PHP

Wird WordPress zum Block-Gram-Work-Modul-Baukasten-Plattform-OS?

WordPress 2024: Ein Blick in die Zukunft
2 Kommentare

Mit der Einführung von Gutenberg als neuem Standardeditor sorgte WordPress für Unruhe in der Community. Die Wünsche nach weiteren und besseren Funktionen reißen nicht ab und gehen in alle Richtungen. Wie wird sich WordPress in den kommenden fünf Jahren entwickeln? Lässt sich so eine Prognose überhaupt stellen?

Wissen Sie, was ein Wolpertinger ist? In Bayern kennt das jedes Kind. Es handelt sich dabei um ein Fabelwesen, das unterschiedliche Gestalten annehmen kann. So gibt es Hasen mit Hirschgeweih genauso wie Füchse mit Hasenohren. Kaum vorstellbar, oder? Warum und wieso es existiert, ist unbekannt. Vermutlich, weil Menschen immer versuchen alles miteinander zu verbinden.

Für die Recherchen zu meinem monatlichen WordPress-Newsletter lese ich mich oft tief in die Diskussionen ein, die in der WordPress-Community entstehen. Wenn ich mir ansehe was allein im letzten Jahr passiert ist, steht fest: WordPress ist auch ein Wolpertinger! In der Vergangenheit kam da ein Editor dran, ein bisschen JavaScript (aka jQuery), nun wurde noch React irgendwo drangeklebt. Natürlich nicht zu vergessen: das REST-API, das augenscheinlich mit der Einführung schon wieder veraltet war, weil mittlerweile alle lieber GraphQL nutzen.

Mit WordPress wollen wir ein System, das nur Vorteile hat, alle Bedürfnisse befriedigt und allen Ansprüchen genügt. Für die Nutzer genauso wie für die Entwickler. Die eierlegende Wollmilchsau eben. Die ist auch so ein Wolpertinger.

WordPress feierte Anfang des Jahres seinen 15. Geburtstag. Es ist in der Pubertät. Auf neudeutsch würde man sagen: WordPress will disruptiv sein, will die Branche umkrempeln. Jetzt ist es aber schon auf Platz eins der meistgenutzten Contentmanagementsysteme. Mehr als ein Drittel aller Websites im Internet laufen mit WordPress. Was will man denn da noch erreichen? Wohin bewegt sich das Ganze?

WordPress in der Zukunft

In diesem Artikel möchte ich einen Blick aus der Vergangenheit in die Zukunft werfen. Was aber bedeutet Zukunft an dieser Stelle eigentlich?

Wer Ray Kurzweil – Visionär, Erfinder, Autor, Venture Capitalist, Mitgründer der Singularity University und aktuell Leiter der technischen Entwicklung bei Google – kennt oder schon einmal ein Buch von ihm gelesen hat, weiß: Durch die Analyse der Geschichte der Technologie ist bekannt, dass die Geschwindigkeit des technologischen Wandels exponentiell steigt (auch Accelerating Change genannt). Entgegen unserer Intuition entfaltet sich die Zukunft nicht linear, sondern exponentiell, was es schwierig macht, vorherzusagen, was wann als nächstes passieren wird. Deshalb überrascht uns das Tempo des technologischen Fortschritts und wir befinden uns oft in einer Situation wie in Abbildung 1.

Abb. 1: Das Tempo des technologischen Fortschritts ist schneller als angenommen.

Abb. 1: Das Tempo des technologischen Fortschritts ist schneller als angenommen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit meinen Aussagen nicht so ganz richtig liege, ist also sehr hoch. Selbst wenn ich mich nur auf die nächsten fünf Jahre beschränke, liegt es nahe, dass ich mir die Veränderungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausmalen kann. Aber ich versuche es trotzdem. Denn einiges ist schon bekannt und geplant, wie Sie gleich lesen werden.

Mehr JavaScript

Mehr als 100 000 Entwickler haben an der Developer Survey 2019 von Stack Overflow teilgenommen. Dabei wird JavaScript – wie schon die sechs Jahre zuvor – als eine der populärsten Technologien aufgeführt. Uns Entwickler trügt das Gefühl also nicht: Fast jedes Projekt hat mittlerweile einen gewissen JavaScript-Anteil. WordPress schon immer. Und es wird immer mehr.

Wer schon einmal einen Blick auf den neuen Blockeditor (Gutenberg) geworfen hat, weiß, wo die Reise hingeht. Mit ihm ist React fester Bestandteil von WordPress geworden. Aktuell wird der Editor so aufbereitet, dass er auch außerhalb des Post-Editing-Screens laufen kann. Das wiederum macht es möglich, dass auch Projekte außerhalb von WordPress den Editor nutzen können. Drupal hat bereits ein eigenes Gutenberg-Modul und für Laravel-Projekte kann man das Laraberg-Paket nutzen. Das noch relativ junge October CMS, das auf Laravel aufbaut, arbeitet ebenfalls an einer Integration.

Im Hintergrund tauscht der Editor Daten über das REST-API aus. Und das ist – nach wie vor – in PHP programmiert. Absichten, das gesamte Backend in JavaScript umzuschreiben, gibt es indes nicht. Ich glaube, die Community würde ohnehin auf die Barrikaden gehen. Immerhin sorgte die Einführung von Gutenberg ja schon für große Aufregung. Natürlich wurden hier Fehler gemacht und nicht immer alles perfekt durchdiskutiert. Trotzdem war der Blockeditor aber eine folgerichtige Entscheidungen. WordPress folgt damit seinem Leitspruch: „Democratize Publishing“. Die Nutzer verlangten in den letzten Jahren nach einfacheren Möglichkeiten, Webseiten interaktiv zu gestalten. Und mit Gutenberg gibt WordPress ihnen genau das.

Dass das kein Hirngespinst ist, zeigt die Beliebtheit des Elementor Page Builders. Das Plug-in hat derzeit mehr als zwei Millionen aktive Installationen und ist damit auf Platz 2 der meistgenutzten Plug-ins, die in den letzten 36 Monaten veröffentlicht wurden. Auf Platz 1 liegt das ClassicPress-Editor-Plug-in, das den neuen Block-Editor wieder durch den alten ersetzt. Ich denke aber, dass zum einen viele Websites noch nicht bereit sind, auf dem neuen Editor aufzubauen und deshalb den alten Editor noch brauchen, oder sie den Classic-Editor benötigen, weil sie bereits einen anderen Page Builder nutzen. Das wird sich jedoch in den nächsten Jahren relativieren.

Gutenberg ist also Thema Nummer eins in der WordPress-Welt. Es ist nicht verwunderlich, dass sich die Entwicklung in den nächsten Jahren weiter darauf fokussieren wird. Auf der alljährlichen State of the Word hat Matt Mullenweg, Mitgründer von WordPress, seine weiteren Pläne vorgestellt:

  • Phase 2: Menü-, Widget- und Theme-Content-Bereiche in den neuen Blockeditor bringen (2019)
  • Phase 3: Fokus auf Zusammenarbeit, Mehrbenutzerbearbeitung und Workflows (bis 2020)
  • Phase 4 (vielleicht wieder ein Stückchen weg von Gutenberg): Unterstützung für mehrsprachige Webseiten in WordPress (2020+)

Moderneres PHP

Damit sind wir beim nächsten Stichwort angekommen: PHP. In der bereits genannten Developer Survey wurde WordPress zur unbeliebtesten Plattform gewählt. Das liegt sicher auch daran, dass PHP selbst in der Rangliste der unbeliebtesten Sprachen immer weiter nach oben klettert. Sie lag im Jahr 2018 auf Platz 13, in der aktuellen Umfrage jedoch schon auf Platz 5. Aber woran liegt das?

Wenn man im Internet stöbert, findet man immer wieder dieselbe Aussage: Dadurch, dass PHP so einfach zu erlernen sei (die Einstiegshürden sollen eher geringer sein), sorge es dafür, dass es viele User gibt, die nur halbherziges Wissen darüber haben. Das wiederum sorge dafür, dass halbgarer Code im Internet verstreut wird. Und das wiederum sorge dafür, dass dieser Code oft geteilt wird. Aber kann das wirklich das Problem sein?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass immer noch PHP-Code im Umlauf ist, der zehn Jahre oder älter ist. Dieser zumeist prozedural geschriebene Code ist oft schwer zu lesen, zu verstehen und am Ende auch schwer zu pflegen. Aber genauso ist WordPress aufgebaut: aus der Historie gewachsen. Das heißt, wir haben im Kern fast ausschließlich prozedural programmierten Code, der im Laufe der Zeit durch ein paar Klassen ergänzt wurde. Entstanden ist also genau das, was Entwickler nicht haben wollen: ein Wolpertinger. Eine Mischung aus funktionellem und objektorientiertem Code, der schwer zu erlernen ist, weil die Codebasis riesig ist.

