PDC10 HTML5 Azure und Windows Phone 7 im Fokus
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Die diesjährigen Professional Developers Conference stand ganz im Zeichen des Cloud-Dienstes Windows Azure, der mobilen Plattform Windows Phone 7 sowie HTML5 und Internet Explorer 9. Die diesjährige

Die diesjährigen Professional Developers Conference stand ganz im Zeichen des Cloud-Dienstes Windows Azure, der mobilen Plattform Windows Phone 7 sowie HTML5 und Internet Explorer 9. Die diesjährige PDC fällt im Vergleich zu den bisherigen Events kleiner aus und findet diesmal im Heimatort Redmond statt. Microsoft begründete das verkleinerte Umfeld mit dem Schwerpunkt auf Cloud-Technologien und die neue mobile Plattform.

Steve Ballmer erkennt in HTML5 die neue „Lingua franca“ der IT-Welt, berichtet das PC Magazine. Diese diene als Bindeglied zwischen Front- und Backend. Gemeinsam mit der der Hardwarebeschleunigung von HTML5 und dem IE9 solle so die volle Leistung des PCs und des Webs zur Entfaltung gebracht werden. „We want the web to feel more like native applications“, sagte Ballmer in seiner Keynote. Die Betaversion des IE9 wurde etwa zehn Millionen Mal heruntergeladen, die endgültige Version des Browsers soll Anfang 2011 folgen. Microsoft hat zudem einen neuen Test-Drive-Site für den IE9 eingerichtet.

Über Windows Phone 7 sagte Ballmer: „Windows Phone is a different kind of phone. It looks different and works different.“ Er merkte an, dass sich Windows Phone 7 noch in einem frühen Stadium befinden würde, dennoch wollte er keine Zweifel aufkommen lassen, wie wichtig das Projekt für Microsoft sei. „Make no mistake about it: when it comes to Windows Phone, we’re all in“, fügte er an.

Der Erfolg von Windows Phone 7 würde mit den dafür angebotenen Apps stehen und fallen. Dazu könnten letztlich nur die App-Developer selbst beitragen, denen Microsoft ein freies Smartphone mit Windows Phone 7 verspricht, berichtet CNN. „Just load ‚em up with applications. You write those apps, drive them forward“, spornte Ballmer die Entwickler daher an.

Zwei Jahre nach dem Beginn des Aufbaus der Azure-Plattform beginnt Microsoft damit, diese allmählich umzusetzen. Das Unternehmen wird seine Cloud-Dienste in drei Bereichen anbieten: „infrastructure as a service“, „platform as a service“ und „software as a service“. Bisher sind über 20.000 Anwendungen in Windows Azure gehosted, berichtet das MCP Magazine. Bob Muglia, der Präsident des Server- und Tool-Bereichs, kündigte die Windows Azure Virtual Role an. Diese soll es ermöglichen, Windows Server 2008 R2 in der Cloud laufen zu lassen. Windows Azure und SQL Azure bilden das Rückgrat des Bereichs „platform as a service“.

Einige der Cloud-Dienste, welche bei der PDC09 vorgestellt wurden, werden nun in eine Preview-Phase übergeben. Dazu gehört unter anderem das Windows Azure AppFabric Caching und AppFabric Service Bus Enhancements. Microsoft gab auf der PDC10 zudem auch die AppFabric Composite App Services bekannt. Sie basieren auf einem Composition-Modell, das Entwickler in Azure erstellen können, indem sie über Visual Studio ein App-Cloud-Template und eine Designer-Oberfläche verwenden.

Microsoft kündigte auch einen Marketplace für Windows Azure an, der im Dezember in einer Beta-Version erscheinen könnte. Das „Dallas“-Konzept für Daten-und Content-Provider soll darin integriert werden. Java könnte zudem eine größere Rolle auf der Azure-Plattform zukommen, als eigentlich vorgesehen, berichtet The Register. Azure habe einen überraschend Zuwachs von Enterprise-Kunden erlebt. Diese wollen jetzt ihre Server-seitigen Anwendungen der Java Enterprise Edition besser in Azure integrieren.

Die bisherige Keynote und weitere Sessions der PDC10 können wieder per Live-Stream angeschaut werden.

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