Architekturzentrierte, modellgetriebene Softwareentwicklung für das Zikula Application Framework

PHP braucht keinen Code
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Fazit

Axel Guckelsberger & Cornelius Wille

Axel Guckelsberger ist selbstständiger Softwarearchitekt und engagiert sich als Core-Entwickler im Rahmen verschiedener Aktivitäten für das Zikula-Framework.

Fazit

Axel Guckelsberger & Cornelius Wille

Axel Guckelsberger ist selbstständiger Softwarearchitekt und engagiert sich als Core-Entwickler im Rahmen verschiedener Aktivitäten für das Zikula-Framework. Das Projekt ModuleStudio hat er im Rahmen seiner Diplomarbeit konzipiert. Sie erreichen ihn per Mail unter info@guite.de. Cornelius Wille ist in praxisorientierten Entwicklungs- und Forschungsprojekten im Bereich Software Engineering tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Softwarequalitätsmanagement und -messung sowie aktuelle Neuerungen mobiler Informationssysteme. Er ist unter wille@fh-bingen.de zu erreichen.

Im PHP-Umfeld werden zunehmend Frameworks verwendet, um individuelle Anwendungen zu entwickeln. Trotz mächtiger Mittel zur schnellen und einfachen Realisierung eigener Erweiterungen fehlen oftmals Wege zur langfristigen Wartung derselben.

Am Beispiel von ModuleStudio wurde in diesem Artikel vorgestellt, in welche Richtung sich die Softwareentwicklung bewegen kann, um steigende Erwartungen an Qualität und Wartbarkeit bei schrumpfenden Zeit- und Kostenrahmen zu erfüllen. Während fachliche Anforderungen nahezu in Echtzeit in eine abstrakte und langlebige Modellform umgesetzt werden, geschieht die eigentliche Implementierungsarbeit in möglichst hohem Grad automatisiert. Der Entwicklungsprozess kann sich somit auf das konzentrieren, was eine Anwendung von anderen unterscheidet. Lästige Fleißarbeiten wie das Schreiben und Testen architekturkonformen Codes, das Reagieren auf architektonische Änderungen und die Umsetzung von späteren fachlichen Anpassungen oder Erweiterungen können weitestgehend entfallen.

Insbesondere Frameworks profitieren vom modellgetriebenen Ansatz, da mithilfe von Validierungsregeln die Konformität von Modellen erzwungen werden kann. Alle generierten Erweiterungen halten sich automatisch an die Regeln, die das Framework aufstellt. Der Entwickler muss sich nicht mehr damit beschäftigen, wie die Implementierung auszusehen hat, da dieses Wissen zentral im Generator gepflegt wird.

Je mehr Anwendungen es gibt, die auf gleiche Weise implementiert werden und technisch gesehen einer Softwaresystemfamilie angehören, desto rentabler wird diese Arbeitsweise. Langweiliges wiederholtes Implementieren sich ähnelnder Codes ist damit ebenso Vergangenheit wie durch Kopieren von Codeteilen verursachte Flüchtigkeitsfehler.

Mithilfe verschiedener Generatoren können sogar unterschiedliche Arten von Anwendungen aus demselben Modell erstellt werden. Wechselt der Kunde sein System, ist eine Neuerstellung und Migration eigener Erweiterungen so relativ leicht zu bewerkstelligen. Langfristig ist ein weiterer Abstraktionsschub möglich, indem den Modellen in ModuleStudio fachliche Kaskaden übergestülpt werden, die die Modellierung weiter vereinfachen. Wir würden uns freuen, wenn Sie dieser Artikel angeregt hat, sich ein wenig mit Zikula und ModuleStudio zu beschäftigen. Erleben Sie selbst, wie einfach Programmieren sein kann!

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