PC-Industrie profitiert vom Windows-XP-Ende
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Das erste Quartal des Jahres 2014 verheißt nichts Gutes für die PC-Industrie. So sind die weltweiten Absatzzahlen von PC-Komplettsystemen verschiedenen Berichten zufolge im Vergleich zum Vorjahr um bis

Das erste Quartal des Jahres 2014 verheißt nichts Gutes für die PC-Industrie. So sind die weltweiten Absatzzahlen von PC-Komplettsystemen verschiedenen Berichten zufolge im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 5 Prozent rückläufig.

Die Zahlen unterscheiden sich dabei zum Teil gravierend, so berichtet beispielsweise IDC von einem Rückgang der Absatzzahlen um 4,4 Prozent, während Gartner auf der anderen Seite von 1,7 Prozent ausgeht. Eine solche Diskrepanz zwischen verschiedenen Ergebnissen, besonders solchen, die zum Ende eines Quartals veröffentlicht werden, ist jedoch nicht ungewöhnlich und rührt in diesem Fall daher, dass unterschiedliche Definitionen von PC-Komplettsystemen verwendet werden.

So erfasst IDC neben Desktopsystemen auch Portables, Ultraslim Notebooks und Workstations unter dem Begriff PC, dafür aber keine Handhelds, x86 Server und Tablets, während Gartner neben Desktop-Computern auch mobile Geräte unter „PC“ deklariert, beispielsweise x86-Tablets mit Windows 8.

Ganz gleich, welche Definition wohl richtig sein mag, kann man nach diesen Zahlen darüber spekulieren, ob der Niedergang der PC-Industrie, wie seit längerem von Experten prognostiziert, weiterhin so gegeben ist. Die Analysten von Gartner gehen davon aus, dass sich das Ende des Windows-XP-Supports am 8. April positiv auf den Absatzmarkt auswirkt. So werden die Verkäufe in Europa, Afrika und im Nahen Osten wohl leicht ansteigen, was auf die populäre Verbreitung von Windows XP in diesen Ländern zurückzuführen ist.

Loren Loverde, Vizepräsident des IDC Worldwide PC Trackers Team, äußerte sich zu den veröffentlichten Quartalszahlen und warnte vor den neuesten Entwicklungen. So stabilisiere sich zwar der Kapitalmarkt, was auch zu einer Stabilisierung von PC-Verkäufen führen dürfte, gleichzeitig aber gebe es nicht sonderlich viele Wachstumsgelegenheiten, was der Branche langfristig erheblich schaden würde. Das Ende von Windows XP scheint so gesehen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein zu sein.

Aufmacherbild: Modern personal computer on a table von Shutterstock / Urheberrecht: George Dolgikh

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