Mobile-Payment

Börsengang von Bezahldienst Square erwartet
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Das von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey ins Leben gerufene Startup Square wird in den nächsten vier Monaten wohl endlich den Börsengang wagen. Nachdem das Geschäftsmodell ausgebaut wurde, bleibt noch das Führungsproblem zu lösen.

Der mobile Bezahldienst Square von Twitter-Gründer Jack Dorsey steht Bloomberg zufolge kurz vor dem Börsengang in den kommenden vier Monaten. Während im vergangenen Jahr noch gemutmaßt wurde, ob das Startup kurz davor stünde, verkauft zu werden, scheinen die alten Probleme nun aus der Welt geschafft – und ein neues dazu gekommen zu sein. 2014 wurden die Schwächen des Businessmodells deutlich, da die Margen bei Transaktionen für das Unternehmen aufgrund der Abgaben an Visa einfach zu gering waren. Bisweilen war das Startup, ähnlich wie Twitter, nicht profitabel. Der Hype um die Mobile-Payment-Branche wurde dann durch die Einführung von Apple Pay dominiert, so dass Square Zeit hatte, seine Angebotspalette abseits des öffentlichen Rummels zu überarbeiten und breiter aufzustellen. Neben dem Aufsatz für Smartphone zum mobilen Bezahlen kommt das Unternehmen nun mit kompletten Kassensystemen daher, die über mobile Devices (Android und iOS) bedient und mit entsprechender Software verwaltet werden können. Damit hat das Startup sein Portfolio für den Einzelhandel ausgebaut und damit auch womöglich das Problem der langfristigen Wirtschaftlichkeit in den Griff bekommen. Nächster Schritt: Börsengang.

Gespräche mit Goldman Sachs und Morgan Stanley seien bereits geführt worden, berichtet Business Insider. Allerdings ist bis dahin noch zu klären, wer das Unternehmen an den Kapitalmarkt führen wird. Während Twitter mit dem Abschied von CEO Dick Costolo gerade, wie angenommen wird, eine Übergangslösung mit Co-Gründer Jack Dorsey fährt, ist fraglich, ob Dorsey beide Unternehmen gleichzeitig leiten kann. Die volle Verantwortung von Twitter zu übernehmen und zugleich Square an die Börse zu führen, könnte aus Sicht der Anleger selbst einen erfahrenen Mann aus der Startup-Branche wie Dorsey überfordern. Bloomberg zufolge hätten die Investoren von Square ein großes Interesse daran, dass sich Dorsey in Vollzeit dem Bezahldienst Square widmet, während das Casting für einen neuen Twitter-CEO weitergehen solle. Seit 2013 wird erwartet, dass Square den Börsengang plant, noch vor Ende 2015 könnte es so weit sein.

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