Software Testing using Visual Studio 2010
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Visual Studio 2010 kann als Frontalangriff auf Tester und Entwickler von Testsupportsoftware gesehen werden. Denn wer VS2010 hat, braucht in der Regel keine zusätzliche Testsoftware. Dieser enorme Leistungsumfang

Visual Studio 2010 kann als Frontalangriff auf Tester und Entwickler von Testsupportsoftware gesehen werden. Denn wer VS2010 hat, braucht in der Regel keine zusätzliche Testsoftware. Dieser enorme Leistungsumfang fordert natürlich seinen Preis: Während man sich frühere Versionen der IDE selbst beibringen konnte, ist das mit VS2010 keinesfalls möglich. Das vom Verlag PackT mittlerweile in zweiter Auflage veröffentlichte Buch beginnt mit einer Übersicht über die verschiedenen von VS2010 angebotenen Testfunktionen. Danach befassen sich die beiden Autoren mit der Automatisierung manueller Tests und mit dem Unit Testing. Leider merkt man schon im ersten Kapitel den didaktisch vollkommen mangelhaften Aufbau des Buchs. Code wird erklärt, danach folgt eine Tabelle aus der Dokumentation. Erst zum Schluss folgt das eigentliche Listing. Klare Handlungsanweisungen fehlen. Die offensichtlich schlechten Sprachkenntnisse der beiden anerkannten indischen Experten tragen das Übrige zum Desaster bei. Spätere Kapitel befassen sich mit dem Testen von Webanwendungen sowohl in Bezug auf Performance als auch auf Funktionalität. Hier ist der didaktische Aufbau etwas besser, man kann diesen Teil des Buchs lesen, ohne das Werk permanent gegen die Wand schleudern zu wollen. Am Ende befasst man sich mit dem Erstellen von Reports und der Verwendung des Test/Lab Center. „Software Testing using Visual Studio 2010“ setzt gute C#-Kenntnisse voraus. Die meisten der gezeigten Methoden verlangen teure Editionen von Visual Studio samt Team Foundation Server. Die Druckqualität des Buchs ist eher mittelmäßig, der grobe Druckraster stört insbesondere bei Screenshots. Wer in einem mittleren oder großen Unternehmen für das Testen von Applikationen zuständig ist und hinter Visual Studio 2010 Ultimate sitzt, hat wenig Fachliteratur zur Auswahl. Das vorliegende Buch ist daher besser als nichts. Es erklärt zwar alles Wichtige, jedoch auf eine langatmige und frustrierende Art und Weise. Sitzt der präsumtive Leser auch noch vor einer Express Edition von Visual Studio, ist das Buch herausgeschmissenes Geld.

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