Doch es ändert sich etwas. Seit zwei Jahren erlebt PHP einen Entwicklungsschub. Ende 2015 erschien PHP 7.0 und ebnete so den Weg hin zu freundlicherem, objektorientiertem Code:

  • skalare Typdeklarationen und Rückgabetyp-Deklarationen
  • anonyme Klassen etc.

In PHP 7.1 kamen dann Dinge wie:

  • Nullable Types
  • Void-Funktionen

Und in PHP 7.2 schließlich libsodium als Kryptographiebibliothek.

Das alles macht den Entwickler von heute ein Stück weit glücklicher. Es ändert allerdings nichts daran, dass WordPress nach wie vor WordPress bleibt und sich am Kern (vorerst) nichts ändert, weil die Prioritäten – wie oben erwähnt – zumindest bis 2022 bei anderen Dingen liegen. Das heißt: Bei Entwicklern wird WordPress weiterhin unbeliebt bleiben. In den Stack-Overflow-Umfragen 2020 bis 2023 wird sich WordPress vermutlich weiterhin auf den vordersten Plätzen der unbeliebtesten Webplattformen befinden. Zumindest aus PHP-Sicht.

Danach könnte sich WordPress aber in eine reine Backend-Webplattform verwandeln. Zumindest wenn die Community es schafft, den JavaScript-Weg zu gehen. Denn wenn man sich die Geschichte der JavaScript-Entwicklung anschaut, war die auch nicht immer so rosig. Im Web findet man genügend Stimmen, die von JavaScript behaupten, was in ähnlicher Weise auch für PHP galt. Sprich: Es war auch nicht immer so beliebt. Aber Frameworks wie Node.js, Vue.js und React verhalfen ihm zu mehr Beliebtheit.

Ganz langsam merkt man, dass sich etwas tut. Mit der WordPress-Version 5.2 wurde die minimale PHP-Version auf 5.6.20 angehoben. Empfohlen wird bereits 7.3. Nach außen hin mag das als kleiner Schritt angesehen werden. Aber für ein CMS wie WordPress, dass über mehr als ein Jahrzehnt hinweg immer rückwärtskompatibel war, ist das ein großer Schritt. Nicht zu vergessen: Bei dem riesigen Marktanteil sprechen wir von ungefähr 550 Millionen WordPress-Installationen die nicht einfach so automatisch auf eine neue Version aktualisiert werden können, ohne dass eine aktuellere PHP-Version auf dem Server vorliegt. Das ist sicherlich auch eine Herausforderung für die Webhoster und nicht nur für das WordPress-Projekt als solches.

Das mit WordPress 5.2 eingeführte Feature namens PHP Error Protection kommt da gerade recht. Es soll den sogenannten White Screen of Death verhindern, falls ein Theme und/oder Plug-in einen PHP Fatal Error wirft. Das hilft schonmal gegen Totalabstürze.

Es geht also in die richtige Richtung. Noch 2019 soll die minimale benötigte PHP-Version auf 7.0 angehoben werden. Das könnte in der Zukunft den Weg für mehr Entwicklerfreundlichkeit ebnen. Aber es ist, wie es ist: Dem Wolpertinger WordPress sind schon Hasenohren gewachsen. Die kriegt man erstmal nicht so leicht wieder weg.

Artificial Intelligence (AI) und Deep Learning (DL)

Gehen wir noch einmal einen Schritt zurück. Mit PHP 7.0 wurde auch die Zend Engine komplett überarbeitet. Der Performanceschub war deutlich spürbar. Die überarbeitete Codebasis bietet weitere Möglichkeiten für zukünftige Optimierungen, wie z. B. JIT-Compilation. Tatsächlich sieht es so aus, als ob wir auch in zukünftigen PHP-Versionen mit Leistungssteigerungen rechnen können. Zumindest wurde während der Recherche zu diesem Artikel bekannt, dass JIT-(Just-in-Time-)Compilation noch in PHP 8.0 Einzug halten wird. Das könnte die Tür für maschinelles Lernen, 3D-Rendering, 2D-Rendering und Datenanalyse öffnen.

