PHP: Nette Nachbarn oder plündernde Piraten?
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Der PHP-Blogger Pádraic Brady hat sich in seinem jüngsten Artikel damit befasst, wie sozial abgeschnitten PHP vom Rest der Entwicklerwelt ist und welches Hauen und Stechen zwischen den Lagern innerhalb

Der PHP-Blogger Pádraic Brady hat sich in seinem jüngsten Artikel damit befasst, wie sozial abgeschnitten PHP vom Rest der Entwicklerwelt ist und welches Hauen und Stechen zwischen den Lagern innerhalb der PHP-Gemeinde stattfindet: Die einen wollen das Beste der konkurrierenden Sprachen haben, die anderen wollen PHP einen selbstständigen, professionellen Anstrich verpassen.

Schon auf Web-Konferenzen tun sich PHP-Entwickler regelmäßig schwer, die Fahne ihres Lagers gegenüber Ruby-/Python- oder Java-Leuten hochzuhalten, setzt Brady fort. Doch PHP-Entwickler wissen, dass die anderen nur neidisch sind: PHP hat kein richtiges OOP-Modell, ist hässlich wie die Nacht, hat eine wahllose Parameter-Reihenfolge, und ist Jahre im Rückstand, was die Übernahme von Best-Practices angeht. Andererseits wird es immer schneller, bleibt sehr populär, hat das beste Referenz-Handbuch der Erde, Frameworks wie Sand am Meer und ist (seit GitHub) ein Brutkasten für innovative Bibliotheken.

Im Folgenden erklärt Brady, dass PHP viel weniger ausgereift ist, als es sich (dem professionellen Umfeld zuliebe) selbst darstellt. Doch dass PHP so unausgereift ist, empfindet er als großes Plus gegenüber der Konkurrenz mit ihren Fünf-Jahres-Zyklen. Auf diese Art kann PHP ständig auf die Ideen der Peers schauen und sich die Rosinen zusammenpicken und die Nase (im Web) vorn behalten, statt auf dem schlichten HTML-Präprozessor-Stand auszuharren, wo es einst begonnen hatte.

Und hier, so behauptet Brady, scheiden sich die Geister bei PHP, denn manche lieben es, das Rad neu zu erfinden und damit anzugeben (was alle gleichzeitig tun, und jeder wie er will), wieder andere wünschen sich eine einheitliche Praxis wie bei Ruby. Doch so ein „PHP Motto“ fehlt völlig. Und wenn es das gäbe, dann hieße es allenfalls „Raub sie aus, Kumpel!“ – nicht besonders werbewirksam für die Arbeit mit Profis.

Die nächsten großen Bedrohungen für das PHP-Schiff (das nach Bradys Darstellung unter dem Jolly Roger segelt) werden Ruby on Rails 4.0 mit seinem ausgereiften Anstrich sein sowie Node.js mit seinem nicht-blockierenden Input-Output-System. PHP Menschen wüssten über Node nur soviel, dass es irgendwas mit JavaScript sei, das sich rasend schnell auf unser Schiff zubewegt und drauf und dran ist, die Ziellinie zu überqueren. Es wird Zeit, ihm das glänzende Zeug abzunehmen!

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