IPO von Mobile-Payment-Startup jetzt offiziell

Börsengang von Square und Support für CEO Dorsey
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Gestern reichte das Startup Square von Twitter-Gründer Dorsey die notwendigen Dokumente für den Börsengang ein. Neben den Einblicken in die Unternehmenszahlen ist auch eine mögliche Lösung für die Doppelrolle von Jack Dorsey als CEO bei Twitter gefunden worden.

Der mobile Bezahldienst Square wagt wie seit September erwartet nun den Börsengang. Mit dem offiziellen Antrag, der bei der US-Börsenaufsicht SEC für die Wall Street eingereicht wurde, erlaubt das Startup von Twitter-Mitgründer – und neuerdings auch CEO – Jack Dorsey tiefere Einblicke in die Unternehmenszahlen. So will das Unternehmen, das nach eigenen Angaben bereits Millionen Einzelhändler weltweit mit Kassensystemen und Mobile-Payment-Software versorgt habe, Aktien im Wert von rund 275 Millionen US-Dollar zum Verkauf anbieten. Zwar ist noch nicht bekannt geworden, wann der Verkauf beginnen wird, doch deutet die veröffentlichte finanzielle Situation von Square bereits an, was potenzielle Anleger erwarten dürfen.

Das Angebot richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen. Zum einen wird ein Kreditkarten-Lesegerät vertrieben, das sich an Smartphones oder Tablets anschließen lässt. Des Weiteren wird ein komplettes Kassensystem samt Software und Analyse-Tools angeboten. Square behält dabei einen Teil der Zahlung als Kommission ein. Im ersten Halbjahr 2015 konnte das Unternehmen TechCrunch zufolge einen Umsatz von etwa 560 Millionen US-Dollar verbuchen, mit einem Verlust von 77,6 Millionen US-Dollar. Gründer Jack Dorsey ist mit einem Anteil von 24,4 Prozent selbst der größte Anteilseigner. Danach folgt Khosla Ventures mit über 17,3 Prozent, während Mitgründer James McKelvey lediglich 9,4 Prozent an Square hält.

Die Doppelrolle von Jack Dorsey wird nachwievor als problematisch angesehen. Als nun offizieller CEO von Twitter in der Nachfolge von Dick Costolo und CEO von Square sieht er sich der Kritik ausgesetzt, dauerhaft nicht beiden Unternehmen die volle Aufmerksamkeit widmen zu können. Abhilfe könnte womöglich Omid Kordestani schaffen, langjähriger Chief Business Officer von Google, der nun Dorsey in seiner Führungsrolle mit seinem Knowhow unterstützen soll, wie gestern durch Dorsey per Tweets bekannt wurde. Da Twitter mit der Monetarisierung nur zögerlich voran kommt, kürzlich erst die 140-Zeichen-Grenze aufbrechen wollte und Kauf-Buttons einführte, soll Kordestani nun den Microblogging-Dienst betriebswirtschaftlich auf Vordermann bringen und für mehr Wachstum sorgen.

Aufmacherbild: Stock Exchange in New YOrk, Wallstreet, USA via Shutterstock, Urheberrecht: Lisa S.

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