Java Museum: Java Magazin kostenlos im entwickler.kiosk lesen!

Remote Desktop Services im Windows Server 2012 verbessert

Kommentare

Mit dem Windows Server 2012 wurden auch die sogenannten Remote Desktop Services (RDS) verbessert. Sie erlauben, sich innerhalb des Windows Servers mit virtuellen Desktops zu verbinden sowie Session-basierte Desktops und RemoteApp-Programme zu starten. So können Nutzer der RDS überall mit jedem Gerät arbeiten und dabei sichergehen, dass alle Anforderungen erfüllt werden.

Neu im RemoteFX sind adaptive Grafiken. Dabei wird sichergestellt, dass immer der richtige Codec für die jeweilige Größe benutzt wird – dieser Codec ist dann entweder für Multimedia, Bilder oder für Text optimiert. Außerdem wurden das Caching und das progressive Rendering verbessert. Um intelligente Transporte zu ermöglichen, werden jetzt sowohl UDP als auch TCP unterstützt. UDP funktioniert zwar besser in einem WAN-Netzwerk, ist aber wegen verschiedener Router und Firewalls nicht immer durchführbar. Remote-Anwendungen und Desktops lassen sich jetzt auch per E-Mail oder im Web finden, so muss man sich nicht länger komplizierte URLs merken. Der Remote Desktop Web Access unterstützt neuerdings auch andere Browser wie beispielsweise Chrome, den Mozilla Firefox oder Safari. DirectX11 Support mit vGPU kann jetzt von allen Windows 8 Virtual Machines aus genutzt werden. Falls kein GUP vorhanden ist, geht das emuliert in Software (softGPU), bei Vorhandensein einer DirectX11-kompatiblen Videokarte para-virtualisiert und Hardware-beschleunigt. Darüber hinaus ist jetzt auch Single Sign-On möglich, es müssen also keine multiplen Zertifikate mehr genutzt werden. Media Streaming wurde optimiert und einen Remote Desktop im Metro Style gibt es jetzt auch. Aufgrund der wachsenden Bedeutung von Touch-Geräten wurde die Unterstützung von Multi Touch eingeführt.

Verbesserungen in der Infrastruktur

Mit dem neuen Pooled Virtual Desktop Collection Model kann man viele Virtual Machines auf einmal mit nur einem einzigen Virtual Desktop Template managen. So können viele Nutzer einen einzigen Arbeitsdesktop nutzen, es muss nicht für jeden von ihnen ein eigenes Betriebssystem bereit gehalten werden. In solchen Fällen stellte früher die fehlende Personalisierung ein Problem dar. Da man sich ein gemeinsames Virtual Desktop Template teilte, waren die persönlichen Dokumente und Einstellungen des Nutzers normalerweise nicht verfügbar. Das soll sich nun mit dem Windows Server 2012 ändern: Die User Profile Disk stellt einen Zugang zu persönlichen Profilen bereit und arbeitet zusammen mit Roaming User Profiles und Folder Redirection. Die Remote Desktop Services haben die Speicheroptionen von Windows Server 2012 geerbt. Deshalb gibt es viele neue Optionen mit High Performance und Low Cost.

Verbesserungen im Management

Das RDS Management Interface ist in den Server Manager integriert und erlaubt sowohl das Deployment von RDS als auch die Verwaltung aller RDS-Komponenten und Server. Es ersetzt ältere Tools wie den Remote Desktop Services Manager, den RemoteApp Manager und die RD Session Host Configuration. Die Management Tools für RD Gateway und RD Licensing werden jedoch weiterhin separat zur Verfügung gestellt, da sie häufig separat deployt werden. Der neuer Server Manager hat außerdem einen szenarienbasierten Wizard, der es vereinfacht, ein komplettes RDS Deployment zu starten. Für einen einzigen Server funktioniert das mit der Option Quickstart, auf mehreren Servern kommt die Option Standard Deployment zum Einsatz. Neu ist auch der PowerShell Support. Alle Features und Funktionen können jetzt durch ein PowerShell Layer gesteuert werden.

Redaktion

Autor

Redaktion

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag