Wirtschaft

Diese 10 Startups wagen 2015 den Börsengang
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Im letzten Jahr sind viele Tech-Startups groß geworden und manche haben sogar den Billion-Dollar-Club geknackt. Jetzt ist für viele die Zeit gekommen, den IPO zu wagen.

Wir haben 10 Tech-Unternehmen für euch unter die Lupe genommen, die voraussichtlich dieses Jahr noch an die Börse gehen.

Wer wagt den Börsengang 2015?

Das Jahr 2015 ist das Jahr der Tech-IPOs. Eine ganze Reihe an IT-Unternehmen ist reif für den Börsengang. Obwohl im letzten Jahr viele Startups große Finanzspritzen von den Investoren bekamen und einige dadurch eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar erreichen konnten, wagten nur wenige den Schritt an die Börse, wie zum Beispiel GoPro, Alibaba oder Rocket Internet und sein Zögling Zalando.

In diesem Jahr wollen die Startups mehr als nur in den Billion-Dollar-Club und vor allem die, die schon Mitglied sind, streben den Sprung an die Börse an. Wir stellen euch die 10 wichtigsten Tech-Unternehmen vor, die noch in diesem Jahr den IPO planen.

Diesen 10 Tech Startups steht der IPO bevor:

Box:

Als erstes werden wir wahrscheinlich Box zum IPO gratulieren dürfen. Der cloudbasierte File-Sharing-Dienst hat den Börsengang im letzten Jahr noch zurückgehalten, bald scheint es aber soweit zu sein. Venture Beat berichtet, dass sich die finanzielle Lage des Startups in letzter Zeit stark verbessert habe, und so wolle man noch im ersten Quartal dieses Jahres den IPO wagen.
[Update:] Am Freitag den 23. Januar mit einem vorsichtigen Emissonspreis von 14 Euro an die Börse gegangen – der Kurs war am Ende des ersten Handelstag bereits um 66 Prozent auf über 23 Euro gestiegen. Box nahm mit dem IPO 175 Millionen Dollar ein.

 

Axel Springer Digital Classifieds:

Schon 2012 wurde Digital Classifieds von Axel Springer und dem globalen Investor General Atlantic gegründet. Das Unternehmen bündelt die Online-Rubrik des Axel Springer Medienhauses. Nachdem schon Ende 2014 mit dem IPO gerechnet wurde, geht das Joint Venture jetzt wohl im ersten Quartal 2015 an den Start.

 

Delivery Hero:

Nachdem das Berliner Startup im letzten September eine Finanzspritze von 350 Millionen bekommen und auch noch den Konkurrenten Pizza.de geschluckt hatte, ist Delivery Hero jetzt endlich reif für die Börse. Mit dem IPO in den Vereinigten Staaten kann wohl zur Jahresmitte 2015 hin gerechnet werden.

 

Goodgame Studios:

Auch der Spieleentwickler aus Hamburg hatte 2014 ein durchaus erfolgreiches Jahr mit einem Umsatz von 98 Millionen Euro im ersten Halbjahr und einem Ausbau des Teams auf 1.000 Mitarbeiter. Dabei wächst die Firma Goodgame Studios fast völlig aus eigenen Mitteln und ohne Risikokapital. Die Macher von „Shadow Kings“ könnten den Schritt an die Börse noch in diesem Jahr machen, wie die Börsenzeitung berichtet.

 

Cloudera:

Data-Software-Entwickler Cloudera ist einer der vielversprechenden IPO-Kandidaten aus den USA. Nachdem im letzten Jahr bereits Konkurrent Hortonworks den Schritt an die Börse gewagt hatte, könnte das Unternehmen aus Palo Alto dieses Jahr nachziehen. Kapital ist jedenfalls da. Nach einer Rieseninvestition von Intel gehört Cloudera seit letztem Jahr mit einer Bewertung von über 140 Milliarden auch zum Billion-Dollar-Club.

 

Good Technology:

Das Mobile-Security Startup hatte schon im letzten Jahr den Börsengang geplant, diesen aber wegen des instabilen Aktienmarktes verschoben. Dieses Jahr aber wird es wohl so weit sein. Nachdem Good Technology im letzten Jahr 80 Milliarden Dollar einsammeln konnte, wird jetzt voraussichtlich noch bis zum Frühjahr gewartet, um mit dem Börsengang weitere 100 Millionen einzunehmen.

 

Xerox:

Das Unternehmen, bekannt für seine Accounting Software, hat im letzten Jahr ganze 150 Millionen Dollar an Risikokapital bekommen und ist zur Zeit über 2,7 Milliarden wert. Schon im letzten Jahr gab es Gerüchte um einen möglichen Börsengang 2015. Xerox CEO Karpas teilte Venture Beat mit, der IPO sei der nächste logische Schritt für das Unternehmen.

 

Dropbox:

Auch dieser Online-Storage-Dienst und direkter Konkurrent von Box (s.o.) könnte es noch in diesem Jahr an die Börse schaffen. Dropbox hat schon vor längerem die Billion-Dollar-Marke geknackt und wird auf über 10 Milliarden Dollar geschätzt. Da liegt der Gedanke an den IPO nicht fern.

 

AirBnb:

Auch Airbnb ist zur Zeit eines der wertvollsten Startups am Markt. Gegenüber der Wirtschaftswoche hatte man zwar im letzten Oktober noch erklärt, man wolle den Börsengang noch auf die lange Bank schieben und so lange wie möglich unabhängig bleiben, bei der hohen Bewertung von 10 Millionen Dollar sollten wir aber auf jeden Fall ein Auge auf das Startup haben, wenn es um den IPO geht.

 

Uber:

Der Fahrdienst ist zur Zeit das Startup mit der verlgeichsweise höchsten Bewertung und der meisten Publicity jedweder Art. Überhaupt ist es überraschend, dass Uber den Schritt an die Börse noch nicht gemacht hat. Das Magazin Forbes rechnet aber in diesem Jahr oder spätestens Anfang 2016 mit dem Uber-IPO.

 

Aufmacherbild: Bull and Bear – poster style via Shutterstock / Urheberrecht: ullrich

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