Startup-Interview

Alles schon geschnitten – pack2cook im Startup Interview
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Es gibt schon eine ganze Menge Kochboxen auf dem Startup-Markt. Mit pack2cook ist nun eine weitere dazugekommen – allerdings ohne Abo und mit vorgeschnittenen Zutaten. Gründerin Julia Orbig erklärt uns im Interview, was ihr Startup anders macht.

WebMagazin: Erklärt uns doch bitte das Prinzip von pack2cook, wie funktioniert Eure Idee?

Pack2cook liefert Kochpakete, die bereits alle Zutaten geschnitten beinhalten und so portioniert sind, dass man sie einfach nur noch in den Topf „schmeißen“ muss. Das heißt, man hat eine reine Kochzeit von maximal 20 Minuten. Außerdem können alle Gerichte in nur einem Topf zubereitet werden und man benötigt nichts weiter als einen Löffel zum Kochen. Wir liefern alle Öle und Gewürze, denn wir finden, dass das ausschlaggebend für den Geschmack ist. Man braucht also nicht mal mehr Salz und Olivenöl zu Hause zu haben. Unsere Rezepte sind gesund, lecker und auch manchmal etwas ausgefallener. Das pack2cook wird online über unseren Shop bestellt und direkt nach Hause geliefert. Ich darf aber schonmal so viel verraten, dass wir auch bald in einem neuen Laden in Friedrichshain zum Verkauf angeboten werden.

WebMagazin: Was macht pack2cook besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Der Vorteil beim pack2cook ist neben den bereits geschnittenen Zutaten, dass man es schon für eine Person kaufen kann. Wir sind auch ohne Abo-Modell verfügbar, was bedeutet, dass man immer jeden Tag neu entscheiden kann ob man was frisches bestellen möchte oder nicht. Diese Kombination wird bisher noch kaum von unseren Mitbewerbern auf dem Markt beachtet. Wir differenzieren uns zudem durch den Aufbau aller unserer Rezepte in nur 5 Schritten, die es ermöglichne ohne viel Aufwand und schnell selbst zu kochen. Pack2cook ist die schnellste Möglichkeit selbst komplett frisch zu kochen und das ganz flexibel und spontan – Geschmacksgarantie inklusive!

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befindet Ihr Euch gerade bzw. wann seid Ihr live gegangen? Wie werdet Ihr finanziert

Pack2cook gibt es bereits auf dem Markt zu kaufen. Gestartet sind wir im April dieses Jahres mit der Idee und haben diese dann Ende Juli soweit gebracht, dass wir live gehen konnten. Derzeit ist alles noch privat finanziert. Die erste Investitionsrunde haben wir allerdings schon angestoßen und sind auch schon in Verhandlungen mit den Investoren.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzeptes, wie verdient Ihr Geld?

Unser Produkt besteht aus 3 Komponenten: der Kreation der Kochpakete, der Produktion, und der Auslieferung. Derzeit übernehmen wir noch alle 3 Pfeiler, durch die wir auch das Geld verdienen. Langfristig sehen wir aber definitiv unsere Expertise in der Kreation und Produktion der Kochpakete. Das bedeutet, dass wir zum einen durch die Kreation unserer besonderen und gesunden Rezepte Geld verdienen, diese dann durch den Verkauf der praktischen Kochpakete mit der richtigen Menge aller benötigten Zutaten für ein Gericht steigern und an den Kunden bringen.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von pack2cook gekommen und was habt Ihr vorher gemacht?

Die Idee entstand im wahrsten Sinne des Wortes beim Kochen. Ich liebe gutes und frisches Essen – was ich leider besonders in der Mittagspause nicht immer zur Verfügung hatte. Daher habe ich letzes Jahr angefangen mein Mittagessen für den nächsten Tag immer abends vorzukochen und mit auf die Arbeit zu nehmen. Immer wieder habe ich von Arbeitskollegen mitbekommen, dass der Faktor Zeit leider für die meisten Menschen ein Hindernis beim Kochen ist. Gleichzeitg habe ich aber auch gemerkt, dass ich selbst immer schneller wurde und mein eigenes Kochen so „optimiert“ habe, dass es nicht länger als 20 Minuten dauerte und kaum aufwändig war. Aus diesem Grund wollte ich schließlich etwas entwickeln, das anderen Menschen wieder ermöglicht selbst frisch zu kochen und so flexibel ist, dass es sich an den spontanen Alltag anpasst. Dass man sehr viel Plastikmüll und Verpackungen nach einem Supermarkteinkauf zu Hause hat, hat mich auch in meiner Entwicklung von pack2cook beeinflusst und dazu geführt, dass ich mich entschlossen habe rein biologisch abbaubare Materialien zu verwenden. Vor der Gründung von pack2cook habe ich in Frankfurt gearbeitet wo ich vor einem Jahr auch mein duales Studium im Bereich BWL und Aviation Management an der EBS Universität abgeschlossen habe.

WebMagazin: Und zum Schluss, warum Berlin?

Berlin ist die perfekte Stadt um neue Produkte auf den Markt zu bringen, denn hier leben so viele verschiedene Menschen, die immer aufgeschlossen für neue Produkte sind. Das macht es uns einfacher, pack2cook auf den Markt zu bringen und möglichst diverses Feedback von unseren Kunden zu bekommen. Natürlich bringt so eine Großstadt mit vielen tollen Startups auch Nachteile mit sich, da man erst einmal die Aufmerksamkeit auf sich ziehen muss. Im Prenzlauer Berg, wo unser Büro und unsere Küche sind, haben wir die perfekte Lage, um unsere Kunden in Mitte und Friedrichshain zu bedienen. Natürlich möchten wir auch in den nächsten Monaten expandieren und suchen bereits nach neuen Kooperationsmöglichkeiten für den Vertrieb, damit schließlich auch ganz Berlin und danach Deutschland in den Genuss kommt.

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