Planung ist alles – So lässt sich Usability-Testing optimieren
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Die Test-Phase spielt bei jeder Website-Gestaltung eine wichtige Rolle. Doch bevor es überhaupt an das eigentliche Testen geht, ist es ratsam, sich einen genauen Plan dafür zurechtzulegen. Zwar dauert die Planungs-Phase so unter Umständen ein wenig länger als ursprünglich beabsichtigt, zahlt sich am Ende aber durch bessere Testergebnisse aus.

Jerry Cao erklärt, wie sich durch eine gute Planung das Usability-Testing optimieren lässt.

Testziele für Usability-Tests kategorisieren

Usability-Testing ist zweifelsohne ein unumgänglicher Teil der Website-Gestaltung. Viele Webdesigner wissen zwar, wie sie solche Tests durchführen können, doch oft können sie mit den Ergebnissen nichts anfangen – entweder, weil sie nicht wissen, wonach sie mit den Usability-Tests überhaupt suchen, oder, weil es ihnen ein Rätsel ist, warum solche Tests nötig sind.

Wie lässt sich Usability-Testing aber optimieren? Zunächst ist es wichtig, zu wissen, was die Tests erreichen sollenZielsetzung und Organisation sind hier die Stichworte. Die folgenden Guidelines, die Jerry Cao zusammengestellt hat, sollen dabei helfen, sich nützliche Ziele für das Usability-Testing zu setzen.

Zunächst sollten die Testziele kategorisiert werden. Hinter jedem Usability-Testing stehen verschiedene Ziele, die sich in verschiedene Bereiche unterteilen und zu denen sich Recherchefragen stellen lassen. Dazu gehören etwa die Produktinformationen, die Target Audience, der (angestrebte) Erfolg des Produkts, die Konkurrenz, der geplante Rechercheumfang sowie der Zeitrahmen für die Testphase.

Die Ziele sollten zudem klar und möglichst einfach definiert sein und sich vor allem auf die Bereiche konzentrieren, wo die Usability der Seite zu kurz kommt. Neben den Zielen für die Testphase ist es aber genauso wichtig, zu wissen, wie Usability-Testing umgesetzt werden kann, um die Ziele auch tatsächlich zu erreichen.

Usability-Metriken

Es gibt unterschiedliche Arten von Feedback, und nicht jede Feedback-Art passt zu den eigenen Testzielen. Genau deshalb ist es unumgänglich, zunächst die Ziele zu definieren und anhand deren zu entscheiden, auf welche Art getestet werden soll. Für Usability-Tests bietet es sich an, sowohl qualitative als auch quantitative Daten zu analysieren und so einen Überblick darüber zu erhalten, wie viele Usability-Probleme behoben werden müssen und wie man sie in Angriff nehmen kann.

Usability-Metriken messen dabei die Performance der User bei der Ausführung unterschiedlicher Aufgaben. Dabei werden beispielsweise die folgenden Informationen geliefert:

  • Erfolgsrate (Anzahl der User die die Aufgabe erfolgreich ausführen konnten)
  • Fehlerrate
  • Zeit bis zur Fertigstellung der Aufgabe
  • Subjektive Messungen, zum Beispiel Zufriedenheit des Users, Einfachheit der Anwendung oder Verfügbarkeit der Informationen

Damit lassen sich umfangreiche Informationen zur Usability der Seite in Erfahrung bringen und eine Grundlage für die Fehlerbehebung schaffen.

Es zeigt sich also, dass die ausführliche Planung von Usability-Tests viele Vorteile bietet und daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Von der Usability der Seite hängt oft auch deren Erfolg ab – immerhin dürften nur die wenigsten User eine Seite nutzen, deren Nutzerfreundlichkeit zu wünschen übrig lässt.

Aufmacherbild: Architecture rolls architectural plans project architect blueprints von Shutterstock / Urheberrecht: mighty chiwawa

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