7,5 Millionen Dollar für Recruitment-Startup Greenhouse
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Im Recruitment geht es vor allem um Erfahrungen und Sympathie. Bewerber werden meist subjektiv bewertet. Etliche Kandidaten schwören, wegen einer krummen Nase abgelehnt worden zu sein. Standardisierte Methoden? Fehlanzeige!

Greenhouse – Datensammeln als Standard-Lösung

Diesem Problem widmet sich das Software as a Service (SaaS) Startup Greenhouse. Die Firma bietet Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern Software-Lösungen zum effektiven Anheuern. Uber, Pinterest, Snapchat und Buzzfeed nutzen das Angebot bereits. Jetzt konnte Greenhouse eine 7,5 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde abschließen. 

Die vorherige Finanzierungsrunde brachte Greenhouse 2,7 Millionen Dollar ein, die in die Optimierung der Recruitment-Software flossen. Die jüngste Finanzspritze soll Greenhouse in eine Recruitment-Plattform mit integrierten Apps verwandeln. Gegenüber TechCrunch bezeichnete Greenhouse CEO Daniel Chait die Recruitment-Strategie vieler Firmen als Ausgeburt von folkloristischen Traditionen und Gewohnheiten. Äpfel würden mit Birnen verglichen und die Methoden folgten keinerlei Standards. Greenhouse soll diese Defizite beseitigen und den Bewerbungs- und Anheuerungsprozess in eine gut geölte Maschine verwandeln.

Der Fokus liegt auf Übersichtlichkeit

Um das zu erreichen, konzentriert sich das Unternehmen künftig auf drei Bereiche:

    • Sourcing: Bewerberdaten sollen von Social-Media-Plattformen, Jobbörsen und -foren, Agenturen und so weiter gesammelt und zentral organisiert werden. 
    • Interviewing: Bewerbungsgespräche sollen standardisiert werden, damit objektive Bewertungsgrundlagen entstehen können.
    • Entscheidungsprozess: Die aggregierten Daten werden anschaulich zusammengefasst, Bewerbungen sollen schnell erfasst, bewertet und verglichen werden können. 

Hauptinvestoren der jüngsten Finanzierungsrunde waren Social+Capital Partnership, Resolute Ventures und Felicia Ventures. Das stimmige Konzept gibt offenbar Antworten auf die Probleme der Investoren und konnte deswegen eine derart hohe Summe zu Tage fördern. Insgesamt stehen Greenhouse nun 11,2 Millionen Dollar Kapital zur Verfügung. Ein Teil des Geldes fließt in Marketing und in die Erweiterung des Teams. Der größte Teil wird jedoch in die Konstruktion der Plattform gesteckt. So sollen auch Unternehmen wie Airbnb, Mixpanel, Medium und Oculus das Kundennetzwerk erweitern. 

About Greenhouse from Greenhouse on Vimeo.

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