Pro Windows Phone 7 Development
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Ein alter Kalauer besagt, dass man den guten Programmierer (Autodidakt) vom Universitätsidioten dadurch unterscheidet, wie lange er braucht, um bei einem Problem in einer Newsgroup nach Hilfe zu fragen.

Ein alter Kalauer besagt, dass man den guten Programmierer (Autodidakt) vom Universitätsidioten dadurch unterscheidet, wie lange er braucht, um bei einem Problem in einer Newsgroup nach Hilfe zu fragen. Auch wenn dies sicher ein wenig überspitzt ist – das Buch macht neugierig: Was könnte es fortgeschrittenen Windows-Phone-7-Programmierern bringen?

Rob Cameron beginnt sein Buch mit einem Schnelldurchlauf durch das Ökosystem: die Bedienung des Betriebssystems, die IDE und die Programmskelette für XNA- sowie Silverlight-Anwendungen. Die folgenden vier Kapitel befassen sich mit diversen Aspekten des GUI von Windows Phone 7. Die Themen, die hier erläutert werden, reichen von Expression Blend über das Handhaben diverser Eingaben und Sensoren bis zum Web Browser Control.

Im etwas irreführend als Windows Phone 7 Programming Model bezeichneten vierten Kapitel geht es zusätzlich um Maps und das Herunterladen von Daten von diversen Web Services. Kapitel Nummer sechs befasst sich mit dem Media-Subsystem des Betriebssystems und geht auch auf die diversen Notifications ein. Die Behandlung von Lokalisierung ist hingegen ein Witz. Sie besteht aus einem Verweis auf Ressourcen für die Desktopversion des .NET Frameworks.

In den letzten beiden Kapiteln wird das Erstellen von 2-D-Spielen auf Basis von XNA erklärt. Diese Erklärung erfolgt anhand eines kleinen Beispiels, das Schritt für Schritt erstellt wird. 3-D-Spiele werden hier allerdings nur kurz abgehandelt. Spieleprogrammierer werden mit diesem Buch also nicht froh.

Technisch steht das 2011 erschienene Werk am Stand des Mobile World Congresses 2011. Das heißt, dass der Autor an einigen Stellen Anspielungen auf Mango-Features macht – erklärt werden sie leider nirgendwo. Obwohl das Buch ausschließlich in englischer Sprache erhältlich ist, kommen auch alle problemlos zurecht, die Englisch nicht als Muttersprache haben. Die didaktische Darstellung ist zufriedenstellend, wenn auch – dies liegt wohl in der Natur einer derartigen Zusammenstellung – kein Thema wirklich vollkommen „erschlagen“ wird. Das heißt, dass man unter Umständen noch ein wenig in der MSDN graben muss, bevor die eigene Anwendung vom Stapel läuft.

In Summe ist Pro Windows Phone 7 Development mit Sicherheit kein schlechtes Buch. Es behandelt eine Vielzahl von Themen mit mehr Details, als man sie in den gewöhnlichen „Beginnerbüchern“ findet. Wer mit Windows Phone 7 umgehen kann und seine Silverlight-Anwendungskenntnisse en bloc verbessern will, kann bedenkenlos zugreifen.

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