Qualität sichern, auch in schnellebigen Zeiten – Der Test & Quality Day auf der BASTA! Spring
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Softwareentwicklung – das bedeutet heute eine gestiegene Anforderungsdynamik und komplexere Software- und Systemlandschaften. Kommt dann noch die hohe Geschwindigkeit hinzu, mit der die Software deployt werden soll, kann die Qualität oftmals nur auf der Strecke bleiben.

Erschwert wird die Situation für Entwickler dadurch, dass auch die Einarbeitung in leistungsfähige Entwicklungsplattformen und  Softwareframeworks oftmals mit einem nicht zu unterschätzenden Aufwand verbunden sind.

Doch wie lässt sich eine hohe Qualität in der Softwareentwicklung und -wartung erreichen? Das versuchten die Teilnehmer der BASTA! Spring auf dem Test & Quality Day herauszufinden, der mit zahlreichen Sessions rund ums Thema aufwartete.

Entwickler müssen umdenken

Quintessenz des BASTA-Special Days: Softwarequalität lässt sich nur mit modernstem Qualitäts- und Testmanagementmethoden beherrschen und erreichen. Entwickler müssen umdenken: es reicht nicht mehr aus, sich auf das Finden von Fehlern und das Bestätigen der Umsetzung der Anforderungen zu fokussieren. Entscheidend ist vor allem, sich explizit mit der Fehlervermeidung und der Optimierung der Prozesse zu befassen. Denn nur so können Kosten reduziert und Qualität gewährleistet werden.

Fest steht für Speaker sowie Teilnehmer allerdings auch: das Testmanagement muss sich an fortschrittliche agile Vorgehensweisen und den gesamten ALM-Prozess anpassen. Aber neben all der Theorie wurde es auch praktisch: die Speaker, darunter Neno Loje, Thomas Schissler, artiso solutions GmbH, Artur Speth, Microsoft Deutschland GmbH, und Daniel Fisher, daniel, fisher.com,gaben ihren Zuhörern zahlreiche Tipps mit an die Hand, und lieferten einen exklusiven Einblick in die Aspekte eines modernen Qualitäts- und Testmanagements. Was die Teilnehmer mit auf ihre Arbeit und Unternehmen nehmen können, sind vor allem konkrete Ideen, um Ihre eigenen Prozesse zu optimieren.

Qualität sichern – auch in schnellebigen Zeiten

So zeigte Loje auf, wie sich auch in der heutigen schnelllebigen Zeit mit kurzen Innovationszyklen Software kosteneffizient und qualitativ hochwertig erstellen lässt. Denn: Technologien, Entwicklungsprozesse und Methoden ändern sich mit der Zeit, aber die grundlegenden Herausforderungen bleiben die gleichen. An diesen gilt es also anzusetzen, und entsprechende Maßnahmen zur Vorbeugung und Vermeidung zu entwickeln.

Und Schissler weiß: nach inzwischen fast fünfzehn Jahren .NET gibt es jede Menge Legacy-Code, also Code, den Entwickler heute so nicht schreiben würden und der für eine agile Entwicklungsmethodik nicht geeignet ist. Doch er rät Entwicklern vehement von ihrem ersten Impuls ab, diesen Code wegzuschmeißen und die Anwendung komplett neu zu entwickeln. Denn dieses Vorgehen ist nicht zwingend das günstigste, schnellste oder gar erfolgversprechendste. Und das konnte er auch beweisen: mit einigen Tricks und Kniffen zeigte er auf, wie Entwickler Ihren bestehenden Code durch Umstellung auf moderne Architektur-Patterns fit machen und sogar erreichen können, dass ihre Codebasis agilen Anforderungen entspricht.

„Wer Code schreibt, den andere Nutzen sollen, sollte für Dokumentation sorgen“, bringt es außerdem Fisher auf den Punkt. Denn nur so lassen sich Fehlerqellen kontinuierlich ausfindig machen und beheben.

„Ohne Deployment-Management kann ich auch nicht deployen“

Klares Statement von Speth: „Ohne Deployment-Management kann ich auch nicht deployen.“ Um Code überall und auf dieselbe Weise bereitstellen zu können, legt er vor allem das Release Management nahe, mit dem sich Software-Releases von der Entwicklung bis zur Produktion verwalten lassen. „Auf diese Weise lässt sich Software auf Maschinen bringen, die von Nutzern ausgetestet werden kann“. Und so wiederum kann Feedback erzeugt werden – für die Optimierung der Software maßgeblich entscheidend. Sein empfohlenes AS im Ärmel außerdem: das DSC (Desire State Configuration). Dieses stelle sicher, das auf dem System genau das Set an Aktionen ausgeführt wird, dass vom Entwickler gewünscht ist. Der Clou vor allem sei: „Tritt ein Fehler bei einem Feature auf, setzt das DSC automatisch das Rollback auf den Ausgangszustand in Gang“.

Release Management – wohin die Reise geht

Auch einen kleinen Vorgeschmack darauf, wohin die Reise mit Release Management geht, konnte er geben. Laut Speth wird die nächste Version mehr in Richtung Scripting gehen, außerdem soll es komplett in Web Access wandern. Was diesen Punkt anbetrifft, gibt er jedoch Entwarnung: „Der Client bleibt für die Orchestrierung und Administration vorhanden, der Rest wechselt über in Web Access“. Die größte Änderung dürfte sein, dass es künftig möglich sein soll, Cross-Premise zu deployen, das heißt von Azure auf On-Premise und vice versa. Das Testmanagement soll zudem als Task mitintegriert sein.

Auch soll das Release Management nicht mehr nur für die Windows-Welt sondern auch für andere Zielsysteme verfügbar sein: „Damit wird es viel leichter werden, in heterogene Umgebungen bzw. auch auf nicht-Windows-Systeme zu deployen“, erläutert Speth. Alle weiteren Infos hierzu sollen auf der Build Konferenz, 29.April bis 1. Mai 2915, folgen, auf der aller Voraussicht nach angekündigt werden wird, wann mit der CTP des Release Management zu rechnen ist und die ersten Updates ausgerollt werden.

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