SharpDevelop legt zu! (Teil 2)
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SharpDevelop bietet neben dem kostenfreien Bezug einige weitere Features, die eine Verwendung dieser Entwicklungsumgebung durchaus interessant werden lassen: Neben C#, Visual Basic und F# werden auch IronPython,

SharpDevelop bietet neben dem kostenfreien Bezug einige weitere Features, die eine Verwendung dieser Entwicklungsumgebung durchaus interessant werden lassen: Neben C#, Visual Basic und F# werden auch IronPython, IronRuby und Boo unterstützt. Neben den Standardfunktionen bietet SharpDevelop zwei weitere Besonderheiten:

  • Möglichkeit der Konvertierung von Quellcode zwischen verschiedenen Sprachen: Zum Beispiel ist es möglich den erstellten Quellcode aus C# in VisualBasic for .Net automatisch konvertieren zu lassen. Diese Funktionalität erleichtert die Wiederverwendung, da auch ein Austausch zwischen Entwicklern möglich ist, welche verschiedene Programmiersprachen einsetzen, jedoch ein Mix aus verschiedenen Sprachen in ihren eigenen Projekt vermeiden wollen. Und sind wir doch mal ehrlich: Jeder eingefuchste Programmierer einer Sprache tut sich schwer den Quellcode – welcher in einer anderen Sprache formuliert wurde – zu verstehen.
  • Unterstützung regulärer Ausdrücke: Die Verwendung von regulären Ausdrücken ist und bleibt eine komplexe Angelegenheit. Mit Hilfe eines Dialogfeldes kann der erstellte Ausdruck vor seiner Anwendung geprüft werden.
  • SharpDevelop ist USB-tauglich! Auf der Webseite des Projektes erfährt man die wenigen Schritte die notwenig sind, um die IDE auf einen externen Datenträger (USB-Stick) zum „Laufen“ zu bringen. Einer Entwicklung außer Haus – auf einen „fremden“ Rechner – steht dann nichts mehr im Wege.
  • Darüber hinaus kann die IDE durch zahlreiche weitere Tools um weitere Funktionen erweitert werden, beispielsweise zur automatisierten Dokumentation des Quellcodes. Dazu sind die Tools Sandcastle und Sandcastle Help File Builder einzubinden.

Im Übrigen gelingt der Austausch von Projekten zwischen SharpDevelop und Microsoft Visual Studio problemlos. Dies betrifft einzelne Quellcodedateien oder auch das gesamte Projekt. Damit steht der Verwendung von SharpDevelop bei der Arbeit im Team nichts im Wege. Auch die Bedienung der Entwicklungsumgebung bietet wenige Überraschungen, die Fenster sind frei platzierbar und können je nach Wunsch an den Rändern des Bildschirm angedockt werden. Der Texteditor bietet eine sehr gute Unterstützung (IntelliSense) bei der Erfassung des Quellcodes.

Zusammenfassend lässt sich sagen: SharpDevelop macht mit der Version 4 einen ausgereiften Eindruck. Das Update war notwendig und überfällig! Insbesondere die Unterstützung von .Net 4.0, inklusive WPF-Designer lassen das Produkt nun wieder zu einer echten Alternative gegenüber den Express-Editionen von Visual Studio werden. Die Entwicklungsumgebung erscheint alltagstauglich und durchaus für größere Projekte geeignet. Und nicht ganz unwichtig: Die Verwendung einer freien IDE mach irgendwie auch „frei“, auch wenn es nur im Kopf ist.

Dr. Veikko Krypczyk studierte Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik und promovierte zum Thema Algorithmenentwicklung für Tourenplanungsprobleme. Nebenberuflich arbeitet er als Fachautor und ist begeisterter Programmierer. Sie erreichen ihn per Email an veikko2000@yahoo.de.

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