Crowdfunding: Kickstarter lockert die Regeln – Geldgeber aufgepasst!
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Die beliebte US-amerikanische Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat am 3. Juni neue Regeln veröffentlicht, die das Einreichen von Projekten vereinfachen sollen. Doch das Ganze hat auch einen Haken: Die Geldgeber werden nun einem erhöhten Risiko ausgesetzt, da die Prüfung eingehender Projekte nicht mehr so akribisch stattfindet wie vorher.

Das Unternehmen teilt in einem offiziellen Blog-Eintrag mit, dass ab sofort für Kickstarter-Projekte „dramatically simplified rules“ gelten. Die Guidelines hätte Kickstarter nach genauem Hinsehen auf die drei wichtigsten Regeln runtergekocht.

Regeln für Kickstarter

  1. Projektgründer müssen etwas erstellen, um es mit anderen zu teilen.
  2. Projekte müssen ehrlich und klar formuliert sein.
  3. Es dürfen keine Charity-Projekte eingereicht werden oder solche, die finanzielle Interessen oder verbotene Gegenstände beinhalten.       

Diese drei Regeln würden genau das hervorheben, worum es bei Kickstarter geht – Dinge erschaffen, diese zu teilen und ehrlich mit den Leuten sein, die Projekte unterstützen wollen, so der Blog-Eintrag. Obwohl man sich besonders bei den ersten beiden Regeln schon fragt, was diese eigentlich bedeuten und ob man sie nicht einfach auch wegfallen lassen kann… Es lohnt sich daher, sich bei Unsicherheiten an den erfolgreichsten Crowdsourcing Plattformen Deutschlands zu orientieren. 

Launch Now

Zusätzlich führt Kickstarter eine neue Funktion hinzu, die sich Launch Now nennt. Founder haben jetzt die Wahl: Entweder können Projekte sofort gelaunched oder zuerst Feedback von einem der Community Manager eingeholt werden. Wählt der Founder die erste Option, findet eine automatische Plausibilitätsprüfung statt.  

Durch die Neuerung will die Crowdfunding-Plattform beim Einreichen der Projekte mehr Flexibilität ermöglichen und dabei die gewohnte Unterstützung durch die Kickstarter-Mitarbeiter sicherstellen.

Risiko für Geldgeber

Bis jetzt musste jedes Projekt vor dem Launch durch Kickstarter-Mitarbeiter kontrolliert werden. Dementsprechend gering war die Betrugsquote. Durch Launch Now könnten sich die Zahlen an dieser Stelle schnell nach oben korrigieren, denn ein automatisches Programm hat sicherlich nicht den kritischen Blick eines geübten Menschen und kann viel einfacher durch Betrüger ausgetrickst werden.

Die Launch-Now-Funktion wird nach und nach ausgerollt und steht momentan rund 60 Prozent der Projekte zur Verfügung. 

Kickstarter in Deutschland

Nicht nur in US, auch in Deutschland schafft sich Kickstarter bald erste Erfolge. Ab Herbst soll es hierzulande auch deutschen Unternehmen möglich sein, sich an Kickstarter Kampagnen zu beteiligen. 

 

Aufmacherbild: LISBON, PORTUGAL – FEBRUARY 19, 2014: Kickstarter homepage through a magnifying glass. von Shutterstock/ Gil C

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