XMPP mit ActiveMQ statt Drittanbieterdienste

Push – jetzt auch in Grün!
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Immer mehr Unternehmen nutzen das Potenzial mobiler Endgeräte (Smartphones und Tablets) und binden sie in ihre Geschäftsprozesse, bzw. in ihr Geschäftsmodell ein. Mitarbeiter können mithilfe von Apps Aufgaben schnell, einfach und standortunabhängig erledigen. Je nach Anwendungsfall müssen sie dabei zuverlässig und zeitnah über Veränderungen informiert werden – unabhängig davon, ob eine bestimmte App gerade im Vordergrund läuft oder aktiv genutzt wird. Push-Benachrichtigungen stellen hier eine elegante und effiziente Lösung dar, da Nachrichten schnell zugestellt werden können, während gleichzeitig der Akku geschont wird. In diesem Artikel wird eine Lösung für Push-Benachrichtigungen auf Basis des XMPP-Protokolls und des Message Broker ActiveMQ vorgestellt. Dies stellt insbesondere dann eine Alternative da, wenn man sich bei der Kommunikation nicht auf Dienste von Drittanbietern (wie beispielsweise Googles C2DM oder GCM) verlassen möchte.

Mobile Endgeräte sind allgegenwärtig und immer häufiger Teil von Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen. Einzelne Aufgaben können mithilfe von spezialisierten Apps einfach und zielgerichtet auf mobilen Geräten und damit unabhängig von einem stationären Arbeitsplatz durchgeführt werden. Gerade bei Geschäftsanwendungen spielt die Aktualität der Daten dabei eine erhebliche Rolle. Der klassische Ansatz des Pollings, also das regelmäßige Abrufen von Informationen, stößt bei mobilen Endgeräten jedoch an seine Grenzen. Ist die Abrufrate zu gering, werden Informationen zu spät kommuniziert – ist sie zu hoch, wird der Akku zu stark belastet.

Push-Benachrichtigungen stellen eine Alternative zum Polling dar, wenn Änderungen zuverlässig und energieeffizient kommuniziert werden müssen. Neben Push-Benachrichtigungen über SMS (welche mit erheblichen Kosten verbunden sein können) existieren mit Googles Android Cloud to Device Messaging (C2DM) und dessen Nachfolger Google Cloud Messaging for Android (GCM) weit verbreitete Lösungen. Diese sind jedoch, insbesondere für den professionellen Einsatz, mit diversen Nachteilen verbunden. So können zum einen im Payload der Nachricht nur kleine Datenmengen versendet werden. Sollen beispielsweise Bilder übertragen werden, müssen sie auf anderem Wege nachgeladen werden. Außerdem kann eine kurze Dauer oder bestimmte Reihenfolge der Nachrichtenzustellung auch bei dauerhaft vorhandener Verbindung nicht garantiert werden. Das womöglich wichtigste Argument gegen den Einsatz dieser Dienste im Geschäftsumfeld ist jedoch, dass potenziell sensible Daten über Dienste von Drittanbietern versandt werden und ein Google-Account zwingend erforderlich ist.

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