Höhere Nutzerfreundlichkeit und erfolgreicheres SEO

Shopware: 7 Tipps für eine verbesserte Usability
2 Kommentare

Shopware gehört zu meistgenutzten Systemen für den Aufbau und Betrieb von professionellen Onlineshops. Das liegt nicht nur an der besonders einfachen Standardkonfiguration, sondern auch an der vielseitigen SEO-Optimierung und Nutzerfreundlichkeit, die sich mit einigen Grundlagenkenntnissen leicht steigern lässt. Mit diesen sieben hilfreichen Tricks holen Online-Händler noch mehr aus dem beliebten E-Commerce-System heraus.

Der Aufwand, um mit Shopware für eine höchstmögliche Nutzerfreundlichkeit und SEO-Optimierung zu sorgen, ist verglichen mit anderen Systemen deutlich geringer. Das betrifft zur großen Freude vieler Nutzer auch den finanziellen Aspekt: Zahlreiche frei verfügbare Plug-Ins, die über die Standardoptimierung hinausgehen, werden bei Shopware kostenlos von der großen Community zur Verfügung gestellt. Dennoch lohnt es sich, über die zahlreichen Funktionen der Basisversion hinauszublicken. Für eine verbesserte SEO und höhere Nutzerfreundlichkeit kann das System an einigen Stellen angepasst werden. Jeder hat so die Möglichkeit, sich sein Shopsystem so herzurichten, wie er es benötigt. Marian Wurm, Gründer und Geschäftsführer der Full-Service-Agentur Löwenstark, hat sieben wertvolle Tipps zusammengestellt, die sich leicht umsetzen lassen und spürbare Ergebnisse versprechen.

1. 404-Fehler bei auslaufenden Produkten vermeiden

Gemäß der standardmäßigen Einstellung erscheint der verwirrende Error-404-Fehler, wenn per URL nach einem Produkt gesucht wird, dass nicht mehr verfügbar ist. Um Onlinekunden dadurch jedoch nicht zu verunsichern, können sie mithilfe eines passenden Plug-Ins über den genauen Status des Produktes informiert werden. Durch das Plug-In wird die Standardkonfiguration von Shopware einfach umgangen und die URL bleibt auch weiterhin erreichbar. So erfährt der Kunde, dass das gesuchte Produkt auch weiterhin zum Sortiment gehört, zurzeit aber nicht geliefert werden kann. Gerade für Kunden, die mit Artikel- und Warenmengen rechnen, ist diese Information wichtig und sorgt für die nötige Klarheit.

2. Inhalte auf Sitemap und Mobile Sitemap pflegen

Ein großer Vorteil von Shopware liegt darin, dass Marketer neben der normalen Sitemap gleichzeitig noch eine mobile Sitemap zur mobilen Seitenübersicht verwenden können. Um daraus einen sinnvollen Nutzen zu ziehen, sollte man natürlich darauf achten, die Inhalte beider Sitemaps zu pflegen und durchgehend konsistent zu halten. Eine mobile Händlerseite mit gepflegter Sitemap ist für die SEO-Optimierung definitiv unvermeidlich. Erst recht da bei Google der Leitspruch „Mobile First“ gilt. Auch die AMP-Umstellung von Webseiten zeigt, wie wichtig die Mobil-Optimierung ist. Durch AMP will Google auf mobilen Geräten eine stark verbesserte Performance und kürzere Ladezeiten ermöglichen.

3. Scrollbalken für zu lange Texte vermeiden

Auch mit dem nächsten Tipp können Nutzer durch eine einfache Änderung der Standardeinstellung große Wirkung erreichen. Die Standardkonfiguration „responsive fluid“ sorgt bei der Darstellung von zu langen Texten dafür, dass Shopware diese automatisch mit einem Scrollbalken versieht. Für optimale Suchmaschinen-Ergebnisse sollten Kunden jedoch den gesamten Text auf einer einzigen Seite vorfinden können, anstatt erst scrollen oder auf „Weiterlesen“ klicken zu müssen. Der Grund dafür liegt darin, dass Google versteckte Inhalte nicht gleichwertig einstuft. Im Layout-Bereich sollten Marketer deshalb nicht „responsive fluid“, sondern „Zeilen“ auswählen. Mit dem so erstellten Grid-System erhält man einen Kasten, dessen Größe sich an die Zeilenhöhe anpasst. Unabhängig von der Länge wird in diesem variablen Bereich nun der gesamte Text angezeigt. Damit verbessert sich außerdem automatisch auch die Darstellung auf mobilen Endgeräten.

4. Umstieg auf PHP 7.0

Shopbetreiber, die noch immer die PHP-Versionen 5.5 verwenden, sollten schnellstens auf PHP 7.0 umzustellen. Shopware hat den Support für die alten Versionen eingestellt und liefert keine Sicherheitsupdates mehr. Ohne Sicherheitsrisiken einzugehen, ist die Nutzung von PHP 5.5 damit nicht mehr möglich. Der Wechsel auf die neuste Version der Programmiersprache PHP 7.0 bietet außerdem technische Vorteile, die Kunden mit Sicherheit zu spüren bekommen: Rund 20 %-Performance-Zuwachs versprechen deutlich schnellere Shops, die damit auch von einem verbesserten Google-Ranking profitieren.

5. Shopnamen im Meta Title anpassen

Gemäß der Standardeinstellung wird der Shopname automatisch in jeden Meta-Title eingetragen. Bei einem besonders großen Sortiment kann dies zwar prinzipiell sinnvoll sein, doch im Sinne der SEO-Optimierung sollte für bestmögliche Ergebnisse eine Anpassung vorgenommen werden, d.h. die Meta-Angaben auf jeder Seite optimiert sein. Bislang lassen sich allerdings selbst bei vielen national bekannten Shops ungenutzte Potenziale im Meta-Title finden. Damit nehmen viele Unternehmen und Händler unnötig Verluste in Kauf.

6. Kategorieseiten optimal betiteln

Wenn keine manuellen Änderungen vorgenommen werden, entsprechen die Namen der Kategorieseiten für jedes einzelne Produkt automatisch der H1-Überschrift. Mit Freitextfeldern können diese auf einfache Weise suchmaschinenfreundlich verbessert werden. Trägt eine Kategorie etwa den Namen „Nachhaltige Pflegeprodukte“, der im Reiter der Kategorieseite sichtbar ist, könnte die H1-Überschrift beispielsweise wie folgt benannt werden: „Nachhaltige Pflegeprodukte bei XY kaufen“. Aus SEO-Sicht wäre dies eine hilfreiche Lösung. Mithilfe der Freitextfelder lässt sich die H1-Überschrift von Kategorienamen im Tab und der URL loslösen. Der Titel „Nachhaltige Pflegeprodukte“ bleibt somit weiter in der URL und im Tab bestehen. Ohne strukturelle Veränderungen vorzunehmen, kann auf diese Weise die SEO wirkungsvoll optimiert werden.

7. Brotkrumennavigation verbessern

Die Brotkrumennavigation zeigt dem Kunden, in welchem Bereich des Online-Shops er sich gerade befindet. Gewohnheitsmäßig lautet der sogenannte Anfangsbrotkrumen, von dem die weiteren Verzweigungen ausgehen, meist einfach nur „Startseite“ oder „Home“. Marian Wurm erklärt: „Allein die Änderung dieses Keywords kann positive Auswirkungen haben. Noch immer benutzt die große Mehrheit der Shopbetreiber diese Wörter. Das ist verschenkter Platz.“ Stattdessen könne man die Startseite einfach nach dem Namen des Shops betiteln, wie etwa „Werkzeug-Shop“, „Keramik-Shop“ oder „Bio-Shop“. Alle Brotkrumen können mit der Ontologie von schema.org optimiert werden: Kleine Code-Schnipsel, die in den Quelltext eingebaut werden, liefern den Suchmaschinen wichtige Informationen: So weiß Google etwa bei jedem Inhalt, ob es sich um einen Produktpreis, eine Beschreibung oder eine Überschrift handelt. So kann der gesamte Aufbau der Händlerseite von der Suchmaschine nachvollzogen werden, was sich positiv auf das Ranking auswirken kann – übrigens auch bei Ergebnissen von Suchen per Sprachbefehl.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

2 Kommentare auf "Shopware: 7 Tipps für eine verbesserte Usability"

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
Dennis
Gast

PHP 6.0, wer kennts nicht…

Stephen
Gast

Absolut überflüssig dieser Beitrag. …

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -