SharePoint 2010 – Nicht wie sondern wann! (Teil 3)
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Warum Enterprise 2.0? Warum mit SharePoint 2010?

Es ist vielfach diskutiert worden, warum Enterprise 2.0 mehr als nur ein Hype ist und Unternehmen sich langfristig den neuen Entwicklungen nicht entziehen

Warum Enterprise 2.0? Warum mit SharePoint 2010?

Es ist vielfach diskutiert worden, warum Enterprise 2.0 mehr als nur ein Hype ist und Unternehmen sich langfristig den neuen Entwicklungen nicht entziehen können. Der Mitarbeiter von morgen kennt Social-Software-Anwendungen aus seinem Alltag. Die Erwartungen an die Unternehmen, neue Kommunikationswege zu gehen und Arbeitswerkzeuge zur Verfügung zu stellen, wachsen. Verantwortliche in Unternehmen erkennen das Innovationspotenzial von Blogs, Wikis und Taxonomien und sehen die Chance, das Wissen greifbar zu machen. Was sind jedoch konkrete Situationen und Anforderungen im Unternehmen, denen SharePoint 2010 als Enterprise-2.0-Plattform begegnen will?

Unternehmen und die zugehörigen IT-Abteilungen unterliegen einem großen Kostendruck, sie möchten einzelne Insellösungen vermeiden, die am Ende wieder konsolidiert werden müssen. Informationssicherheit und Compliance haben oberste Priorität. Neben langfristigen Strategien sollen vor allem „Low Hanging Fruits“ geerntet und schnelle, unkomplizierte Lösungen angeboten werden. Genau hier setzt SharePoint 2010 an, das nicht nur eine weitere Enterprise-2.0-Applikation ist, sondern eine ganzheitliche Plattform, die neben klassischen ECM und BI-Funktionalitäten ermöglicht, Enterprise 2.0 in das Portal zu integrieren.

Die Mitarbeiter sind Wissensarbeiter, die Informationen erarbeiten, auffinden und effektiv managen müssen. Der einzelne Mitarbeiter fordert optimale Arbeitsbedingungen und persönliche Wertschätzung. Welche Technologien hierbei genutzt werden, ist für den Mitarbeiter zweitranging. Vielmehr steht die Frage im Mittelpunkt „Was bringt mir das?“. Zudem ist die intuitive und schnelle Anwendung von Funktionalitäten ein entscheidendes Kriterium. Auch hier setzt SharePoint 2010 an. Die Usability der Enterprise-2.0-Funktionalitäten wurde im Vergleich zu MOSS 2007 deutlich gesteigert. Konzepte aus dem Web wurden übernommen und in bestehende Bereiche integriert, wie die Integration von Statusmeldungen und letzten Aktivitäten in die MySite oder das bekannte Sternesystem zur Bewertung. Die durchgehende Integration der Enterprise-2.0-Funktionalitäten ermöglicht die optimale Einbindung in das Arbeitshandeln der Mitarbeiter: Inhalte können schnell mit Tags versehen werden, Links leicht gesetzt und Nachrichten für Kollegen schnell hinterlassen werden.

Enterprise 2.0 und die Realität?

Mit SharePoint 2010 kann also z. B. Twitter für das Unternehmen realisiert werden. Muss ein Mitarbeiter allerdings wirklich wissen, was es im Büro nebenan zu Essen gibt und ob der Computer eines Kollegen gerade abgestürzt ist? Sicherlich ist das nicht das Ziel. Aber sollten Mitarbeiter nicht wissen, mit welchen Themen oder Problemen sich Kollegen weltweit gerade beschäftigen und die Unternehmen das fördern? So könnten Synergien genutzt, Doppelarbeit vermieden, Erfahrungen ausgetauscht und die Innovationskraft gefördert werden. Der folgende Abschnitt will Fragen thematisieren, die diskutiert werden müssen, um diese Potenziale des Enterprise 2.0 zu nutzen, ohne die Befürchtungen wahr werden zu lassen.

Mit SharePoint 2010 können viele Anforderungen aus dem Unternehmen abgedeckt werden. Die Technologien stehen nun zur Verfügung. Einem erfolgreichen Einsatz steht nichts mehr im Weg. Doch der Schein trügt. Vor allem im Enterprise 2.0 liefert die Technik einen geringen Beitrag zu erfolgreichen Projekten im Vergleich zu Planung und Steuerung. Es geht darum, eine langfristige Strategie zu entwickeln. Dabei darf man auch nicht davor zurückschrecken, SharePoint anzupassen, Kommunikation zu den Mitarbeitern in Form von Projektmarketing zu betreiben, Rahmenbedingungen sowie Regeln und Richtlinien zu erarbeiten und zu definieren.

Enterprise 2.0 erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, nur so kann der Einsatz auch zum Erfolg führen. Konkrete Anwendungsfälle und Szenarien können mit SharePoint 2010 On Demand konfiguriert werden, hierbei ist jedoch nicht die langfristige Strategie im Sinne des „Gut Ding will Weile haben“ aus den Augen zu verlieren. Enterprise 2.0 kann in Form von konkreten Anwendungsfällen, beispielsweise Einführung eines Wissensmanagements für einen Unternehmensbereich, erfolgen. Langfristig muss aber auch das „Intranet 2.0“ das Ziel sein. Klassische Kommunikationsformen werden beispielsweise durch Blogs ergänzt, die Auffindbarkeit der Informationen wird durch Tagging gesteigert und eine unternehmensweite Expertensuche verbindet die Mitarbeiter.

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