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Retrospektive: Web Developer anno 1990
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Web Developer in den 1990er Jahren waren richtig harte Hunde. Sie haben Sachen gemacht, die Zeiten überdauerten, sogar Browserkriege haben sie überstanden. Heute wollen wir uns zurücklehnen, Zach Holmans weisen Worten lauschen und den guten, alten Zeiten Tribut zollen. Damals, als marquee und blink noch tolle Special Effects waren.

Früher war alles besser. Sogar das Leben von Webentwicklern.

Einige von uns sind alt genug, um über die gute, alte Zeit zu fabulieren. Um sich an JavaScript-Schneeflocken auf Websiten zu erinnern. Das war toll, denn man wusste so, dass es an der Zeit war, sich um Weihnachtsgeschenke zu kümmern. Dumm war nur, dass man dazu vor die Tür gehen musste, denn Amazon hatte damals noch nicht alles, was das Herz begehrte. Sharks with laser beams attached to their heads, zum Beispiel.

Aber was erzählen wir – wir sind bestimmt nicht die einzigen, die sich noch lebhaft daran erinnern können. Da ist es doch passend, dass just am Tag nach dem ersten Frontend Meetup in Wiesbaden mit Only 90s Web Developers Remember This ein Blogpost auftaucht, der uns in Erinnerung ruft, wie wir dahin gekommen sind, wo wir heute stehen.

I miss the good ol‘ days. Today we have abstractions on top of abstractions on top of JavaScript, of all things. Shit doesn’t even know how to calculate math correctly. It’s amazing we ever got to where we are today, when you think about it.

Na ja, oder so.

Holman jedenfalls gräbt tief in der Schatzkiste des mehr oder weniger gelungenen Web Designs – denn wie jeder weiß: Tabellen wurden damals durchaus stilsicher eingesetzt und als semantisch sinnvoll erachtet – und fördert Erinnerungen zu Tage, die uns im Box-Model-Chaos auf einmal wieder wie eine valide Lösung vorkommen könnnten. Wie beispielsweise das 1×1.gif, das – ginge es nach Holman – einen Grammy verdient hätte. Mindestens. Und wenn man so drüber nachdenkt, dann hat er durchaus recht mit der Aussage, dass es damals schon voll für das Repsonsive Web optimiert war.

So kämpft er sich durch Border-Effekte, DHTML („CSS and JavaScript joined forces to form the Technology of Terror“), Pixel Fonts und Buttons. Nur die Schneeflocken … die hat er leider vergessen.

An einem Tag wie heute wollen wir es uns nicht nehmen lassen, euch dringend ans Herz zu legen euch ein paar Minuten Zeit zu nehmen. Lest über alte Sünden und lacht herzhaft über die unverblümte Wahrheit. Und dann nehmt euch vor, seinem Beispiel zu folgen:

So raise a glass proudly, and do us all a favor: paste a shit ton of  s into your next pull request, just to fuck with your team a little bit.

Aufmacherbild: An angry talk radio DJ rants into his microphone. von Shutterstock / Urheberrecht: blambca

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