SharePoint 2010 spricht Silverlight (Teil 2)
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Namensräume und ihre Vetter – was geht

Der Schulterschluss zwischen Silverlight und SharePoint findet über die Namensräume im Client Object Model des API statt, die sich grundsätzlich nur über fundierte

Namensräume und ihre Vetter – was geht

Der Schulterschluss zwischen Silverlight und SharePoint findet über die Namensräume im Client Object Model des API statt, die sich grundsätzlich nur über fundierte Kenntnisse der SharePoint-Technologien und deren Anwendung erschließen. Mit ihnen lassen sich beispielsweise die Websitesammlung, Sites der Websitesammlung, Listen, Listenelemente, Listeneigenschaften und -ansichten, Ordner, Dateien, Sicherheitsoptionen, Inhaltstypen, Seitenvorlagen, Webparts und Workflows über den jeweiligen Stammnamensraum und dessen Erweiterung ansprechen und manipulieren. Der Stamm- bzw. Hauptnamensraum des Client Object Models für .NET Managed und Silverlight ist Microsoft.SharePoint.Client, für ECMAScript simpel SP. Tabelle 1 stellt die Namensraumerweiterungen für .NET Managed bzw. Silverlight denen für ECMAScripts gegenüber. Für ECMAScript stehen zusätzliche Erweiterungen zur Verfügung, die hauptsächlich Benutzerschnittstellen behandeln, z. B. die neue Ribbon-Leiste in Foundation.

.NET Managed und Silverlight ECMAScript Einstiegspunkt
Microsoft.SharePoint.Client.Application nicht vorhanden Authentifizierung
Microsoft.SharePoint.Client.Utilities SP.Utilities Codierung von Zeichenfolgen, Arbeit mit Sicherheitsprinzipalen (Benutzer oder Gruppen) und für bestimmte Dienste
Microsoft.SharePoint.Client.Webparts SP.Webparts Webparts
Microsoft.SharePoint.Client.Workflow SP.Workflow Workflows

ECMAScripts bedürfen einer Vorbereitung bzw. Anpassung der betreffenden ASPX-Seite in SharePoint, was leicht z. B. mit SharePoint Designer 2010 oder Visual Studio 2010 bewerkstelligt werden kann. Das ist für Silverlight und .NET Managed nicht (mehr) nötig, weil dafür ein eigenes Webpart zur Verfügung steht.

Probieren geht über studieren

Um zu erkunden, wie einfach Silverlight und Co. mit dem Client Object Model bedient werden, ist nicht unbedingt Windows Server 2008 64-bit als Entwicklungsmaschine erforderlich. Es reichen zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Dezember 2009) Windows Vista oder Windows 7 aus, allerdings in der jeweiligen 64-bit-Fassung. Ob das lizenzpolitisch auch in Zukunft so handhabbar bleibt, wird sich zeigen. Am einfachsten lässt sich SharePoint unter Windows 7 installieren (Kasten: „Kurzanleitung SharePoint 2010 Beta unter Windows 7“). Vista erfordert etwas mehr an Vorbereitung.

Die Installationsanleitung für SharePoint Foundation 2010 bzw. für Microsoft SharePoint Server 2010 unter Windows 7 ist einem Dokument der Technical Beta Phase entliehen und wurde für die öffentliche Betaversion angepasst:

  1. Windows 7 (64-bit!) installieren, alle Updates durchführen sowie Benutzer mit Passwort einrichten.
  2. SharePoint 2010 Beta (Foundation oder Server) von MSDN herunterladen (November/Dezember 2009).
  3. Eingabeaufforderung als Admin ausführen und die SharePoint.exe am Prompt aus dem Downloadordner mit SharePoint.exe /extract:c:SharePointFiles entpacken (für SharePoint-Server hat die EXE einen längeren Namen; diesen einfach umbenennen, um Tipparbeit am Prompt zu sparen).
  4. Fehlermeldung für Installation auf „Nichtserver“ im Vorfeld abschalten: Datei c:SharePointFilesfilesSetupconfig.xml bearbeiten und folgende Zeile vor der letzten Zeile einfügen: .
  5. ISS-Features am besten über Kommandozeile aktivieren: Eingabeaufforderung als Administrator ausführen und folgende Zeile einfügen, ausführen und bis zum Prompt warten:
    start /w pkgmgr /iu:IIS-WebServerRole;IIS-WebServer;IIS-ommonHttpFeatures;IISStaticContent; IIS-DefaultDocument;IIS-DirectoryBrowsing;IIS-HttpErrors;IISApplicationDevelopment;IIS-ASPNET;IIS-NetFxExtensibility;IIS-ISAPIExtensions;IISISAPIFilter;IIS-HealthAndDiagnostics;IIS-HttpLogging;IIS-LoggingLibraries;IISRequestMonitor;IIS-HttpTracing;IIS-CustomLogging;IIS-Security;IIS-BasicAuthentication;IISWindowsAuthentication;IIS-DigestAuthentication;IIS-RequestFiltering;IIS-Performance;IISHttpCompressionStatic;IIS-HttpCompressionDynamic;IIS-WebServerManagementTools;IISManagementConsole;IIS-IIS6ManagementCompatibility;IIS-Metabase;IISWMICompatibility;WAS-WindowsActivationService;WAS-ProcessModel;WASNetFxEnvironment;WAS-ConfigurationAPI  

  6. FilterPack mit c:SharePointFilesPrerequisiteInstallerFilesFilterPackFilterPack.msi installieren.
  7. Geneva-Framework herunterladen und installieren.
  8. C:SharePointFilesSetup.exe ausführen und Standard auswählen.

Weitere Minimalzutaten zur Entwicklung einer SharePoint-Silverlight-Lösung sind Visual Studio ab Version 9 mit Service Pack 1 oder eine der Visual Studio 2008 Express Editions für Visual Basic oder C#, ein installiertes Silverlight ab Version 2.0 und das Silverlight SDK bzw. die Silverlight-Tools. Um die Philosophie der Trennung von Design und Codierung mit Silverlight nachvollziehen zu können, ist Expression Blend ab Version 2.0 das explizite Werkzeug.

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