Die neuen Enterprise 2.0 Möglichkeiten in SharePoint 2010

SharePoint 2010 – Nicht wie sondern wann!
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Mit SharePoint 2010 steht eine Plattform zur Verfügung, die Social Computing in den Mittelpunkt rückt. Doch wann ist der Einsatz welcher Funktionen sinnvoll? Michaela Meusel beantwortet diese Frage in folgendem Artikel.

Mit SharePoint 2010 bietet Microsoft einen umfangreichen Enterprise 2.0-Werkzeugkasten, der aus technischer Sicht ad hoc einsatzbereit ist. Das vielbesagte Portal 2.0 ist greifbar. Aber die Einführung von Enterprise 2.0, der langfristige Erfolg und die optimale Ausschöpfung der Potenziale ist auch mit SharePoint 2010 kein Selbstläufer. Der folgende Artikel will daher neben den zentralen Neuerungen rund um das Thema Enterprise 2.0 mit SharePoint 2010 vor allem einen Punkt thematisieren, der unabdingbar mit Enterprise 2.0 und SharePoint 2010 verbunden ist: Governance.

Enterprise 2.0?

Definitionen des Begriffs „Enterprise 2.0“ finden sich vielerorts. Die wohl prägnanteste Definiton liefert Andrew McAfee selbst, der als Begründer des Begriffs gilt:

Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers.

Enterprise 2.0 beschreibt also, vereinfacht gesprochen, die Nutzung von Social Software im Unternehmen. Hierbei rückt der einzelne Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Während klassische Wissensmanagement- und Zusammenarbeitstools die Speicherung von Wissen in Datenbanken und den Austausch zwischen und innerhalb von Teams fördern, vernetzt Enterprise 2.0 unabhängig von Unternehmensstrukturen Mitarbeiter, die dynamisch und selbstbestimmt Wissen generieren, kommentieren, bewerten und austauschen. Dies geschieht zunächst in formellen Prozessen, aber vor allem auch bei informellen Gelegenheiten. Das Portal 2.0 wird zum digitalen Treffpunkt der Mitarbeiter. Nicht mehr Wissen ist Macht, sondern das Teilen des Wissens schafft Innovationskraft und Synergien [2]. Dieses Idealbild des Enterprise 2.0 kann für viele Unternehmen jedoch nicht der alleinige Ansatzpunkt sein. Vielmehr sollte sich das Thema, vor allem im Zusammenhang mit SharePoint 2010, um die folgenden Eckpunkte drehen (Abb. 1):

Abb. 1: Aspekte des Enterprise 2.0
Abb. 1: Aspekte des Enterprise 2.0
  • Web-2.0-Technologien erreichen das Unternehmen.
  • Entscheidend für die erfolgreiche Einführung von Enterprise 2.0 ist die Relevanz für das Unternehmen. Ein Wiki sollte nicht um des „Wiki-Willens“ eingeführt werden, sondern um Anforderungen aus dem Business gerecht zu werden.
  • Die Einführung von Enterprise 2.0 geht immer mit kulturellen Veränderungen einher. Es muss eine Integration in das Arbeitshandeln der Mitarbeiter stattfinden.
  • Enterprise-2.0-Anwendungen müssen darüber hinaus in die Organisation des Unternehmens, das heißt in Prozesse und Strukturen, integriert werden.
  • Enterprise-2.0-Anwendungen ergänzen Web-2.0-Anwendungen um den Aspekt der Datensicherheit innerhalb von Unternehmen. Das betrifft vor allem die Sicherheit und Sensibilität der im Unternehmen geteilten Informationen, aber auch die Datensicherheit, wenn Unternehmen keine Austauschmöglichkeiten für Mitarbeiter schaffen und interne Informationen beispielsweise auf Twitter diskutiert werden.

SharePoint 2010 bietet eine Reihe von Möglichkeiten, welche die Auseinandersetzung mit diesen Themen unabdingbar machen und die Frage stellen, wann all die verfügbaren Funktionen sinnvoll eingesetzt werden können. Zuerst sollen aber die Möglichkeiten von SharePoint 2010 im Überblick aufgezeigt werden, um anschließend auf die Frage des Einsatzes im Unternehmen einzugehen.

Enterprise 2.0 mit SharePoint 2010! Wie?

Was mit MySite und Wikis sowie Blogs begonnen hat, findet in SharePoint 2010 seine Fortsetzung. Microsoft hat seine Hausaufgaben gemacht und die Standards des Web 2.0 als Maßstab angesetzt. Highlights sind die Enterprise-Wiki-Funktionalitäten, die Einbindung von Tagging und die Erweiterung der MySite hin zu einem zentralen Werkzeug des persönlichen Wissensmanagements für die Mitarbeiter. Das Wiki in SharePoint 2010 ist mit dem Wiki in MOSS 2007 nicht mehr zu vergleichen. Wiki-Funktionalität und Inhaltseiten verschmelzen. Wikiseiten können anhand von Seitenlayouts frei gestaltet werden. Web Parts, Listen, Bibliotheken, Bilder und Filme können schnell eingefügt und konfiguriert werden. Bibliotheken, Bilder und Filme können schnell eingefügt und konfiguriert werden.

Abb.2: Wiki-Editor
Abb.2: Wiki-Editor

Die Verlinkung zu anderen Wiki-Seiten sowie Bibliotheken, Listen, einzelnen Dokumenten bzw. Listenelementen oder Ansichten ist jederzeit möglich (Abb. 2).

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