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Monolithische Architekturen sind der Feind von technologischer Entwicklung und Teamarbeit. Warum das so ist, erklärten Henri Bergius (Nemein) und Lukas Smith (Liip AG) in ihrer Keynote „The Internet is

Monolithische Architekturen sind der Feind von technologischer Entwicklung und Teamarbeit. Warum das so ist, erklärten Henri Bergius (Nemein) und Lukas Smith (Liip AG) in ihrer Keynote „The Internet is your Application Blueprint“ auf der IPC 2012.

Lukas Smith und Henri Bergius bei ihrer Keynote zu Decoupling und Web Services

Decoupling heißt das Zauberwort, um das sich laut Bergius und Smith in Zukunft alles drehen soll. Twitter hat es vorgemacht und so taucht der Failwhale dank dem Wechsel von einer monolithischen Ruby-Basis auf eine entkoppelte Kompilation mehrerer Technologien nur noch selten auf.

Doch was bedeutet das für uns? Bisher finden wir oft Monolithen aus einem Hause vor: Drupal, WordPress und Co. bringen Authentifizierung, Content Management und Page Rendering in einem Paket mit. Doch dies müsste nicht sein. Prinzipiell müssten die Komponenten noch nicht einmal auf einem gemeinsamen Server laufen. Austauschbare, einzelne Dienste können die Skalierbarkeit stark erhöhen. Zusätzlich können die Module später durch bessere ausgetauscht werden.

Allerdings birgt eine solche Vorgehensweise auch Risiken: Kann ich mich auf meine externen Services verlassen? Was passiert, wenn mein Image-Hoster pleite geht und seine Server vom Netz nimmt? Wie sollen sich meine User einloggen, wenn Facebook sein API ändert? All dies gilt es zu beachten.

Bergius und Smith ignorierten diese Risikofaktoren nicht, regten aber dazu an, die modulare Entwicklungsweise zumindest in Betracht zu ziehen und für das eigene Projekt zu evaluieren, ob sich gewisse Funktionen nicht besser auslagern lassen – die Kommentarfunktion, die Suche, der E-Mail-Client, etc. Denn über das Web und seine Dienste kommen wir eigentlich dem Nahe, was früher einmal „SOA“ geheißen hat: Die Service-orientierte Architektur, in der wir Dienste je nach Bedarf hinzuschalten können.

Und so lautet ein Fazit, das die Keynote-Zuschauer in das weitere Konferenz-Geschehen mitnehmen konnten: Vieles davon, was früher einmal „SOA“ genannt wurde, heißt heute Webservice oder Cloud – und hier liegt die Zukunft!

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