Berlin Startup Academy DemoDay – Kreative Köpfe in der Ideenschmiede
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Das erfolgreiche Mentorenprogramm der Berlin Startup Academy fand am letzten Freitag mit dem BSA DemoDay seinen krönenden Abschluss. Den fünf frischgebackenen Gründerteams steht ab sofort eine nicht minder anstrengende Zeit bevor.

Der DemoDay ist für die fünf Gründerteams das Ende eines fünfmonatigen Ausbildungsprogramms. Mussten die Teams in den letzten Monaten wöchentlich „nur“ Mentoren-Sessions und Workshops besuchen und „Hausaufgaben“ für ihre Firmengründung erledigen, ist die Schonzeit jetzt vorbei.

Nun geht es für die Startups, die allesamt bereits erste Prototypen vorzuweisen haben, in Richtung Betaphase. Manche feilen noch am Business-Modell, andere arbeiten bereits an der Implementierung der Prototypen.

Für Christoph Räthke, Gründer der Berlin Startup Academy, sind die Veranstaltungen der BSA immer wieder eine neue Herausforderung, bei denen er selbst „noch jede Menge dazulernt“. Das Resümee des ersten BSA-Jahrgangs fällt auf Teilnehmer- wie Veranstalter-Seite überaus positiv aus. WebMagazin hat nachgefragt.

WebMagazin: Hallo Christoph, wie war das Feedback der Teilnehmer zum gestrigen BSA DemoDay?

Christoph Räthke: Das musst du natürlich vor allem die Teilnehmer fragen. Aber besonders für die beiden Teams, die an diesem Abend von unserem Partner hub:raum mal eben mit 5.000 Euro für ihre Demo-Entwicklung ausgezeichnet wurden, war das möglicherweise der beste Moment ihrer bisherigen Gründerkarriere.

WebMagazin: Wie du erwähnst hat der BSA Partner Telekom hub:raum zwei mit je 5.000 Euro dotierte Preseed-Finanzierungen vergeben. Sie gingen an Clyc, ein Smartphone-basierte Fahrradschloss und damit ein Hardware-basiertes Produkt, sowie an Momslink.de, eine Online-Karriereplattform für Mütter. Hast Du dieses Ergebnis erwartet?

Christoph Räthke: Wir hatten hinter den Kulissen natürlich schon gesprochen. Auch die anderen drei Absolventen bauen Produkte, die die Welt braucht und mit denen man reich werden kann. Aber die Verbindung Mobiltelefon plus Hardware von Clyc und das gerade von der Telekom so stark geförderte Thema „Frauen und Arbeitswelt“ waren die den Zielen von hub:raum am nächsten stehenden Ideen.

WebMagazin: Die BSA ist mit vier Prozent Teilhaber an den geförderten Geschäftsideen. Kommt es vor, dass die BSA größere Anteile erwirbt, und wenn ja, ist das eine strategische oder viel mehr eine Frage der Überzeugung, des Bauchgefühls?

Christoph Räthke: Es ist ja in der Tat so, dass der größte Engpass der Startup-Branche nicht das Geld, sondern weltverändernde Ideen und die dazu passenden Teams sind. BSA ist da natürlich genau an der Quelle, genau an dem Punkt, wo man mit vergleichsweise wenig Geld viele Anteile bekommen könnte – und die Teams über mehrere Monate genau kennen gelernt hat. Von daher läge es nahe, auch einen eigenen Investmentfonds aufzustellen, und Freunde aus der VC-Branche haben mich auch schon darauf angesprochen.

Aber zum einen habe ich selber das Vermögen nicht; zum zweiten will und muss ich jetzt erst einmal beweisen, dass die BSA auf Basis unseres hervorragenden Mentoren-Netzwerks tatsächlich Teams hervorbringen kann, die besonders gute Investment Cases sind. Behaupten tun das ja viele; die BSA hat vielleicht gegenüber den in den letzten Wochen wie Pilze nach dem Regen hervorschießenden Accelerator-Programmen den Vorteil, dass ich nach 15 Jahren in der Berliner Internetszene, als mehrfacher Gründer, langjähriger Tech-Event-Veranstalter und „Serial Mentor“ mit der Berlin Startup Academy einen Erfahrungsvorsprung habe. Aber auch wir ringen mit denselben Herausforderungen wie alle: Wo findet man sie, die Klasse-Leute mit den überzeugenden Ideen?

WebMagazin: Im Vergleich zum Berliner Inkubator Project A sind die von BSA geförderten Ideen keine Copycats. Würdest Du folglich das Konzept der BSA als risikoreicher einstufen? Oder anders gefragt: Was macht die Berlin Startup Academy gegenüber dem Projekt A-Konzept so besonders?

