der „großartige“ Neuigkeiten veröffentlicht werden sollten.

Ständig hörte man den Satz: „Dazu dürfen wir jetzt noch nicht mehr verraten“. In der Abschluss-Keynote, die von Marc Strigel (COO von Soundcloud) mit einem Vortrag eingeleitet wurde, wurden dann auch die News aus New York vorgestellt. Und die hatten es in sich!

Mit den Ankündigungen aus New York zeigt Microsoft endgültig seine neue Offenheit. Das neue .NET Core 5 Framework ist vollständig modular aufgebaut und wird via NuGet ausgeliefert. Damit wird es möglich, ein eigenes spezifisches Core Framework mit der eigenen Anwendung auszuliefern. Die Installation eines großen .NET Frameworks ist auf den Endgeräten nicht mehr notwendig. Ein weiterer Vorteil: Neue Versionen des Frameworks beeinflussen nicht länger die Funktionalitäten der eigenen Anwendung.

Die größte Neuigkeit aus der Sicht des Autors ist allerdings das Öffnen des gesamten Frameworks: in Zukunft wird es die .NET Core CLR auf allen Plattformen geben: Linux, Mac und Windows! Und vor allem: Sie wird Open Source – zu finden auf GitHub unter https://github.com/dotnet. Der Code für RyuJit und .NET GC wird ebenfalls geöffnet und Cross-Plattform-fähig gemacht.

Ein weiterer großer Schritt wird mit ASP.NET 5 gemacht, das ebenfalls für Linux, Mac und Windows zur Verfügung stehen wird. Der Code kann unter https://github.com/aspnet gefunden und die Arbeit an dem Projekt dort verfolgt werden. ASP.NET 5 kommt mit einem eigenen Webserver für Mac und Linux namens kestrel. Kestrel basiert auf libuv und hat damit den gleichen Unterbau wie Node.

All diese Neuigkeiten sind großartig! Diese nun wirklich neue Offenheit von Microsoft bedeutet nicht unbedingt, dass Unix-, Linux- und Mac-Jünger sich jetzt auf das .NET Framework einlassen, sondern vielmehr, dass die .NET Community nun auch Software auf anderen Plattformen verteilen kann. Diese Plattformen erhalten damit einen enormen Zuwachs an Entwicklern und Produkten. Es wird spannend und es bleibt abzuwarten, was die Community sich einfallen lassen wird und welche großartigen Anwendungen auf den anderen Systemen erscheinen werden. Für Microsoft ist diese ganze Entwicklung mit Sicherheit ein riesengroßer Schritt in die richtige Richtung. Das Unternehmen beweist damit seinen neuen Kurs unter der Führung von Satya Nadella.

Aufmacherbild: Explosion in the old hall von Shutterstock / Urheberrecht: Michal Zduniak

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