Ein Websiteanalysetool gibt Vollgas

Piwik 2.1 ist da
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Das Team hinter dem Open-Source-Analysteool Piwik hat Version 2.1 veröffentlicht. Mit an Bord sind zahlreiche Verbesserungen unter der Haube, ein neues Plug-in, ein neues Format für E-Mail-Reports und vieles mehr. Man geizt mit beinahe gar nichts in diesem Release – außer mit dem Speicherverbrauch.

Mit Piwik 2.1 wurde ein großes Release des Google-Analytics-Konkurrenten auf den Weg gebracht. Und das hat es in sich: So sind die vor ein paar Tagen angekündigten Änderungen am API nur die Spitze des Eisbergs. Die Änderung wurde notwendig, da Piwik seit diesem Release mehrere Super User verwalten kann, und das nicht mehr wie bisher über die Konfigurationsdatei, sondern über die Datenbank.

Performance++

Den eindrucksvollsten Bereich des Updates sind die Performance-Sprünge, die das Team mit Piwik 2.1 erreicht haben will. So soll durch verschiedenste Optimierungen im Bereich der Archivierung in einigen Fällen eine Ersparnis von bis zu 80 Prozent beim Verbrauch von Arbeitsspeicher erreicht worden sein.

Darüber hinaus wurde das Cron-Skript für die Repots umgeschrieben. Statt wie bisher mit CURL die Requests abzuschicken, wurde das System auf eine asynchrone Archivierung umgestellt. Da wiederum soll nicht nur die Performance verbessern, sondern auch die Ausfallsicherheit erhöhen.

Einen weiteren Performance-Schub bringt der längst fällige Umstieg von MyISAM auf InnoDB.

Alles neu macht die 2.1

Zugegeben, die Headline ist nur zum Teil korrekt. Die Device Detection beispielsweise ist schonlänger mit an Bord – allerdings wurden ihr zahlreiche Updates, Performance-Verbesserungen und natürlich dutzende neue Devices für die Erkennung spendiert.

Richtig neu sind hingegen die folgenden beiden Updates: Zum einen kann man sich die Reports per E-Mail nicht mehr nur als HTML oder PDF schicken lassen, sondern kann sich ab sofort auch eine .csv-Datei generieren zu lassen. Zum anderen gibt es mit LoginHttpAuth ein neues Plug-in, das es ermöglicht, HTTP-Authentifizierungsservices für den Login zu nutzen. Die gute Nachricht daran: das Modul kann bereits ab Piwik 2.0.4-b12 verwendet werden.

Kleinigkeiten

In der Kategorie „Kleinigkeiten“ finden sich Updates wie beispielsweise die Möglichkeit, mehr als einen Super User pro Installation anzulegen – außerdem ist es ab sofort auch möglich, Super User einen Alias zu vergeben.

Darüber hinaus bietet das Embedded Dashboard ab Piwik 2.1 den Segment-Selektor, mit dem es – wie im normalen Dashboard auch – möglich ist, das Segment zu wechseln oder neue Segmente anzulegen.

Weitere Informationen zu allen geschlossenen Tickets findet man im Changelog.

Das Website-Analysetool Piwik ist eine kostenlose Open-Source-Alternative zu Google Analytics, die unter anderem mit AutoScout24 und ALDI SÜD große Befürworter in der Industrie gefunden hat. Wer sich ein Bild davon machen möchte, kann es von der offiziellen Website herunterladen oder einen Blick auf die Demo werfen.

Aufmacherbild: Analysis von Shutterstock / Urheberrecht: alexskopje

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