Keine Frage, Deep Learning und künstliche Intelligenz werden Einzug ins Web und damit auch in WordPress halten. Zuerst natürlich in Form von Plug-ins. Vorzeigeprojekte existieren bereits. Das Plug-in Watsonfinds kann beispielsweise anzeigen, welche Emotionen ein auf Englisch geschriebener Text in WordPress bei Lesern auslösen könnte.

Natürlich läuft das Programm nicht auf dem Webserver direkt, sondern greift über eine Schnittstelle auf Watson zu, einem Computerprogramm von IBM aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Was aber, wenn zukünftige PHP-Versionen ebenfalls für solche Zwecke genutzt werden könnten? Auf dem Großteil der Server ist PHP vorinstalliert. Python nicht immer.

Ob PHP allerdings der Programmiersprache Python den Rang ablaufen kann, ist mehr als fraglich. Nicht zuletzt wegen ihrer Beliebtheit im Bereich Deep Learning ist sie in den vergangenen Jahren zu einer der am schnellsten wachsenden Sprachen geworden. Das zumindest kann man der zuvor genannten Entwicklerumfrage ebenfalls entnehmen. Mal sehen, ob es ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird.

Modulbauweise statt Wolpertinger

Was alle modernen Frameworks gemeinsam haben ist Folgendes: Sie sind modular und nutzen Paketmanager. In der sich immer schneller drehenden Welt ist es für jeden von uns Entwicklern von Vorteil, wenn wir das Rad nicht immer neu erfinden müssen und stattdessen bereits vorhandenen Code nutzen können. Sicher bringt das auch Nachteile mit sich, wie man in der Vergangenheit bei npm sehen konnte. Nach dem Löschen von Mikromodulen scheiterten davon abhängige, oft populäre Module beim Build-Vorgang.

WordPress aber fehlt so eine Modulbauweise gänzlich. Erst durch die Einführung von Gutenberg (und React) hielten gängige Entwicklungsstandards Einzug in WordPress. Zumindest in den von Gutenberg abhängigen JavaScript-Dateien.

Wünschenswert wäre ein Paketmanager für WordPress, in den alle Plug-ins, Themes, aber auch Gutenberg-Blöcke einfließen würden. Auch WordPress selbst könnte in ein einzelnes Kernmodul und weitere Submodule aufgeteilt werden. Das würde zum einen die Komplexität des Gesamtsystems verringern und zum anderen ein neues Publikum ansprechen. Und zwar Enterprise-Kunden.

WordPress genießt bereits ein sehr großes Vertrauen beim Endnutzer. Jedoch – wie erwähnt – nicht bei den Entwicklern. Das verhindert den Einsatz im Enterprise-Bereich. Anfang 2017 hat die Website www.smashingmagazine.com von WordPress auf Hugo umgestellt. Sie konnten einfach nicht die gleiche Performance wie mit diesem Static Site Generator erreichen. Das liegt natürlich in der Natur der Sache selbst (PHP kann nie schneller sein als eine statische Seite), aber die Zielgruppe ist auch ein andere. Wir haben es hier nicht mehr nur mit Bloggern zu tun. Viele kleine Blogs haben sich in der Vergangenheit zu riesigen Seiten entwickelt. Es wäre schön, wenn diese bei WordPress bleiben würden. Selbst, wenn sich die Anforderungen ändern.

Wie ein Blick auf Google Trends zeigt (Abb. 2), schrumpft das Interesse an WordPress. Ziel könnte es in Zukunft also sein, auch andere Nutzergruppen zu erreichen. Das wiederum würde sicherlich auch den Bloggern zugutekommen.

Abb. 2: Google Trends zeigt ein schrumpfendes Interesse an WordPress

Abb. 2: Google Trends zeigt ein schrumpfendes Interesse an WordPress

WordPress stirbt aus

Ein weiteres Szenario ist, dass WordPress stirbt und vergessen wird. Dann wäre es in Zukunft so, als hätte es nie existiert. So wie auch der Wolpertinger in Wahrheit nie existierte. Ich weiß nicht, ob das bereits in fünf Jahren passieren könnte oder erst in zehn. Oder vielleicht nie. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass alle Big Player irgendwann einmal gefallen sind. Facebook ist ja im Moment auch am straucheln. Rein theoretisch könnte es deshalb auch WordPress erwischen. Das bedeutet erst einmal nichts. WordPress stirbt nicht sofort. Genauso wenig wie Facebook von heute auf morgen verschwinden wird. Denn was uns die Vergangenheit auch gelehrt hat, ist, dass man keine Zukunftsprognosen aufgrund vergangener Ereignisse machen soll.

