Auch Chrome-Extensions bestätigt

Microsofts Spartan wird Fork von Trident einsetzen
Kommentare

Schon seit längerem wird gemunkelt, dass der neue Windows 10 Browser Spartan kompatibel mit Chrome-Erweiterungen sein soll. Sogar von einem nativ integrierten Support war die Rede.

Nun ist es offiziell, via Twitter verkündet Microsoft: „Yes. We’re working on a plan for extensions for a future update to Project Spartan.“ Genauere Details sind zwar noch nicht bekannt, dennoch ist dies eine gute Nachricht für Entwickler, die bereits Erfahrungen mit Chrome gemacht haben. Künftig dürfte es diesen damit wesentlich leichter fallen, ihre Extensions in den neuen Spartan-Browser zu implementieren.

Spartan wird Fork von Trident einsetzen

Spartan soll sowohl die Desktop- als auch die „Modern“/Windows Store-Versionen des Internet Explorers ersetzen und auf Windows 10 Desktop und Mobile laufen. Laut Microsoft Expertin Mary Jo Foley will Microsoft den vorhergegangenen Internet Explorer allerdings weiterhin für Unternehmen anbieten, die IE 11 als Legacy-Browser benötigen. Microsoft hierzu:

Spartan provides compatibility with the millions of existing enterprise web sites designed for Internet Explorer. To achieve this, Spartan loads the IE11 engine for legacy enterprise web sites when needed, while using the new rendering engine for modern web sites. This approach provides both a strong compatibility guarantee for legacy enterprise web sites and a forward looking interoperable web standards promise.

Spartan wird also einen neu entwickelten Fork der Rendering-Engine von Internet Explorer 11 einsetzen – Microsoft Trident (bekannt als EdgeHTML.dll). Laut Microsoft soll die neue Engine aber bereits jetzt mehr als nur ein „Fork von Trident“ sein und weiche im Zuge monatelanger Entwicklung in einigen Punkten radikal vom Original ab. So lege sie beispielsweise den Fokus auf Interoperabilität und verzichte auf Kompatibilitätsmodi.

Laut Unternehmensblog lädt Spartan die IE11-Engine, wenn sie für Legacy-Unternehmenswebsites benötigt wird und nutzt für moderne Seiten die neue Rendering-Engine. Unklar ist bisher allerdings, ob der zweite in Windows 10 integrierte Browser (IE 11) in ersterem Fall komplett gestartet wird, oder lediglich dessen Rendering-Engine innerhalb von Spartan.

Engine lässt sich bereits testen

Webentwicklern rät Microsoft, auf neue Standards umzusteigen, und Kompatibilitätsmodi nicht mehr zu verwenden. Feedback zur neuen Engine sei ausdrücklich erwünscht: über das Windows Insider Program und über status.modern.ie lasse sie sich bereits heute testen. Probleme können zudem über Connect oder Twitter gemeldet werden.

Aufmacherbild: Fork roads in steppe on sunset background von Shutterstock / Urheberrecht: Pavelk

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -