Quality Time: Performancemessung, aber bitte richtig!
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Diese Links können in einem nachgelagerten For-Controller ebenfalls aufgerufen werden. Ein weiteres sehr wichtiges und mächtiges Konstrukt innerhalb eines JMeter-Testplans sind die Konfigurationselemente.

Diese Links können in einem nachgelagerten For-Controller ebenfalls aufgerufen werden. Ein weiteres sehr wichtiges und mächtiges Konstrukt innerhalb eines JMeter-Testplans sind die Konfigurationselemente. Hiermit kann man auf jeder Ebene (je Sampler, Controller, Thread-Gruppe oder Global) zum einen so einfache Dinge steuern wie den Umgang mit empfangenen Cache-Headern, die Behandlung von Cookies oder den an die Anwendung gesendeten User Agent. Zum anderen gibt es aber auch Konfigurationselemente für komplexere Daten, wie das CSV-Konfigurationselement. Mit diesem Element ist es möglich, für einen Test beliebig viele, unterschiedliche Varianten der verwendeten Testdaten zu definieren. Z. B. kann es sich hierbei um Benutzer und Password für einen Login, die Stammdaten für eine Registrierung oder eine Zeichenkette für die Durchführung einer Suche handeln.

Natürlich ist mit dieser Kolumne der Funktionsumfang von JMeter bei Weitem noch nicht abgedeckt, eine Aufzählung aller Features würde jedoch den Rahmen sprengen. Ich hoffe dennoch, mit diesem Beitrag Ihr Interesse an einem sehr mächtigen Werkzeug geweckt zu haben. Auch wenn die Bedienung und die verwendete Terminologie in JMeter auf den ersten Blick ein wenig gewöhnungsbedürftig wirken mögen, sollte man sich mit JMeter als Werkzeug für Last- und Performancetests auseinandersetzen. Obwohl Tools wie Siege und ApacheBench sicherlich ihre Daseinsberechtigung haben, taugen sie definitiv nicht dazu, realistische Aussagen über die Performance einer Anwendung oder eines Frameworks zu treffen. Ein weiterer Punkt, der für die Verwendung von JMeter spricht, ist die einfache Integration in vorhandene Build-Werkzeuge und Continuous-Integration-Server, da für viele der weit verbreiteten Systeme bereits entsprechende Erweiterungen existieren.

Manuel Pichler ist Diplom-Informatiker (FH) und arbeitet seit mehr als zehn Jahren in professionellen Webprojekten auf Basis von PHP. Er ist der Kopf hinter einer Vielzahl von Quality-Assurance-Werkzeugen, die er als Open-Source-Projekte mit anderen Entwicklern teilt. Manuel ist Mitgründer der Qafoo GmbH, die Teams dabei unterstützt, hochqualitative PHP-Anwendungen zu entwickeln. Hierzu zählt Consulting und individuelles Training u. a. zu Automatisierung, Testing, Continuous Integration und Deployment.
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