So hat die Community das .NET Framework beeinflusst
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Vor einigen Monaten hatte Microsoft seine Entwickler-Community darum gebeten, Feedback und Wünsche für zukünftige Features mit dem Unternehmen zu teilen. Diese sollten Eingang in das .NET Framework

Vor einigen Monaten hatte Microsoft seine Entwickler-Community darum gebeten, Feedback und Wünsche für zukünftige Features mit dem Unternehmen zu teilen. Diese sollten Eingang in das .NET Framework 4.5.1, das damals noch in Preview-Form bereit stand, finden und in die nächste Version des Frameworks.

Hinter dieser Aufforderung steht das starke Vorhaben Microsofts, offener zu werden. So wurden auf der Build 2014 nicht nur Roslyn und WinJS in den Open-Source-Bereich bewegt, sondern .NET Program Manager Habib Heydarian drückte das neue Prinzip der Offenheit auch noch auf eine andere Art aus:

By openness we don’t just mean open source. We also mean openness in the way we communicate, in the way we release documentation and just in the way that we do business.

Doch zurück zu Microsofts Aufruf. Als Reaktion darauf wurden Program Manager Immo Landwerth zufolge Hunderte von Tweets, Blogposts und User-Voice-Abstimmungen aus der Community veröffentlicht. Über Visual Studio User Voice sollen insgesamt über 10.000 Stimmen eingegangen sein, einige der Vorschläge sind sogar bereits realisiert wurden.

Fast 3.000 Community-Mitglieder haben für eine Verbesserung der .NET Reference Source abgestimmt. Microsoft wiederum hat dafür gesorgt, dass das .NET Framework Source Debugging auch nach einem Sicherheitspatch weiter funktioniert. Darüber hinaus gibt es eine neue Website, die die .NET Reference Source enthält.

4 Prozent der Abstimmenden wünschten sich einen neuen Compiler, der die Produktivität von C# mit der Performance von C++ verbindet – .NET Native wurde auf der Build 2014 vorgestellt. Weitere 4 Prozent forderten den Support für Portable Class Libraries in Visual Studio Express – seit dem zweiten Update für Visual Studio 2013 ist das möglich. Ganze 20 Prozent hatten über User Voice mitgeteilt, dass sie sich über eine Unterstützung der SIMD-Architektur freuen wurden – eine erste Vorschauversion des SIMD-Supports wurde ebenfalls auf der Build 2014 vorgestellt.

Die bedeutende Mehrheit der auf User Voice aktiven Community wünschte sich allerdings eine Erweiterung der Cross-Plattform-Funktionen – 45 Prozent aller eingegangenen Vorschläge hatten dieses Themenfeld zum Inhalt. Auch hierauf hat Microsoft reagiert und beispielsweise die Plattform-Einschränkung für NuGet Packages aufgehoben.

Wenn in der .NET-Community sicherlich auch weiterhin einige unerfüllte Wünsche umherschwirren, ist es dennoch positiv zu bewerten, dass Microsoft diese Wünsche offensichtlich zumindest wahrnimmt und ihre Erfüllung ernsthaft in Betracht zieht. Und wer weiß, vielleicht wird ja bald auch Ihre User-Voice-Abstimmung Realität?

Aufmacherbild: Hand showing social networking concept von Shutterstock / Urheberrecht: Ivelin Radkov

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