Pro Entity Framework 4.0
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Object Relationales Mapping, kurz ORM, ist im Java-Bereich seit Langem bekannt und inzwischen als JPA standardisiert. Für .NET gab es auch einige Ansätze, wie beispielsweise NHibernate. Zusammen mit

Object Relationales Mapping, kurz ORM, ist im Java-Bereich seit Langem bekannt und inzwischen als JPA standardisiert. Für .NET gab es auch einige Ansätze, wie beispielsweise NHibernate. Zusammen mit dem .NET Framework 3.5 SP 1 hat Microsoft sein eigenes ORM herausgebracht, das Entity Framework. War dies anfangs doch in weiten Teilen noch sehr beschränkt nutzbar, so hat Microsoft zwischenzeitlich nachgelegt und mit dem Entity Framework 4.0 ein deutlich gewachsenes Produkt auf den Markt gebracht. Eines der ersten Bücher zur aktuellen Version ist der vorliegende Titel von Scott Klein.

Im einführenden Kapitel zeigt er nicht nur einen kurzen Überblick, sondern auch alle wesentlichen Erweiterungen gegenüber der Vorgängerversion. Und so wird schnell klar: Es ist an der Zeit, sich ernsthaft damit zu beschäftigen. Wer zugleich in der Java-Welt beheimatet ist, findet hier Bekanntes wieder. Was dort ein POJO, ist hier ein POCO (Plain Old CLR Object). In für Microsoft typischer Art wird aber deutlich mehr hinter Designern und Wizards versteckt, die einem wesentliche Teile der Arbeit abnehmen, egal ob man mit dem Design eines Modells startet oder die Struktur einer vorhandenen Datenbank ausliest. Aber auch Puristen werden nun unterstützt. So kann wahlweise ein Code-Only-Ansatz genutzt werden, um Mappings im Code bzw. via Annotationen vorzunehmen. Der Entwickler greift nicht mehr direkt auf die Daten zu, sondern auf Objekte, die transparent gelesen und geschrieben werden. Hierzu kann er wahlweise Entity SQL als auch LINQ to Entities nutzen.

Scott Klein beschreibt all diese Varianten in aufeinander aufbauenden Kapiteln. Und er geht über das reine Entity Framework hinaus. So zeigt er, wie der seit Visual Studio 2008 vorhandene, aber den meisten Entwicklern unbekannte T4-Code-Generator in Verbindung mit dem Datenzugriff genutzt werden kann. Oder wie der Zugriff auf Entities in einer mehrschichtigen Architektur mithilfe von WCF erfolgt. Und zu guter Letzt wird auch die Datenbindung, sowohl an Windows Forms als auch an WPF, thematisiert.

Der Schreibstil des Autors ist locker und leicht zu lesen. Er fordert den Leser zum Mitmachen auf, indem er vieles in Form eines Tutorials beschreibt. Aber er liefert alle relevanten Screenshots mit, sodass es mit etwas abstraktem Denkvermögen möglich ist, alle Beispiele direkt im Buch nachzuvollziehen. So kann der Leser wahlweise mit dem Buch neben dem Computer arbeiten oder aber sich gemütlich auf der Couch sitzend dem Thema widmen.

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