PhoneGap 2.6.0 und der Traum von einer aufgeräumten Versionierung
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PhoneGap ist der Ursprung und heute die bekannteste Distribution des Mobile-App-Frameworks Apache Cordova. Vor etwa einem Jahr hatte Adobe sein Baby in den Incubator der Apache Foundation gelegt, wo es

PhoneGap ist der Ursprung und heute die bekannteste Distribution des Mobile-App-Frameworks Apache Cordova. Vor etwa einem Jahr hatte Adobe sein Baby in den Incubator der Apache Foundation gelegt, wo es vor einem halben Jahr den Top-Level-Status erhielt und seitdem in etlichen Varianten professionell zum Einsatz kommt. Wäre PhoneGap diesen Schritt nicht gegangen, hätte eine unkontrollierte Fragmentierung dem Projekt fast die Community gekostet.

In einem Blog Post holte PhoneGap-Entwickler Brian Leroux vor einem Jahr weit aus und erklärte, dass insbesondere zwischen Versionen 1.4 und 1.8 dermaßen starke Risse in der Abwärtskompatibilität entstanden sind, dass das ganze Projekt fast gescheitert wäre. Schuld war unter anderem, dass den Committern nicht klar kommuniziert wurde, wo die zentrale Sammelstelle für ihre Beteiligungen am Code ist. Dies hatte zur Folge, dass auf dem einen Ende Features gekappt wurden, die am anderen Ende mit viel Aufwand erstellt und bitter benötigt wurden. In einem letzten schmerzhaften Akt sollte die Fragmentierung ein Ende finden. Leroux schrieb dazu:

[…]we’re shipping a new effort that unifies the JavaScript implementation of Cordova into a single canonical source. There may never be a single JS file to rule all Cordova platforms but we put a stop to unnecessary duplication and centralize our JS writing efforts. Through this, we have tickled out many small inconsistencies between platforms; and deprecated some of the rougher edges. This has broken things, namely 3rd party plugins, which have up to this point not been officially supported.

Nun, ein Jahr und eine komplette Versionsnummer später, begrüßen wir PhoneGap 2.6.0, das perfekt zeitgleich mit Cordova 2.6.0, Feature-identisch erscheint (Änderungen und Features entnehmt Ihr dem 400-zeiligen Changelog am besten selbst). Übrigens läuft der Release-Prozess mittlerweile recht flüssig, wie man im JIRA der Apache Foundation nachverfolgen kann. Schon im Juli können wir mit Cordova 3.0 rechnen.

Wie man erkennt, ist es nicht so leicht, mit seinem Projekt die Open-Source-Welt zu erobern. Manchmal bedarf es wohl einer führenden Hand, will man eine Fragmentierung und damit den Untergang der Marke vermeiden. Genau dies war bei PhoneGap damals aus den Fugen geraten, weshalb man sich wohl letzten Endes an Apache wandte. Nun kann sich das Unternehmen mehr auf Service als sein Kerngeschäft konzentrieren, und die Community sich auf eine stabile Code-Basis von Cordova verlassen.

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