"personal breaking news: bye bye #studivz"
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Nachdem es eine zeitlang Mode war, Beziehungen via SMS zu beenden, sind wir mittlerweile wohl endgültig im Web 2.0 angekommen. Zumindest was Ankündigungen über Abgänge angeht. So hat Jodog Batlogg,

Nachdem es eine zeitlang Mode war, Beziehungen via SMS zu beenden, sind wir mittlerweile wohl endgültig im Web 2.0 angekommen. Zumindest was Ankündigungen über Abgänge angeht. So hat Jodog Batlogg, CTO und dritter Geschäftsführer von StudiVZ, gestern mit knappen Worten auf Twitter seinen Rücktritt bekannt gegeben: personal breaking news: bye bye #studivz. looking forward to exciting new ventures!

Über die Gründe kann bisher nur spekuliert werden. Batlogg selbst hat in einem zweiten Tweet lediglich geschrieben, dass kein gemeinsames Ziel in der Geschäftsführung gefunden werden konnte. Auch die Meldung im VZlog gibt keine weiteren Auskünfte über das Ausscheiden Batloggs.

Unter seiner Leitung hatten die VZ-Netzwerke im letzten Jahr einen gehörigen Schub verzeichnen können. So bietet der Social-Networking-Dienst mittlerweile eigene Apps, auch Videos können nun im Stream der Nutzer angezeigt werden. Freilich reichten diese Bemühungen bei Weitem nicht aus, um den Vormarsch von Facebook in Deutschland zu bremsen, dennoch konnte man die Chance nutzen und Flagge zeigen.

Auf Batloggs Konto ging auch eine viel beachtete Keynote mit dem Titel Bugfree, agil und überhaupt auf der IPC / WebTech im vergangenen Jahr. Im Vorfeld lies er damals unter anderem provokant verlauten, dass studiVZ bugfree sei.

Batlogg hatte das Amt im Januar 2009 von Dennis Bemann übernommen. Als Nachfolger steht Volker Schmidt in den Startlöchern, der bisherige Leider der Development Operations bei VZnet. Er möchte den eingeschlagenen Kurs beibehalten und weiterhin dafür sorgen, dass der Abstand zu Facebook nicht größer wird. In den Reihen der Geschäftsleitung gibt man sich versöhnlich:

Wir danken Jodok Batlogg insbesondere für seine technische Expertise, die er als CTO in zentralen Projekten für die Weiterentwicklung unserer Plattform erfolgreich eingebracht hat.Clemens Riedl, 2010

Über das zukünftige Betätigungsfeld Batloggs ist noch nichts bekannt. Fakt ist: er polarisiert und hat das Zeug, Projekte voranzubringen. Es dürfte also nicht lange dauern, bis wir wieder von ihm hören werden.

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