Christoph Räthke: Project A ist schon dadurch ganz anders, weil es ein Investment-Vehikel ist. Dort, wie auch bei Rocket Internet, Team Europe, Springboard etc. geht es entsprechend a priori um Geldvermehrung, und wer Geld vermehren will, will beherrschbare Risiken eingehen. Dem gegenüber ist die BSA in der Tat der deutlich risikoreichere Ansatz – wir arbeiten mit Gründern, die teils – wie Clyc – ihre Idee erst innerhalb des Programms entwickeln. Noch dazu ist es das BSA-Konzept, nur Ideen mit einem wirklichen Pain Point oder Aha-Effekt aufzunehmen. Und das macht es uns unmöglich, mit Teams zu arbeiten, die Modeschmuck im Tupperware-Modell verkaufen oder den dritten Mobiliar-Onlinestore oder den fünften Online-Herrenausstatter bauen. Solche sind bei den erwähnten Inkubatoren ohnehin viel, viel besser aufgehoben, weil es von Anfang an richtig Geld braucht, um für solche Modelle einen Markt zu kaufen.

WebMagazin: Jetzt geht es für die Teams in eine weitere spannende Phase, die über Erfolg oder Misserfolg der Geschäftsideen entscheidet. Was haben die BSA Gründerteams nun zu erwarten?

Christoph Räthke: Jeder etwas anderes. Momslink sind in der Antragsphase für das ProFIT-Förderungsprogramm und in flankierenden Verhandlungen mit Business Angels; wenn sie das Geld haben, müssen sie sofort damit loslegen, die Community aufzubauen und in enger Abstimmung mit Unternehmen relevante Recruitment-Tools zu implementieren. Für Clyc geht es um den funktionierenden Prototypen und vielleicht ein Crowdfunding. Embraase suchen nach einem Seed Investment, um ihr Game Developer-Backend in die Private Beta zu bringen. Voyage for Health, die den global führende Marktplatz für Wellness-Reisen bauen, sind schon seit ein paar Monaten live – dort geht es jetzt um neue Features, Skalierung, und das Finden eines CTOs (bitte melden, wenn ein Leser dieser Zeilen Interesse hat). Und SmartBrand mit ihrer Bilderkennung für Publisher suchen ebenfalls nach Investments, um aus dem Prototypen ein MVP zu machen.

WebMagazin: Und zum Abschluss interessiert es uns selbstverständlich, wann andere kreative Köpfe und Enterpreneur-Persönlichkeiten, sich für die Berlin Startup Academy bewerben können. Gibt es für dieses Jahr schon weitere feste Termine?

Christoph Räthke: Jawohl. Das neue Programm wird Mitte Juni starten, und jeder, der eine Idee hat, die ein relevantes Problem adressiert oder sonstwie erstaunlich und skalierbar ist, kann sich bereits jetzt über das SignUp-Formular auf www.berlinstartupacademy.com bewerben. Wichtig: Das ganze Programm ist auf Englisch, und mindestens einmal die Woche ist Präsenz in Berlin Pflicht. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann uns auch bei Facebook oder Twitter unter @berlinstartupac folgen.

Weitere Einblicke zum DemoDay und in das Mentoren-Programm der Berlin Startup Academy gibt es auf dem BSA Blog.

Startup Day auf der webinale

Noch mehr zum Thema Startup und Gründung gibt es auf der diesjährigen webinale – und zwar im Rahmen des Startup Days am Montag dem 3. Juni. Und wer könnte den Startup Day besser moderieren als BSA-Gründer Christoph Räthke.

Der Start-up Day richtet sich an Unternehmensgründer und solche, die es werden wollen. Erfahrene Internet-CEOs vermitteln den Teilnehmern die essentiellen Zusammenhänge des Startup-„Handwerks“, mit Punkten wie Ideen-Recherche, Produktdefinition, Öffentliche Förderung oder Pitch-Aufbau. Das Programm mündet in der Präsentation aller Optionen fürs richtige Funding durch Vertreter namhafter Investoren – vom Business Angel über Inkubatoren und klassische VCs bis hin zu Crowdfunding und Media for Equity. Dabei erwarten die Teilnehmer nicht nur Vorträge, sondern auch Diskussionsrunden und die Möglichkeit, sich mit VCs in direktem Gespräch auszutauschen.

Very Early Bird

Wer sich bis zum 4. April zu einer Teilnahme an der webinale entscheidet, kann mit den Frühbucherpreisen bis zu 600 Euro sparen und sich ein gratis Intellibook-Notebook oder ein Intellibook-Tablet sichern. Bei Buchung des 3 Tages-Pass erhält man im Rahmen des Very Early Bird Specials das neue Intellibook-Notebook mit brillantem 11,6-Zoll-Display im Very Early Bird webinaleWert von rund 400 Euro oder ein brandneues Intellibook-Tablet mit hochauflösendem 7 Zoll Multitouch-Display und dem neuesten Android-Betriebssystem mit 1,6 GHZ Prozessor kostenfrei.
 
Extra-Specials: Studenten, Freelancer, Start-ups und Non-Profit-Organisationen erhalten individuelle Sonderkonditionen – schreiben Sie hierzu einfach eine E-Mail an contact@webinale.de.
 
Kollegenrabatt: Wenn Sie sich mit zwei oder mehr Kollegen anmelden, sparen Sie 10% zusätzlich. Bitte geben Sie dazu während der Buchung den Aktionscode „GROUP“ ein.

Startup Day Special: Auch wer nur den webinale Startup Day besuchen möchte, kann bis 4. April richtig sparen. Bis 4. April gibt es den Startup Day im Very Early Bird für weniger als 100 Euro. Studenten zahlen nur 49 Euro.

Tickets buchen unter webinale Very Early Bird Specials.

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