Piwik: Großes Update und Plätzchen aus erster Hand
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Das war ein großer Tag für Anhänger der Open-Source-Alternative zu Google Analytics: Piwik 1.2 kommt mit zahlreichen Neuerungen, mit denen die Analyse der Website-Besucher noch genauer ausfällt. Stillstand

Das war ein großer Tag für Anhänger der Open-Source-Alternative zu Google Analytics: Piwik 1.2 kommt mit zahlreichen Neuerungen, mit denen die Analyse der Website-Besucher noch genauer ausfällt. Stillstand scheint dem Entwickler-Team jedenfalls ein Fremdwort zu sein.

Breaking Chages

Dank der insgesamt 87 geschlossenen Tickets gibt es einiges zu beachten. So werden beim Update viele Änderungen an der Datenbank vorgenommen – man sollte also nicht gleich in Panik verfallen, wenn es mit dem Upgrade mal wieder etwas länger dauert. Bei großen Piwik-Installationen empfiehlt das Team sogar, das Updateskript auf Shell-Ebene auszuführen.

Piwik
Piwik 1.2, 5,1 MB

Zahlreiche Neuerungen gibt es auch am JavaScript-API. Die Methoden setDownloadClass() und setLinkClass(), die bereits vor einiger Zeit auf deprecated gesetzt wurden, gehören nun endgültig der Vergangenheit an. Darüber hinaus wurde das Setting reverse_proxy in assume_secure_protocol umbenannt, was für einige Anwender eine Änderung in der Datei /config/config.ini.php bedeutet.

Weitere Änderungen am JavaScript-API findet man übrigens im Changelog.

Fünf Highlights sollst du haben

Darüber hinaus handelt das Piwik-Team nach dem eben von uns erfundenen Motto „Fünf Highlights sollst du haben“. Eines der wichtigsten ist dabei natürlich die stetige Verbesserung der Performance des Systems, gerade auf großen Installationen. Das Team verspricht hierbei nicht nur signifikante Verbesserungen im Verbrauch wertvoller Memory-Ressourcen; es gibt auch noch einen Ausblick auf die Zukunft: We are also working on longer term solutions and alternative scalable data stores.. Hören wir da etwa NoSQL? Legt sich Piwik bald auf die Couch?

Neben den bereits angedeuteten Änderungen am API ist es eigentlich nur logisch, dass auch neue Helfer-Methoden eingeführt wurden, die Reports für angegebene URLs, Page Titles oder Download-URLs anfordern. Außerdem unterstützt das Piwik API nun auch Real-Time Segmentation. Das komplette API folgt dabei dem Parameter-Format von Google Analytics – was eine Migration hin zum Open-Source-System natürlich noch schmackhafter macht.

Die zwei wichtigsten neuen Features betreffen jedoch das Tracking der User. So können ab sofort bis zu fünf Custom Variables pro Besuch getrackt werden. Die Bereiche Tracking Custom Variables und Using Custom Variables in der Dokumentation zeigen die Bandbreite der neuen Möglichkeiten. Außerdem nutzt Piwik nun First Party Cookies, mit denen die gesammelten Daten noch aussagekräftiger werden.

Man sieht also: Das Piwik-Team hat sich ordentlich ins Zeug gelegt. Auch die Verheißungen für die Zukunft sind vielversprechend – sollte sich das Analystetool wirklich auf einen der großen NoSQL-Vertreter zubewegen, dürfte das vor allem im Bereich von Enterprise-Webauftritten für einigen Wirbel sorgen. Ausgefeilte Website-Analyse auf höchstem professionellen Niveau – da denkt man doch zwei Mal nach, ob man dem Suchgiganten aus Amerika auch weiterhin seine Daten überlassen möchte.

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