WordPress bis 2022 …

Wie könnte man das also alles zusammenfassen?

  • Im Jahr 2022 wird WordPress einen viel größeren JavaScript-Anteil haben, als heute. Daran ist der Gutenberg-Editor nicht ganz unschuldig. Durch die Integration von React werden Theme- und Plug-in-Entwickler das Framework ebenfalls verstärkt nutzen (müssen).
  • Blöcke lassen sich zukünftig nicht nur von WordPress, sondern auch von anderen CM-Systemen nutzen.
  • Die Einführung von Workflows, Mehrbenutzerbearbeitung à la Google-Docs und Mehrsprachigkeit spricht eventuell neue Zielgruppen an und lässt WordPress weiterwachsen.
  • Durch den weiteren Ausbau der REST-API und die Beliebtheit von GraphQL werden sich Frontend und Backend vermutlich weiter voneinander entkoppeln. Einen Trend dazu gibt es bereits jetzt:
    • Gatsby kann statische Seiten aus WordPress-Inhalten generieren.
    • Frontity soll ein auf React basierendes Framework zum Entwickeln von WordPress-Themes werden.

… bis 2024 …

Bleibt die Frage, wie es danach weiter geht.

  • Der Einsatz von mehr JavaScript zieht sicher mehr JavaScript-Entwickler an.
  • Um weiterhin auch PHP-Entwickler anzuziehen, wäre ein modularer Aufbau und die Einführung moderner Programmierparadigmen wünschenswert. Das könnte eine neue Zielgruppe (Enterprise-Kunden) anziehen.
  • Wir werden mehr AI und DL sehen.

… und darüber hinaus

Wer weiß, vielleicht besteht WordPress in Zukunft nur noch aus Gutenberg. Mit austauschbarem Backend. Denn wenn der Editor allein lauffähig ist, wäre der jetzige WordPress-Kern obsolet. PHP-Entwickler könnten sich dann anderen Frameworks wie Laravel zuwenden. Oder es kommt plötzlich ein zweiter Matt Mullenweg mit eigenem CMS daher, das alles Bisherige in den Schatten stellt. Oder wir bekommen mit WordPress den Überwolpertinger in Form eines Betriebssystems für das Web, das die Menschheit in das nächste Jahrhundert katapultiert, weil die KIs im Hintergrund die größten Probleme der Menschheit lösen.

Alles ist denkbar und trotzdem ist die Zukunft – wie anfangs erwähnt – nicht vorhersagbar. Es bleibt also spannend!

PHP Magazin

Entwickler MagazinDieser Artikel ist im PHP Magazin erschienen. Das PHP Magazin deckt ein breites Spektrum an Themen ab, die für die erfolgreiche Webentwicklung unerlässlich sind.

Natürlich können Sie das PHP Magazin über den entwickler.kiosk auch digital im Browser oder auf Ihren Android- und iOS-Devices lesen. In unserem Shop ist das Entwickler Magazin ferner im Abonnement oder als Einzelheft erhältlich.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

2 Kommentare auf "WordPress 2024: Ein Blick in die Zukunft"

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
Tobias
Gast

Vielen Dank Florian Simeth für den lesenswerten Artikel. Gerade im aktuellen Zeitgeschehen ist es sinnvoll sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Ich bin gespannt ob eines der Szenarien eintreffen wird. In jedem Fall hast Du die wichtigsten Aspekte gut zusammengefasst. Auch ich könnte mir die genannten Szenarien bis 2022 so vorstellen.

Tobias
Gast

Bezüglich der Google Trend Statistik möchte ich noch ergänzen: Hast Du schon mal nach „Facebook“ oder „Google“ gesucht? https://trends.google.de/trends/explore?date=today%205-y&geo=DE&q=facebook,google
Auch hier geht das Suchinteresse zurück. Das heißt aber nicht, dass Gleichzeitig das Interesse an der Marke gefallen ist.

Viele Grüße und nochmal Danke für den guten Artikel

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -