Windows 10 Build 10049 ist erschienen – und bringt Spartan mit
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Microsoft scheint sein Versprechen wahr zu machen, neue Windows 10 Builds schneller zu liefern: ca. eine Woche, nachdem Build 10041 erschienen ist, wurde gestern Build 10049 für Fast-Ring-Tester ausgerollt – und in diesem kann nun erstmals Project Spartan ausgetestet werden. Genau wie die Preview selbst ist der Microsoft Browser noch nicht vollends entwickelt, bringt aber bereits einige Features mit, die Microsoft Anfang des Jahres auf dem Consumer-Event in Redmond angekündigt hatte. Besonders interessant dürfte für Tester die Cortana-Integration sein, sowie die Möglichkeit, Webseiten zu kommentieren.

Neben Spartan sind allerdings keine weiteren gravierenden Neuerungen von der Windows 10-Preview für Desktops zu erwarten, Microsoft zufolge wurden lediglich kleinere Bug-Fixes und Verbesserungen vorgenommen. App-Entwicklern empfiehlt Gabe Aul, Leiter des Windows Insider Programms, ausdrücklich, noch mit der Installation des Builds zu warten, da Probleme mit Visual Studio 2015 auftreten könnten, die das deployen von Universal Apps verhindern – ein Patch sei bereits in Arbeit aber noch nicht veröffentlicht. Genauere Details hierzu finden Sie im Windows Blog.

Ask Cortana

Die erste Spartan-Preview schließt bereits einige der von Microsoft zuvor angekündigten Funktionalitäten ein; beispielsweise ist Microsofts digitaler Assistent Cortana eingebaut, der im Hintergrund agieren und Nutzer bei der Websuche unterstützen soll – auch ohne, dass dieser aktiv Anfragen an Cortana stellen muss. Denn die Cortana-Technologie ist in der Lage, das Verhalten des Nutzers selbstlernend zu verstehen und ihn proaktiv mit Informationen auf Websites zu versorgen. Das Windows-Entwicklerteam hierzu:

Cortana offers help at just the right moment, based on what she knows about the Web, about you and what you might be trying to do. She remains in the background but provides additional information when you need it, making browsing easier and more efficient.

Allerdings ist das Cortana-Feature vorerst ausschließlich in den US-Versionen des Builds enthalten.

Neue Web-Note-Technologie und ungestörter Lesemodus

Zusätzlich gibt es im neuen Microsoft Browser die Möglichkeit, Webseiten mit einem digitalen Stift oder der Maus zu kommentieren; die so entstandenen „Web Notes“ können anschließend via Mail oder über soziale Netzwerke geteilt und außerdem über verschiedene Browser hinweg eingesehen werden.

Auch der ungestörte Lesemodus ist Teil der Microsoft-Browser-Preview. Um der Informationsmenge Herr zu werden, hat Microsoft zudem die sogenannte „Reading List“ eingeführt, in der Tester alle Links sammeln können, die sie lesen wollen; zusätzlich gibt es die Option, Webseiten oder auch PDFs für einen späteren Zugriff  zu speichern. Die Möglichkeit, gespeicherte Inhalte offline zu lesen, ist mit Build 10049 allerdings noch nicht gegeben.

Spartans Rendering-Engine: Edge

Wie Microsoft bereits letzte Woche verlauten ließ, greift Spartan allein auf die neue Rendering-Engine „Edge“ zurück. Auch der Internet Explorer 11 kann als Browser ausgewählt werden, dieser stützt sich ausschließlich auf Trident (MSHTML) und kann anders als der Microsoft Browser nicht an die Task Bar angeheftet werden.

In diesem Video stellt Microsoft seinen neuen Browser Spartan übrigens genauer vor:

Spartan steht eindeutig im Mittelpunkt des aktuellen Builds, alle weiteren Änderungen sind daher nicht weiter nennenswert; Microsoft hat sich hauptsächlich auf einige kleinere Bug-Fixes und Verbesserungen beschränkt. Eine konkrete Liste mit allen Neuerungen finden Sie im Windows Blog.

Aufmacherbild: Leonidas at Thermopolae von Shutterstock / Urheberrecht: Mike H

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