Axel Springer beteiligt sich am Google-Konkurrenten Qwant.com
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Axel Springer steigt beim französischen Suchmaschinen-Startup Qwant.com ein. Axel Springer Digital Venturas, eine Tochtergesellschaft der Axel Springer SE, hat eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent an der Suchmaschine erworben. Zu finanziellen Details des Deals hat sich der Verlag bisher nicht geäußert.  

Qwant – Unterschiede zu Google

Beim Suchen mit Qwant kann man sich entscheiden, ob man – wie bei Google – eine Liste der Suchergebnisse, oder einen in Spalten und die Kategorien Web, Medien, Social Media und Shopping unterteilten Stream erhalten will. Die Ergebnisse lassen sich auch in einem Mosaik visualisieren, was nicht sehr übersichtlich wirkt. Man wolle einen 360-Grad-Überblick zu einem Thema geben, heißt es in der Pressemitteilung der Axel Springer SE. 

Darüber hinaus geht Qwant.com sensibler mit der Privatsphäre seiner Nutzer um. Allerdings hat sich das Unternehmen von seinem Werbeslogan „Keine Cookies, kein Tracking“ im März getrennt und weist mittlerweile darauf hin, mehrere nutzerspezifische Daten per Cookie zu speichern. Außerdem verwendet die Seite des Webanalyse-Tool Piwik, das sich aber deaktivieren lässt.

Die Suchmaschine wurde 2011 von Jean-Manuel Rozan und Éric Leandri gegründet und ging 2013 mit der ersten finalen Version von Qwant ans Netz.

Axel Springer versus Google

Auf dem Suchmarkt gibt es zahlreiche Innovationen. Um daran teilzuhaben und zu lernen, beteiligen wir uns an einem jungen Unternehmen, das hier Vielfalt und neue Impulse einbringt, 

erklärt Ulrich Schmitz, Chief Technology Officer bei der Axel Springer SE und Geschäftsführer von Axel Springer Digital Ventures.

Axel-Springer setzt mit dem Einkauf bei Qwant seinen Feldzug gegen Google fort. Erst gestern hatte die Verwertungsgesellschaft VG Media, die neben weiteren Verlagen auch die Axel Springer SE vertritt, Klage gegen den Internetriesen eingereicht. Man will Google zwingen für die Verwertung von Presseinhalten im Internet zu bezahlen. In erster Instanz seien „Anträge auf Zahlung einer angemessenen Vergütung wegen der Verwertung des Presseleistungsschutzrechts durch Google“ eingereicht worden, erklärte die VG Media am Mittwoch in Berlin. Google weigert sich insbesondere für kleine Auszüge aus Pressetexten, sogenannte Snippets, zu bezahlen.

 

 

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