SkyDrive rüstet auf
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Pünktlich zum Start von Google Drive hat Microsoft den eigenen Cloud-Speicherdienst SkyDrive aufgerüstet, um konkurrenzfähig zu bleiben. Ähnlich wie der Mitkonkurrent Dropbox kann SkyDrive jetzt aus

Pünktlich zum Start von Google Drive hat Microsoft den eigenen Cloud-Speicherdienst SkyDrive aufgerüstet, um konkurrenzfähig zu bleiben. Ähnlich wie der Mitkonkurrent Dropbox kann SkyDrive jetzt aus dem Windows Explorer und dem Apple Finder heraus aufgerufen werden. Auch die internen Speicheroptionen sowie die Apps für mobile Geräte wurden aktualisiert.

Seit heute kann SkyDrive für Windows heruntergeladen werden. Auf dem Desktop findet man nach der Installation einen Internet-Ordner mit dem Namen SkyDrive Explorer, der sich in das lokale Dateisystem integriert.

Dieser Ordner lässt sich anschließend mit dem Windows Explorer unter Windows 8, Windows 7 und Windows Vista managen. Das bedeutet, dass jede einzelne Anwendung, die mit lokalen Ordnern und Dateien funktioniert, jetzt auch auf SkyDrive zugreifen kann. Einmal installiert, bleibt der Ordner synchron mit SkyDrive und ist auch offline verfügbar.

Dieselbe App gibt es übrigens auch als Preview-Version für Mac OS X Lion. SkyDrive funktioniert nämlich nicht nur mit dem Windows Explorer, sondern lässt sich auch in den Mac Finder integrieren.

Ein interessantes neues Feature ist das sogenannte File Fetching – Microsoft-intern auch als „Forgot something?“-Feature bezeichnet, da es besonders dann nützlich wird, wenn man vergessen hat, eine Datei in SkyDrive hochzuladen. Mit Hilfe von SkyDrive kann man jetzt nämlich von jedem PC aus auf die eigene Festplatte zugreifen. Aufgrund des hohen Potentials zum Missbrauch dieses Features muss man sich auf jedem neuen PC mit einem Code, der entweder auf das eigene Handy oder an eine alternative E-Mail-Adresse versandt wird, authentifizieren.

Für alle neuen Nutzer von SkyDrive gibt es nicht mehr wie bisher 25 Gigabyte Speicherplatz, sondern nur noch 7. Laut Microsoft sei das für 99 Prozent aller bisherigen Nutzer mehr als genügend Speicherplatz – immerhin könne man in 7 Gigabyte insgesamt 20.000 Office-Dokumente und 7.000 Fotos lagern. Nutzer, die sich vor dem 22. April bei SkyDrive registriert haben, können jedoch ihre 25 Gigabyte behalten, wenn sie sich explizit für ein kostenloses Upgrade entscheiden.

Neu ist außerdem auch die Option, gegen Gebühren Zusatzspeicher dazu zu buchen. Möchte man 20 Gigabyte zusätzlich, zahlt man 10 US-Dollar im Jahr, 50 Gigabyte kosten 25 und 100 Gigabyte 50 Dollar.

Die SkyDrive Apps für Windows Phone und das iPhone gibt es schon seit Dezember 2011 – sie wurden bereits auf über zwei Millionen Smartphones installiert. Im Rahmen der neuen Strategie des Cloud-Dienstes haben die mobilen Apps nun ein Update bekommen. Mit ihnen kann man jetzt auch Dateien löschen, umbenennen, verschieben oder sich den verbleibenden Speicherplatz anzeigen lassen. Die Apps haben außerdem einige Performance-Verbesserungen und Bug Fixes erfahren. Darüber hinaus lässt sich SkyDrive ab heute auch auf dem iPad nutzen. Die App unterstützt das Retina Display und hat ansonsten dieselben Funktionen wie die iPhone App.

Folgendes Video stellt die neuen SkyDrive-Funktionen vor:

Die Apps für Windows, Mac, Windows Phone, iPhone und iPad können unter apps.live.com/skydrive heruntergeladen werden.

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